Bei Reitemeyers in Natingen dreht sich gerade alles um kleine Berner Sennenhunde
Einen großen Wurf gelandet

Borgentreich-Natingen (WB). Auf dem Hof von Sabine und Hans-Dieter Reitemeyer geht es zurzeit sehr turbulent zu: Das Ehepaar aus Natingen züchtet Berner Sennenhunde. Ende Juli hat Berta vom Spitalhof elf Welpen auf die Welt gebracht. Es ist der erste Wurf der Hündin.

Sonntag, 15.09.2019, 09:00 Uhr
Was für ein Gewusel: Die Welpen sind flink und ganz schön auf Zack. Alle Vierbeiner samt Züchterin Sabine Reitemeyer auf ein Foto zu bekommen, ist fast unmöglich. Foto: Michaela Friese

Eine der elf kleinen Fellnasen war zu schwach und starb am dritten Tag. Das sei traurig, aber nichts Ungewöhnliches, berichtet die Züchterin. Zumal Berta sehr viel Nachwuchs bekommen hat. Denn die durchschnittliche Wurfgröße bei Berner Sennenhunden liegt bei sechs bis acht Welpen. In der Dorfstraße in Natingen toben also nun zehn putzmuntere kleine Gesellen herum.

Neugierig und entdeckungslustig

Und diese sind extrem neugierig und entdeckungslustig, auch Gemüsebeet und Gewächshaus sind vor ihnen nicht sicher. So haben Sabine und ihr Mann viel zu tun – und das schon seit der Geburt der sieben Hündinnen und drei Rüden. »Berta säugte zwar natürlich von Anfang an ihre Kleinen, doch bei so vielen mussten wir in den ersten drei Wochen alle zehn zusätzlich mit der Flasche füttern«, erzählt die Züchterin.

»Es ist fast so, als hätte man auf einen Schlag zehn Babys bekommen. An ausreichend Schlaf war für uns in der ersten Zeit nicht zu denken«, sagt Reitemeyer mit einem Augenzwinkern. Zudem bürste sie alle Tiere täglich, da das Fell sonst verfilzen würde. »Und damit die Welpen von Anfang an daran gewöhnt sind«, ergänzt sie. Die beiden Natinger sind darauf bedacht, die jungen Hunde gut aufs Leben vorzubereiten.

Glockengeläut von CD

Zwar werden die Welpen frühestens im Alter von zehn Wochen an die neuen Besitzer abgegeben, doch bis dahin steht neben der Fellpflege beispielsweise auch immer wieder das »Probesitzen« in einer Transportbox auf dem Programm. Damit die Welpen auch daran bereits gewöhnt sind, wenn sie schließlich von den zukünftigen Frauchen und Herrchen abgeholt werden.

Jeden Abend läuft zudem eine speziell für Hunde-Nachwuchs entwickelte Geräusche-CD. Die Vierbeiner lauschen dann unter anderem Kirchenglocken-Geläut, Silvester-Krachern, Sirenen, gewitterliches Donnergrollen und sogar Marschmusik. Alles Gewöhnungssache. Doch natürlich wird bei so verspielten kleinen Kerlchen nicht nur an den Ernst des Lebens gedacht: Biggi, Bella, Bonnie, Baghira, Balou, Buck und ihre Geschwister haben genug Auslauf auf dem Hof. Zum Spielen haben sie auch eine eigene Wippe und einen Tunnel bekommen.

Alle Namen beginnen mit »B«

Dass alle Namen der jungen Hunde mit dem Buchstaben B anfangen, liegt daran, dass Berta vom Spitalshofs Wurf der zweite des Natinger Ehepaares ist. Erst vor ein paar Jahren haben sie damit angefangen, aus ihrer Liebe zu Berner Sennenhunden einen Hobby-Zuchtbetrieb zu machen. Auch beim ersten Mal, Mutter war damals Oktavia vom Subachtal, kamen die Reitemeyers auf zehn Welpen.

»Ja, das ist schon ungewöhnlich. Wahrscheinlich liegt es an der guten Natinger Luft«, scherzt Sabine Reitemeyer. Für dieses erste Rudel mussten damals zehn mit A beginnende Namen gefunden werden. An den Berner Sennenhunden schätze sie, dass es eine sehr liebe, anhängliche, kinder- und familientaugliche Rasse sei, der zudem der Jagdtrieb abgehe.

Bald wird Abschied genommen

Bald muss die Zücherin nun Abschied nehmen von ihren »Babys«. Sie gibt zu, dass das nicht ohne die eine oder andere Träne über die Bühne gehen werde. »Bei der Vermittlung verlasse ich mich auf meine Menschenkenntnis und mein Bauchgefühl – denn natürlich möchte ich unsere Kleinen in guten Händen wissen.«

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