Neues Multifunktionsspielfeld am Schulzentrum Borgentreich eingeweiht Integration durch Sport

Borgentreich (WB). Seit einiger Zeit wird es bereits eifrig genutzt, jetzt wurde es offiziell eingeweiht: das neue Multifunktionsspielfeld am Schulzentrum Borgentreich.

Von Ralf Benner
Gemeinsam mit den Schulen des Schulzentrums Borgentreich und dem Sportverein VfR Borgen­treich hat die Orgelstadt gestern das neue Multifunktionsspielfeld eingeweiht. Auf der wasserdurchlässigen Tartan-Kunststoffoberfläche des Platzes können Fußball, Basketball und Volleyball gespielt werden.
Gemeinsam mit den Schulen des Schulzentrums Borgentreich und dem Sportverein VfR Borgen­treich hat die Orgelstadt gestern das neue Multifunktionsspielfeld eingeweiht. Auf der wasserdurchlässigen Tartan-Kunststoffoberfläche des Platzes können Fußball, Basketball und Volleyball gespielt werden. Foto: Ralf Benner

Schüler, Flüchtlingskinder und Vereine nutzen die Anlage

Genutzt werden soll dieses am Vormittag von Flüchtlingskindern aus der Internationalen Klasse von Sekundar- und Bördelandschule und anderen Schülern sowie am Nachmittag durch die Jugendmannschaften des örtlichen Sportvereins VfR Borgentreich.

Im Juli vergangenen Jahres war mit dem Bauvorhaben begonnen worden, im November war die Sportstätte fertiggestellt. Restarbeiten wie die Linierung des Spielfeldes wurden im Frühjahr vorgenommen, weil es dafür in den Wintermonaten zu kalt war.

Die Kosten für dieses Kleinspielfeld, das auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern unweit des ehemaligen Hauptschulgebäudes, jetzt Bördelandschule, errichtet wurde, betragen 123.000 Euro. Gefördert wurde das Vorhaben mit Mitteln aus dem Sonderprogramm Städtebauförderung des Landes in Höhe von 84.000 Euro. Der Eigenanteil der Orgelstadt betrug somit 39.000 Euro.

123.000 Euro wurden investiert

Ursprünglich waren für die Baumaßnahme Gesamtkosten in Höhe von 120.000 Euro ermittelt worden, doch in der Planungsphase hatte sich nach Angaben von Bürgermeister Rainer Rauch herausgestellt, dass es sich bei dem Gelände um ein ehemaliges Sumpfgebiet handelt. Ein geologisches Gutachten durch den Geologen Andreas Hoemann war daher erforderlich gewesen. Mit dem ernüchternden Ergebnis, dass der Bodengrund zunächst umfangreich abgetragen und mit Schotter aufgefüllt werden musste, um die Standfestigkeit des Platzes zu gewährleisten. Drainagestreifen und Geogitter im Untergrund sorgen nun zusätzlich für mehr Stabilität.

Das verursachte zusätzliche Kosten, führte das Stadtoberhaupt aus, doch die Gesamtsumme von 130.000 Euro, die nach dem Bodengutachten neu ermittelt worden war, habe schließlich doch nicht ganz ausgeschöpft werden müssen. »Mit 123.000 Euro, 7000 Euro weniger als neu geplant, haben wir sogar fast den ursprünglichen Kostenrahmen eingehalten«, erläuterte der Bürgermeister.

Um die höheren Kosten für das Bauvorhaben aufzufangen, sei in der Planung die reine Spielfläche auf 375 Quadratmeter (25 mal 15 Meter) verkleinert worden, erklärte Rauch. Auch die Höhe der geplanten Einzäunung sei verringert worden: Zaun und Ballfangnetz haben nun eine Höhe von jeweils zwei Metern bekommen.

Integration und Bewegungsmöglichkeiten fördern

»Wir wollen die Integration von Flüchtlingskindern sowie die Bewegungsmöglichkeiten der Schüler fördern, auch außerhalb des normalen Schulunterrichts«, erläutert der Bürgermeister Sinn und Zweck des Multifunktionsplatzes, der von Flüchtlingskindern der Internationalen Klasse und anderen Schülern in der Pause genutzt werden kann.

Schülermannschaften der Borgentreicher Vereine sollen dort ebenfalls trainieren können. Angedacht ist außerdem, dort auch Fußballturniere für Schülermannschaften zu veranstalten. In den Nachtstunden wird die Anlage aus Sicherheitsgründen abgesperrt.

Auf der wasserdurchlässigen Tartan-Kunststoffoberfläche des Platzes können Fußball, Basketball und Volleyball gespielt werden. Für alle drei Sportarten gibt es eine Linierung und Ausstattung samt Toren, Körben und Netz.

Mit dem Bau des Spielfeldes war die Firma Rathert Sportanlagenbau aus Höxter beauftragt worden. Architekt Jürgen Hölscher betreute das Vorhaben.

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