Alfred Brilon gewinnt beim Europäischen Wurstwettbewerb Schinken überzeugt Jury

Borgentreich (WB). Der beste Schinken Deutschlands kommt aus Borgentreich. Dieses Urteil teilen nicht nur die Stammkunden des Fleischermeisters Alfred Brilon, sondern auch eine internationale Jury. Der 47-Jährige hat erstmals am Europäischen Wurstwettbewerb in den Niederlanden teilgenommen – und gewonnen.

Von Michaela Weiße
Fleischermeister Alfred Brilon aus Borgentreich freut sich mit Tochter Yvonne (16) und Ehefrau Frauke über die Auszeichnung für den besten Schinken Deutschlands. Auch seine Hausmachermettwurst erhielt die volle Punktzahl.
Fleischermeister Alfred Brilon aus Borgentreich freut sich mit Tochter Yvonne (16) und Ehefrau Frauke über die Auszeichnung für den besten Schinken Deutschlands. Auch seine Hausmachermettwurst erhielt die volle Punktzahl. Foto: Michaela Weiße

Am internationalen Wettbewerb der Confrérie des Chevaliers in Roermond nehmen tausende Fleischer aus ganz Europa teil. Der Wettbewerb wird bereits seit 1981 veranstaltet und jährlich ausgerichtet. In diesem Jahr hat auch Alfred Brilon zum ersten Mal zwei Proben eingeschickt. Seine Hausmachermettwurst und seinen Knochenschinken schickte er ins Rennen.

Beide Produkte erhielten bei der Bewertung mit 50 Punkten die volle Punktzahl und somit Gold, berichtet Brilon. Unter den Besten ermittelte die Jury in verschiedenen Kategorien nochmals den Gewinner. So konnte sich Alfred Brilon in der Kategorie Schinken gegen alle deutschen Konkurrenten durchsetzen und erhielt schließlich den Nationalen Ehrenpreis.

Trophäen zieren jetzt die Fleischerei

»Insgesamt wurden rund 3000 bis 4000 Produkte aus Deutschland zur Bewertung eingeschickt«, erzählt der Borgentreicher. Dass unter der Vielzahl der Produkte sein Knochenschinken gewonnen hat, mache ihn schon stolz, sagt der Fleischermeister. Beurteilt wurden die Produkte unter anderem nach Geschmack, Farbe, Aussehen, Ranzigkeit und Geruch, erzählt Brilon. Für seinen Sieg wurde er mit einer Urkunde, einem Pokal und einer Medaille ausgezeichnet. Diese Trophäen zieren jetzt seine Fleischerei in der Emmerkertorstraße 1.

An der Siegerehrung im niederländischen Roermond konnte Alfred Brilon jedoch nicht persönlich teilnehmen. »Wir hatten mit dem Partyservice sehr viel zu tun«, erklärt er. Die Fleischerei betreibt Alfred Brilon in zweiter Generation. Gegründet wurde der Betrieb von seinem Vater im Jahr 1963. 1996 übernahm dann Alfred Brilon die Fleischerei. »Für mich stand schon immer fest, dass ich Fleischer werde«, erzählt Alfred Brilon. Seine Ehefrau Frauke arbeitet als Fleischereifachverkäuferin ebenfalls mit im Familienbetrieb mit.

»Viele Kunden fragen jetzt nach dem ›Sieger-Schinken‹ und möchten mal probieren«, erzählt die 50-Jährige. Für Alfred Brilon steht fest, dass er auch im nächsten Jahr am Europäischen Wurstwettbewerb teilnehmen wird.

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