St.-Nikolaus-Pfarrei lädt ein – Kirchenbesichtigung mit Turmbesteigung Natzunger feiern Jubelkommunion

Borgentreich (WB). Die St.-Nikolaus-Pfarrei Natzungen hatte zur Jubelkommunion eingeladen. Die Kommunionkinder der Jahre 1958 und 1968 waren hierzu zum Festhochamt mit Pfarrer Werner Lütkefend und Diakon Alfons Ebbers in das Gotteshaus gekommen.

Von August Wilhelms
In den Jahren 1958 und 1968 gingen sie das erste Mal zur heiligen Kommunion. Jetzt, nach 50 und 60 Jahren, trafen sie sich mit Pfarrer Werner Lütkefend (von links) zu Jubelkommunion wieder und hatten eine Menge zu erzählen: der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Kommunionhelfer Markus Tewes, Hannelore Göke geborene Bröer (vor 50 Jahren), Diakon Alfons Ebbers, Antonius Hasse (50), Ingrid Lüke geb. Wegge, Elmar Hake (50), Heinrich Sauerland (60), Karl Jochheim (60), Werner Wegge jun. (50), Hermann Lotze (60), Hans-Josef Schöttler (60), Ernst Derenthal (50), Hans-Josef Drewes (60), Werner Scherf (60), Raimunde Wessler geb. Zollbach (60), Elisabeth Krebs geb. Kirchhoff (60), Josef Werneke (50), Ludwig Dierkes (50) und Willi Aufenanger (60).
In den Jahren 1958 und 1968 gingen sie das erste Mal zur heiligen Kommunion. Jetzt, nach 50 und 60 Jahren, trafen sie sich mit Pfarrer Werner Lütkefend (von links) zu Jubelkommunion wieder und hatten eine Menge zu erzählen: der geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes und Kommunionhelfer Markus Tewes, Hannelore Göke geborene Bröer (vor 50 Jahren), Diakon Alfons Ebbers, Antonius Hasse (50), Ingrid Lüke geb. Wegge, Elmar Hake (50), Heinrich Sauerland (60), Karl Jochheim (60), Werner Wegge jun. (50), Hermann Lotze (60), Hans-Josef Schöttler (60), Ernst Derenthal (50), Hans-Josef Drewes (60), Werner Scherf (60), Raimunde Wessler geb. Zollbach (60), Elisabeth Krebs geb. Kirchhoff (60), Josef Werneke (50), Ludwig Dierkes (50) und Willi Aufenanger (60). Foto: August Wilhelms

Pfarrer Meinolf Kämper zelebrierte damals die Erstkommunion

Vor 50 und 60 Jahren war es noch die alte Kirche, in der unter dem damaligen Pfarrer Meinolf Kämper die Erstkommunionfeiern stattfanden. Lediglich der um 1250 erbaute romanische Wehrturm, dessen Grundfeste weiterhin stehen, ist heute noch erhalten. Mit den Worten »Die Freude des auferstandenen Herrn sei mit euch« eröffnete Pfarrer Werner Lütkefend die Eucharistiefeier zur Gold- und Diamantkommunion.

Neun Jungen und sechs Mädchen waren im Register der Neukommunikanten am Weißen Sonntag des Jahres 1958 verzeichnet, berichtete der Geistliche. Zehn Jahre darauf waren es 1968 sogar 13 Jungen und acht Mädchen, die in Natzungen zum Tisch des Herrn gingen. »Dieser Tag soll für sie ein froher Tag werden. Er ist aber auch ein Tag der Besinnung. Wir besinnen uns auf das Veränderliche und Unveränderliche; auf das, was vergeht, und das, was bleibt«, sagte Lütkefend zu den Jubelkommunikanten und anderen Besuchern.

»Sie gehen in der Erinnerung 50 oder 60 Jahre zurück, weit in die Anfänge ihres persönlichen Christentums. Später wird bei vielen aus diesem Glaubenserlebnis Routine, oft kommen Zweifel auf. Zweifel müssen nicht im Widerspruch zum Glauben stehen«, machte Pfarrer Werner Lütkefend im Bezug zum Tages-Evangelium deutlich. »Auch der Glaubende darf Zweifel haben, er sollte sich aber um Aufklärung bemühen«, sagte er.

Im Pfarrheim wurden alte Erinnerungen geweckt

Dabei stellte er die Frage in den Raum: »Wie wichtig ist der Glaube in meinem Leben?« Musikalisch umrahmt wurde das Festamt vom Organisten Stanislaw Kuchczynki und seiner Schola. Nach der feierlichen Messe wurde die Jubelfeier mit einem Mittagessen im Pfarrheim fortgesetzt. Friederike Lotze und Rita Lotze hatten hierbei die Organisation übernommen.

Im schmuck hergerichteten Pfarrheim hatte Rita Lotze auch umfangreiches Bild- und Textmaterial ausgestellt: So waren die alte Chronik, das Buch »Natzungen 1036-1986«, die Bildnachlese der 950-Jahr-Feier, veröffentlichte Natzunger Erzählungen zur Kommunion, Advents- und Weihnachtszeit, Bilder von früheren Erstkommunionen, den Baumaßnahmen an Kirche und Pfarrheim und ein Ordner über die Kirchengemeinde ausgelegt worden.

Darin konnten die Jubilare stöbern und die vergangenen Jahrzehnte der Gemeinde und Kirche nachvollziehen. Natürlich wurde auch die eigene Erstkommunionfeier wieder lebhaft in Erinnerung gerufen.

So waren die Diamantjubilare am 13. April 1958 zum ersten Mal zum Tisch des Herrn gegangen. Neben den Eltern wurden sie von Lehrerin Maria Eike und insbesondere von Pfarrer Meinolf Kämper auf die heilige Kommunion vorbereitet. In den sonntäglichen Andachten wurde in der Vorbereitung das Wissen im Glauben abgefragt.

Besteigung des Kirchenturms stand auf dem Programm

Das feierliche Hochamt zur ersten heiligen Kommunion, zu dem die Kinder von »Engelchen« begleitet wurden, war für alle ein Hochgefühl, erinnern sich Jubelkommunikanten des Kommunionjahrgangs 1958. Es endete mit dem Lied »Fest soll mein Taufbund immer stehn«, das auch heute noch fester Bestandteil der Erstkommunionmesse ist.

Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand Reimund Tewes war dann vor dem Kaffeetrinken noch eine Kirchenbesichtigung. Dabei konnte der Kirchenführer seine umfangreichen Kenntnisse zu Gehör bringen. Auch eine Besteigung des Kirchenturms mit seinem Geläut stand dabei auf dem Programm und einige erinnerten sich noch lebhaft daran, wie sie dort früher als Messdiener, Handwerker oder Kirchenküster gewirkt hatten.

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