Gabriele Ungerland verlässt den Kindergarten St. Nikolaus Natzungen Abschied nach 27 Jahren

Natzungen (WB). Abschied nehmen hieß es nun in der Kita Natzungen von Gabriele Ungerland. Nach gut 27 Jahren Arbeit im Kindergarten St. Nikolaus Natzungen ist dort »Frau Ungerland«, wie sie bei den Kindern heißt, in den verdienten Ruhestand getreten.

Von August Wilhelms
Eine schöne Feier bereiteten die Jungen und Mädchen, darunter auch Enkelkind Jana (rechts neben ihrer Oma) zum Abschied von Gabriele Ungerland an ihrem letzten Arbeitstag in der Kita St. Nikolaus Natzungen.
Eine schöne Feier bereiteten die Jungen und Mädchen, darunter auch Enkelkind Jana (rechts neben ihrer Oma) zum Abschied von Gabriele Ungerland an ihrem letzten Arbeitstag in der Kita St. Nikolaus Natzungen. Foto: August Wilhelms

»Immer mit Herzblut dabei«

»Nimm Dir Zeit, für die Dinge, die Dich glücklich machen« war einer der Wünsche, die der pädagogische Leiter der Katholischen Kindertageseinrichtungen im Hochstift Paderborn, Markus Heßbrügge, bei der Verabschiedungsfeier in seinem Gedicht formuliert hatte. Damit meinte er sicherlich nicht zuletzt auch Ungerlands drei Enkelkinder. Seitens des Gemeindeverbands als Trägers des Kindergartens sprach Heßbrügge seinen Dank an die Erzieherin aus.

Auch im Namen der ebenfalls anwesenden Gäste Vikar Douglas Peter Cheruvathoor, des geschäftsführenden Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Markus Tewes, und Franz-Josef Meyer vom Pfarrgemeinderat richtete die Kita-Leiterin Ludgera Hartung den Dank an ihre langjährige Kollegin.

»Du warst immer mit Herzblut und voller Tatendrang bei der Sache. Ich bin mir sicher, dass du eine sehr schöne Zeit vor dir hast«, sagte sie. »Wir wünschen dir für noch lange Zeit, behalte deinen Frohsinn und deine Freundlichkeit.«

Bei allen sehr beliebt

Gabriele Ungerland ist seit August 1990 ein fester Bestandteil des Natzunger Kindergartens. Damals wurde sie für Ruth Tewes eingestellt, die zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand trat.

Tewes war nun bei der Verabschiedung ebenfalls anwesend. In den zwei Gruppen des Kindergartens wurden 1990 noch jeweils 25 Kinder betreut. Als Helferin hat Ungerland in der Gruppenleitung die pädagogische Arbeit unterstützt.

Durch ihre zupackende Art und ihre vielseitigen Fähigkeiten war Gabriele Ungerland in all den Jahren eine nicht wegzudenkende Kraft, die zudem wegen ihrer Herzlichkeit bei allen sehr beliebt war.

Aufgabenfeld hat sich verändert

Im Laufe der Jahre hatte sich Ungerlands Aufgabenfeld verändert. Als Ergänzungskraft, wie ihre Bezeichnung nun lautete, war die pädagogische Arbeit immer mehr in den Vordergrund gerückt.

In der Kita werden heute in einer Gruppe 17 Kinder betreut. Darunter sind auch fünf U3-Kinder. Einschließlich der Praktikanten und Teilzeitkräfte sind acht Personen in der Einrichtung beschäftigt.

Kinder gestalten Abschiedsfeier

An Ungerlands letztem Arbeitstag hatten ihr die Kinder eine schöne Abschiedsfeier bereitet. Die Jungen und Mädchen spielten das Märchen vom Kasper in der Mausefalle vor, das sie ihnen oft und gerne erzählt hatte.

Auch das Lied »Wer will eine fleißige Frau Ungerland sehen, der muss in den Kindergarten gehen« wird die scheidende Kita-Mitarbeiterin gerührt haben. Bei diesem Lied wurden Tätigkeiten wie Backen, Basteln und anderes aufgeführt, mit denen Gabriele Ungerland die Kleinen immer begeistern konnte.

Von den Kindern gab es auch Abschiedsgeschenke. Ein Regenschirm, der mit den Handabdrücken der Kinder gestaltet wurde, soll die Ruheständlerin fortan bei jedem Wetter schützen. Zudem überreichten die Kinder gebastelte Herzen. Auf diesen hatten sie von ihren Eltern Wünsche aufschreiben lassen, die sie »Frau Ungerland« mit auf den Weg geben wollten.

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