Preisträger des Kreiswettbewerbes »Unser Dorf hat Zukunft« stehen fest Körbecke und Niesen vorn

Borgentreich/Willebadessen (WB). Körbecke und Niesen sind die Gewinner des Kreiswettbewerbes »Unser Dorf hat Zukunft«. Das hat Hans-Werner Gorzolka, Sprecher der Bewertungskommission, in Brakel bekannt gegeben.

Von Frank Spiegel, Daniel Lüns und Michaela Weiße
Die Katholische Kirche St. Blasius prägt das Ortsbild der Borgentreicher Ortschaft Körbecke.
Die Katholische Kirche St. Blasius prägt das Ortsbild der Borgentreicher Ortschaft Körbecke. Foto: Michaela Weiße

Die beiden Erstplatzierten erhalten jeweils 2000 Euro Preisgeld. Körbecke hat neben seiner reizvollen Lage inklusive einem dort nistenden Storchenpaar nach den Ausführungen Gorzolkas vor allem auch durch die Klangwerkstatt punkten können.

Körbecke bereits zum dritten Mal Kreissieger

Auch die geplante Umnutzung der ehemaligen Volksbank als Pfarrheim hat den Mitglieder ebenso gut gefallen wie die Tatsache, dass das Feuerwehrgerätehaus in Eigenleistung saniert wurde.

Im privaten Bereich hob Gorzolka die denkmalgerechte Renovierung eines dorfbildprägenden Gebäudes hervor. Positiv fiel auch das gedeihliche Nebeneinander von konventioneller und biologischer Landwirtschaft in Körbecke auf.

»Ich bin sehr stolz, dass wir gewonnen haben«, sagte Bernhard Redeker, der sich als Ortsvorsteher von Körbecke bereits zum zweiten Mal, nach 1998, über den Gewinn des Kreiswettbewerbs freuen darf. »Hier im Ort wird viel gemacht. Die Vereine ziehen an einem Strang«, lobte Redeker.

Niesen punktet mit gut vorbereiteter Präsentation

Unter anderem mit einer nach Aussage von Hans-Werner Gorzolka sehr gut vorbereiteten Präsentation punkten konnte Niesen. Gefallen hat hier auc

Das Schloss Niesen liegt mitten im Grünen. Foto: Daniel Lüns

h die Umnutzung eines ehemals landwirtschaftlichen Betriebes in einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb.

Hinzu komme der reizvolle Baumbestand, auch im Bereich von Schloss und Kapelle. »Überzeugt hat uns auch die dorfgerechte Gestaltung aller Straßenräume«, berichtete Gorzolka. Für Niesen habe auch eine Fülle von Aktivitäten, unter anderem im Kirchenraum, sowie ein überzeugendes Sportangebot gesprochen.

»Super, ich habe mich sehr gefreut«, sagt Markus Hagemann, Ortsbürgermeister von Niesen. Er hat auch schon eine Idee, wie das Preisgeld verwendet werden könnte: Es sei angedacht, im Rahmen von IKEK eine alte Scheune abzureißen und dort einen Dorfgemeinschaftsplatz zu errichten.

Weitere Orte erhalten Geldpreise

Lütgeneder und Nörde gewannen den mit 1500 Euro dotierten zweiten Preis. Mit 1000 Euro werden Borgholz, Bühne, Eissen und Gerlinghausen belohnt. Sie bekamen den dritten Preis. Übergeben werden die Preise am Mittwoch, 5. Juli, um 17 Uhr in Körbecke – hier hat ein Münzwurf entschieden.

»Auch wer keinen Preis gewonnen hat, ist keinesfalls ein Verlierer«, betonte Gorzolka. »Die Dörfer haben verstanden, dass es nicht mehr um das schöner werden, sondern um das Zukunft haben geht«, erklärte er mit Blick auf den einstigen Namen des Wettbewerbes »Unser Dorf soll schöner werden«.

Verstärkt sei zu beobachten, dass in Dörfern an Projekten gearbeitet werde, an die man sich nicht viele Jahre binden muss. »So lassen sich Menschen leichter motivieren«, meinte er. Mit Blick auf IKEK- und Leader-Projekte sei es aber wichtig, dass diese nicht nur geplant würden: »Es muss sich auch etwas tun – sonst verlieren wir die Ehrenamtlichen«.

Sonderpreise

Eine Geldprämie von 300 Euro für besondere Gemeinschaftsleistungen haben folgende Ortschaften erhalten: Ikenhausen (Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen), Schweckhausen und Borgentreich (beide für Baugestaltung und Entwicklung) sowie Helmern und Rösebeck (beide für Soziales und kulturelles Leben).

Ebenfalls eine Geldprämie von 300 Euro haben folgende Organisationen im Bewertungsbereich »Soziales und kulturelles Leben« erhalten: die Flüchtlingshilfe aus Bonenburg, die AWO aus Peckelsheim sowie die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) aus Nörde.

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