Drankhäuser feiern am Wochenende 800-jähriges Jubiläum Eberesche ziert den Dorfplatz

Borgentreich-Drankhausen (WB/auwi). Wenige Tage vor den Feierlichkeiten zum 800-jährigen Dorfjubiläum haben die Drankhäuser am Samstag eine fünf Meter hohe Eberesche gepflanzt. Sie steht in der Ortsmitte in der Nähe des Glockenturmes.

Anlässlich des 800-jährigen Dorfjubiläums haben die Drankhäuser eine Eberesche neben ihrem Glockenturm gepflanzt: Mit dabei waren (von links) Christel Reitemeyer, Ortsvorsteher August Reitemeyer, Christa Thews, Reinhard Pfeiffer, Loni Blume, Angelika Pfeiffer, Irmgard Kohlisch, Ortsheimatpfleger Siegfried Thews, Rudi Kohlisch, Sebastian Götte, Rudolf Goldnik, Ludwig Blume, Andreas Goldnik, Willi Blume, Joachim Götte sowie vorne die Kinder Mara Lüttich, Noel Lüttich und Denny Himmelmann.
Anlässlich des 800-jährigen Dorfjubiläums haben die Drankhäuser eine Eberesche neben ihrem Glockenturm gepflanzt: Mit dabei waren (von links) Christel Reitemeyer, Ortsvorsteher August Reitemeyer, Christa Thews, Reinhard Pfeiffer, Loni Blume, Angelika Pfeiffer, Irmgard Kohlisch, Ortsheimatpfleger Siegfried Thews, Rudi Kohlisch, Sebastian Götte, Rudolf Goldnik, Ludwig Blume, Andreas Goldnik, Willi Blume, Joachim Götte sowie vorne die Kinder Mara Lüttich, Noel Lüttich und Denny Himmelmann. Foto: August Wilhelms

Die wild gewachsene Eberesche entstammt dem heimischen Waldgebiet »Bannenberg« und soll in verschiedener Hinsicht Symbolcharakter haben, erklärt Ortsheimatpfleger Siegfried Thews. Wild gewachsen, da Drankhausen »aus wilden Wurzeln« entstanden sei, deutet der Ortsheimatpfleger. Eine Eberesche sei gewählt worden, weil die erste namentlich erwähnte Person von Drankhausen »Everhardus«, also Eberhard hieß. Dieser Everhardus war am Johannistag, dem 24. Juni 1215, bei der Beurkundung in Helmarshausen als Zeuge zugegen. Bei der Beurkundung ging es um die Einrichtung einens Hofverbandes in Schweckhausen.

Drankhausen sei aber wesentlich älter, was sich auch aus Helmarshausener Urkunden nachweisen lasse, so Siegfried Thews, der viele Stunden in den Archiven nachgeforscht hat. Eine weitere Anlehnung an das Pflanzdatum »Johannistag« fand Thews an die Johanniskirche auf dem Krukenberg in Helmarshausen gegeben.

Das Festprogramm

Zum Dorfjubiläum am kommenden Wochenende, 2. und 3. Juli, lädt Ortsvorsteher August Reitemeyer alle Gäste aus nah und fern nach Drankhausen ein. Der Festauftakt ist am Samstag um 15 Uhr beim Glockenturm mit der Begrüßung der Gäste sowie Kaffee und Kuchen. Dort wird Siegfried Thews auch die von ihm erstellte Chronik »Drankhausen« vorstellen. Interessenten der Chronik können sich an den Ortsvorsteher August Reitemeyer wenden.

Um 19 Uhr ist dann Treffen beim Glockenturm. Von hier wird mit dem Spielmannszug Natzungen zum Ehrenmal marschiert, wo dann Pfarrer Werner Lütkefend die vom Gesangverein »Concordia« Natzungen mitgestaltete heilige Messe zelebriert. Bei der Messfeier wird Pfarrer Lütkefend auch die nach dem Vorbild des Originals erstellte neue Kriegerfahne der Schützenbruderschaft weihen. Die Aufschrift darauf lautet »Krieger-Verein 1878 Natzungen Drankhausen«.

Bei schlechtem Wetter ist die Eucharistiefeier in der Scheune des Hofes Reitemeyer, wo anschließend auch das gemütliche Beisammensein ist. »Weil die deutsche Fußballnationalmannschaft am Samstag das EM-Viertelfinale bestreitet, wird auch ein Fernseher aufgestellt«, versichert Ortsvorsteher August Reitemeyer.

Am Sonntag ist von 11 Uhr an Frühschoppen auf dem Hof gegenüber des Glockenturms. Dann wird der Musikverein Auenhausen für die musikalische Gestaltung des Tages sorgen.

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