Tietelser Jungbauer Janek Güthoff belegt mit seinem Foto bei Instagram-Umfrage zweiten Platz
So gut wie sein Team

Beverungen-Tietelsen -

Von seinen Limousin-Rindern und Kühen ist Jungbauer Janek Güthoff aus Tietelsen angetan. Nicht nur er, sondern auch der landwirtschaftliche Nachwuchs in Westfalen-Lippe. Mit seinem Foto, Janek mit den Tieren und dem Spruch „Der Chef ist nur so gut wie sein Team“, hat er bei einer Umfrage den zweiten Platz gemacht.

Mittwoch, 03.02.2021, 05:01 Uhr aktualisiert: 03.02.2021, 11:50 Uhr
„Der Chef ist nur so gut wie sein Team“: Tietelser Jungbauer Janek Güthoff kommt mit seinem Foto an. Foto: WLF

Abgestimmt hat das Junglandwirteforum des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) auf Instagram. „Die Kombination von einem flotten Spruch und die Aussagekraft des Fotos sind prima und haben überzeugt“, sagt Nicole Borgschulte, Sprecherin des OWL-Junglandwirteforums. Das Foto zeige seine Leidenschaft zu seinem Beruf, seine Liebe zu den Tieren, das Miteinander. „Er ist mit Hand und Herz dabei“, so die 26-jährige Borgschulte.

Janek kann das nur bestätigen: „Ich freue mich jedes Mal aufs Neue, wenn ich die Tiere sehe und es allen miteinander gut geht“, schwärmt der 21-jährige Jungbauer.

Sein Motiv ist für einen Bildkommunikations-Wettbewerb an seiner Schule, der Fachschule für Agrarwirtschaft, gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Bezirksverband Ostwestfalen-Lippe im Sommer 2020 entstanden. Er hat den zweiten Preis gewonnen. Nicole Borgschulte war Jurymitglied und berichtet, dass von den insgesamt acht Siegerfotos des Wettbewerbs Plakate entwickelt worden seien. Alle Motive, mit einem peppigen Spruch versehen, werden dann ab Frühjahr in der Region zu sehen sein.

Janeks Eltern haben zu Hause einen Nebenerwerbsbetrieb mit Ackerbau und Viehzucht. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Hühner-Haltung. Doch die Limousins haben es Janek persönlich angetan. Limousin ist eine Rinderrasse, die ursprünglich aus der gleichnamigen Region in Zentral-Frankreich stammt. Die Tiere sind vom Charakter sehr ruhig und ausgeglichen. Er mag die Rinder und Kühe, es sind seine Lieblinge. Sie sind von Mai bis Oktober auf der Weide. „Wir sind ein Team und jedes Tier hat seinen eigenen Charakter“, sagt Janek. Weil sie auf der Wiese so viel Platz haben, seien sie anfangs scheu. „Aber im Laufe der Zeit gewöhnen wir uns aneinander und sie werden immer zutraulicher“, berichtet Janek. Darum findet er auch den Spruch: „Der Chef ist nur so gut wie sein Team“ passend. Dies sei ja mit einem Augenzwinkern versehen und solle zum Schmunzeln anregen. „Aber es ist viel Wahres dran.“

Als Janek überlegte, welcher Titel zu seinem Siegerfoto für das Plakat treffend sei, kam ihm der Ausspruch in den Sinn. Das Zitat aus der Jobwelt treffe doch auch für andere Bereiche zu: im Mitmenschlichen, im Persönlichen generell und auch im Umgang mit den Tieren. „Nur miteinander und wertschätzend fühlen sich alle wohl. Und nur dann können wir alle gemeinsam viel bewirken“, beschreibt Janek.

Die Tiere sind seine Leidenschaft. Doch nicht nur sie: So viel Zeit an der frischen Luft verbringen zu dürfen und jede Wetterlage hautnah mitzubekommen, das alles macht für ihn den Beruf des Landwirts aus. „Es ist nie langweilig, täglich gibt es doch immer etwas Anderes.“ Er ist Bauer mit Herzblut. Dies ist über ihn auch auf der Verbandsseite www.wlv.de zu lesen.

Weniger Freude mache ihm aber der oft einseitige Blick auf die Landwirtschaft. „Wir Bauern denken doch langfristig in Generationen“, erläutert der junge Landwirt. „Wir wissen um unsere Verantwortung für Tier, Mensch und Natur.“ Ihm ist es ein Anliegen zu erklären, wie „wir arbeiten, uns um unsere Tiere kümmern und auf dem Hof leben und wirtschaften“.

Die Öffentlichkeitsarbeit sei dem Berufsstand und dem landwirtschaftlichen Nachwuchs enorm wichtig: „Wir wissen und haben verstanden, dass wir ohne gesellschaftliche Akzeptanz keine Zukunft haben“, unterstreicht der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter, Antonius Tillman. „Wir haben Verständnis dafür, dass mit weiterer Entfernung von der Landwirtschaft, von der Erzeugung der Lebensmittel, die Verbraucher dieses Wissen nicht mehr so präsent haben. Wir möchten erklären und aufklären.“ Und hier gebe es viele Möglichkeiten und Wege. Jeder könne sich einbringen – ob in der Kommunikation zum Verbraucher, zu den Schulen, Kindergärten, in der Kommunalpolitik, in den sozialen Medien oder im direkten Dialog, erläutert Tillmann: „Für mehr gesellschaftliches Verständnis und Miteinander, für einen wunderschönen Beruf und für eine Zukunft in der Landwirtschaft.“

Alle aktuellen Plakate des Landwirtschaftlichen Bezirksverbandes OWL sind zu sehen und zu bestellen unter www.wlv.de/generation-zukunft/ .

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