Förderung der Stiftung Atomerbe
Würgassen: Plakataktion der BI

Würgassen -

Der Verein Atomfreies 3-Ländereck gehört zu den ersten Initiativen, die eine projektbezogene Förderung von der Stiftung Atomerbe (www.stiftung-atomerbe.de) erhalten.

Samstag, 16.01.2021, 08:25 Uhr aktualisiert: 16.01.2021, 08:30 Uhr
Heinrich Wenisch und Edith Götz an einem der neuen Plakate in Lauenförde. Foto: privat

„Wir haben daraufhin entschieden, die Förderung besonders öffentlichkeitswirksam zu verwenden, und den Blick besonders auf den Aspekt der Logistik und die mutmaßlichen Transportrouten zu lenken, um diese ins Bewusstsein der betroffenen ortsansässigen Bürger der jeweiligen Ortschaften in der Region zu bringen“, erklärt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Edith Götz aus Lauenförde.

„Würgassen wurde in einem fragwürdigen Auswahlverfahren zur Drehscheibe für den gesamten schwach- und mittelradioaktiven Atommüll Deutschlands bestimmt. Ein ungeeigneter Standort in einer der verkehrsmäßig am schlechtesten ausgebauten Regionen Deutschlands für ein Logistikprojekt mit derartigen Ausmaßen, zudem 132 Kilometer entfernt zum geplanten Einlagerungsort Schacht Konrad. Spötter sprechen sogar vom ‚größten Autobahnring Deutschlands‘ mit maximaler Entfernung zu allen Autobahnanschlüssen über kurvige, schlecht ausgebaute Straßen, enge Brückenunterführungen durch zahlreiche Ortschaften direkt vorbei an den Häusern zigtausender Anwohner“, sagt Vorstandsmitglied Heinrich Wenisch. Vielen Betroffen seien wahrscheinlich die Ausmaße und die persönliche Betroffenheit noch gar nicht bewusst.

„Wir haben dazu eine auffällige Plakatierung entworfen und produzieren lassen, durch die wir entlang dieser mutmaßlichen Transportstrecken den Fokus der breiten Öffentlichkeit auch optisch einerseits auf die zum Teil mangelhafte Infrastruktur und zum anderen auf die immense Zahl an zusätzlichen Atomtransporten lenken möchten, die 30 Jahre lang durch unsere Dörfer rollen sollen und die Region und Umwelt durch Millionen zusätzliche Transportkilometer belasten würden. Dadurch möchten wir auch weitere Mitstreiter motivieren, sich am Widerstand gegen das geplante Bereitstellungslager zu beteiligen“, so Edith Götz.

„Im Namen des gesamten Vereins bedanken wir uns bei bei der Stiftung Atomerbe für die Unterstützung unserer Vorstandsarbeit.“

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