Ruhepark in Dalhausen nimmt langsam Gestalt an
Friedhofskultur sichtbar machen

Dalhausen (WB). Im April 2018 hatte der Bezirksausschuss Dalhausen entschieden, die Umgestaltung des alten Friedhofes im Ortskern anzugehen. Arbeitseinsatz um Arbeitseinsatz entsteht nach und nach ein Park – so wie es schon im Rahmen der kommunalen Neugliederung (1970) zwischen der Gemeinde Dalhausen und der Stadt Beverungen vertraglich vereinbart wurde.

Mittwoch, 28.10.2020, 05:22 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 05:30 Uhr
Der scheidende Bezirksausschussvorsitzende Bernhard Villmer (rechts) sowie Karl Oswald Hugenbruch und Manfred Dierkes (zweiter und dritter von links) sind die Initiatoren der Umgestaltung. Bei der Umsetzung helfen Kegelbrüder Villmers. Foto: Alexandra Rüther

Grabsteine entfernt

„Damals wurden nach und nach die alten Grabsteine entfernt – nicht immer ohne Diskussionen und Probleme“, wie Ortschronist Manfred Dierkes jetzt bei einem Termin vor Ort erklärte. Ihm ist es ein Anliegen, auf dem Areal die Friedhofskultur des vergangenen Jahrhunderts darzustellen. Dazu hat er einige der Grabsteine, die von den Angehörigen der Verstorbenen entfernt werden mussten, gesichert und aufbewahrt. Bei der Auswahl der Steine sei es nie um Namen gegangen, betont Dierkes. Vielmehr habe der Fokus auf den Steinen selbst gelegen, auf Form und Material. So stehen Natursteine, solche aus Waschbeton, halb runde und spitze Steine jetzt in einer kleinen Gruppe in einer Ecke des Parks, um beim jüngsten Arbeitseinsatz am Dienstag um einen Grabstein mehr erweitert zu werden. Die Steine, die gründlich gereinigt wurden, werden auf einem Beton-Fundament befestigt. So bleibe die Fläche pflegeleicht.

Kegelclub packt an

Zum Anpacken konnte der scheidende Bezirksausschussvorsitzender Bernhard Villmer einmal mehr seinen Kegelclub gewinnen. Neben ihm sind das Franz-Josef Kahl, Günter Rose, Wilfried Köster, Hans-Josef Vieth, Hans Spindler, Willi Böker und Friedhelm Brümmer. „Seit Jahren stellen wir die Mittel, die wir vom Rat der Stadt für den Bezirksausschuss zur Verfügung gestellt bekommen, für diese Aktion zur Verfügung“, sagt Villmer und hofft, dass der neue Bezirksausschuss das ebenso handhaben wird. Bisher habe die Stadt dort noch kein Geld ausgeben müssen. Für den nächsten Haushalt sollen allerdings Mittel angemeldet werden, um die Wege zu erneuern. Neben den Ausschussmitteln sind es vor allem Spenden, die bisher eingesetzt wurden. Außerdem hat das Land über das Förderprogramm „Heimatscheck“ 2000 Euro zur Verfügung gestellt.

Hugenbruch gibt den Ton an

Bei der Umwandlung des Friedhofes, auf dem es 1976 die letzte Bestattung gegeben hat, gibt Karl-Oswald Hugenbruch den Ton an. Der „Ur-Dalhäuser“ ist Architekt und hat die Umgestaltung geplant. Zwei Linden, die bereits gepflanzt wurden, hat er gespendet. Nach seinem Plan sollen die Alleebäume noch entfernt werden, zwei Kastanien sind schon weg. Dort, wo sich die zwei Wege jetzt kreuzen, soll ein Rondell entstehen, eventuell als Blühfläche. Die am Kopfende befindlichen Gräber werden erhalten. Es sind die der Pastöre Schomberg und Behre, des Lehrers Amsel Kunze sowie des Ehrenbürgers Karl Deppe. Auch das Grab eines polnischen Zwangsarbeiters, der während des Krieges in Bustollen verunglückt ist, soll unberührt bleiben.

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