Würgassen: erstes 200-Liter-Fass in Konrad-Container verpackt – Rückbau bis 2029
Atom-Abfälle werden ausgelagert

Würgassen (WB). Die Preussen Elektra GmbH kann mit der Auslagerung der noch innerhalb des Kraftwerks in Würgassen lagernden schwach- und mittelradioaktiven Abfälle beginnen: Ende September erteilte die atomrechtliche Aufsichtsbehörde – das Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) – die erforderliche Zustimmung.

Donnerstag, 08.10.2020, 02:00 Uhr
10.000 Fässer mit mittel- und schwachradioaktivem Schutt lagern zurzeit im Reaktorgebäude und in einer Lagerhalle, die abgerissen wird. Foto: KKW Würgassen

In Konrad-Container gepackt

Dementsprechend wurde noch im September das erste 200-Liter-Fass mit radioaktiven Abfällen aus seiner Lagerposition entnommen und in einen Konrad-Container verpackt, teilt das Unternehmen jetzt mit. Die insgesamt etwa 3000 Abfallgebinde werden in drei Entsorgungskampagnen aus dem Zwischenlager, das sich im Gebäude des ehemaligen unabhängigen Nachkühlsystems (UNS) befindet, ausgelagert, dort in geeignete Endlagerbehälter verpackt und im Werkstattgebäude für den Transport bereitgestellt. Die Auslagerung aller Gebinde wird nach Angaben von Preussen Elektra etwa sechs Jahre dauern.

„Jetzt kommen wir beim Rückbau des Kernkraftwerks Würgassen in die letzte Phase“, so Dr. Guido Knott, der für den Rückbau zuständige vorsitzende Geschäftsführer der Preussen Elektra: „Wenn das Lager geräumt ist, können wir mit dem Abbruch des Gebäudes beginnen. Den vollständigen Rückbau der Anlage wollen wir bis 2029 umsetzen.“

Abfälle maximal ein Jahr in Werkstattgebäude

Die radioaktiven Abfälle verbleiben maximal ein Jahr im ehemaligen Werkstattgebäude, das zur Transportbereitstellung entsprechend umgebaut wurde. Anschließend werden die Behälter an einen externen Zwischenlagerstandort verbracht.

Das Kernkraftwerk Würgassen wurde von 1971 bis 1994 betrieben. Am 14. April 1997 wurde der Siedewasserreaktor aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Der nukleare Rückbau wurde im August 2014 erfolgreich abgeschlossen. Das Kraftwerk gehörte zu den ersten kommerziell genutzten Kernkraftwerken in Deutschland und hatte eine elektrische Leistung von 672 MW brutto. Derzeit sind am Standort 17 Mitarbeiter beschäftigt.

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