700 Meter langer Weg an der Weser bei Beverungen-Herstelle ist fertig
Sicher unterwegs auf dem Radweg

Beverungen (WB). Die enge Bundesstraße 83 ist schon für alle Auto- und Brummifahrer in der Ortschaft Herstelle eine große Herausforderung und verlangt den Verkehrsteilnehmern echte „Slalom-Qualitäten“ ab. Wer sich da auch noch als Fahrradfahrer sicher durchschlängeln will, der hat es richtig schwer.

Freitag, 10.07.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 10.07.2020, 14:40 Uhr
Ludger Haneke (links) vom Bezirksausschuss Herstelle und Bürgermeister Hubertus Grimm (rechts) freuen sich mit den Firmen über die Fertigstellung. Foto: Harald Iding

Dank einer Investition von mehr als einer halben Million Euro und der Zusammenarbeit von Stadt Beverungen, dem Landesbetrieb Straßen NRW und den beteiligten Baufirmen ist Abhilfe geschaffen worden. Bürgermeister Hubertus Grimm dankte allen Beteiligten: „Ab Samstag, 11. Juli, können Radfahrer und Fußgänger nun endlich in Herstelle den Weg zwischen Dampferanleger und Ortsausgang in Richtung Bad Karlshafen direkt an der Weser entlang nutzen!“

Mit der Sanierung einer Stützmauer sei das letzte große Hindernis beseitigt worden. Jetzt fehle zwar noch ein Metall-Geländer, doch auch dieses ist bereits beauftragt (der örtliche Meisterbetrieb „Kronenberg“ von Christian Frewer stellt es her) und soll in Kürze installiert werden. Bis dahin sorge ein Provisorium für die notwendige Sicherheit. Es gibt eine Besonderheit: Vom Fähranleger aus sind die ersten 50 Meter wegen der Sicht- und Platzverhältnisse in Abstimmung mit der zuständigen Verkehrsbehörde als Fußweg ausgewiesen. Zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer müssten die Fahrräder auf diesem Stück unbedingt geschoben werden. Eine entsprechende Beschilderung sei auf diesem Teilabschnitt im Bereich des Fähranlegers installiert.

Kosten hat der Bund übernommen

Grimm: „Der Abschnitt wurde als bundesstraßenbegleitender Radweg angelegt und vom Bund bezahlt. Die Gesamtkosten (Bau- und Planungskosten ab der Ausführungsphase), die der Bund voll übernommen hat, belaufen sich auf 530.000 Euro. Der Landesbetrieb Straßen NRW hatte die erste Planung erstellt sowie die vorbereitenden Gespräche unter anderem zum Grunderwerb geführt.“

Die Stadt Beverungen habe anschließend die Planungen mit Hilfe des Büros Turk fortgeführt und die Durchführung der Baumaßnahme übernommen. Die heimischen Firmen Hake und Nolte haben schließlich den Radweg erstellt. Der neue Weg erfülle zukünftig zwei Funktionen: Zum einen führt er die Radfahrer, die entlang der Weser unterwegs sind, nun direkt am Wasser entlang zum Ortsausgang in Herstelle, so dass Radfahrer die gefährliche Ortsdurchfahrt mit den parkenden Fahrzeugen und unübersichtlichen Verkehrsverhältnissen meiden können.

Die ersten 50 Meter nur Fußweg

Zum anderen freuen sich die Hersteller darauf, diesen Weg als Spazierweg für Ortsrundgänge nutzen zu können. Einer von den Fans dieses Weges ist der Vorsitzende des Bezirksausschusses Herstelle, Ludger Haneke. Gemeinsam mit Grimm und den beteiligten Firmen gab er den Weg für die Nutzung frei. Der 64-Jährige verriet dem WESTFALEN-BLATT: „Ich fuhr schon als junger Bursche 1972 jeden Morgen auf dem alten Weg von Herstelle nach Bad Karlshafen – dort hatte ich eine Ausbildungsstelle in einer Bank.“ Es könnte sogar sein, dass sich noch etwas Pflasterung von damals in rund 1,5 Meter Tiefe befände. Aber so tief wurde der Boden dort jetzt nicht abgetragen.

So ist also etwas Neues entstanden, das sich sehen lassen kann. Eckdaten: Die Radwegstrecke beträgt 700 Meter. Es wurden 2.500 Kubikmeter Boden abgefahren, 3100 Tonnen Kalksteinschotter geliefert und 700 Tonnen Asphalt eingebaut sowie 2000 Quadratmeter Pflaster verlegt. Das Geländer wird 110 Meter lang sein.

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