Beverunger Freibad öffnete als erstes – Hygienekonzept geht auf
Badegäste fühlen sich sicher

Beverungen (WB). Der Himmel zeigt sich grau an diesem Morgen, der Mühlenberg ist wolkenverhangen, die Temperatur liegt bei 16 Grad. Doch vor dem Beverunger Freibad, der Batze, tummeln sich die ersten Schwimmbegeisterten und warten darauf, eingelassen zu werden. Pünktlich um 11 Uhr ist es soweit.

Mittwoch, 10.06.2020, 23:36 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 23:40 Uhr
Reinhard Biedermeier kommt jeden Tag in die Batze, findet die Regelungen in Ordnung und fühlt sich sicher. Foto: Alexandra Rüther

Am 21. Mai hat in Beverungen die Freibad-Saison begonnen. – Später als sonst, aber früher als irgendwo anders in der Region. „Bis zum 30. Mai waren wir das einzige Freibad weit und breit, das geöffnet hatte“, erzählt Schwimmmeister Alexander Klaus. „Es gab ja nur zwei Optionen“, sagt er über die Zeit davor: „Entweder, wir öffnen unter Auflagen oder wir öffnen gar nicht.“ Dementsprechend hatte der Meister für Bäderbetriebe zusammen mit Uwe Lippenmeyer von der Stadtverwaltung und seinem Bademeister-Kollegen Sebastian Mann das Bad „soweit vorbereitet“. Am 13. Mai kam dann die Erlaubnis vom Land, am 18. Mai grünes Licht aus dem Rathaus. „Innerhalb von drei Tagen haben wir dann ein Hygienekonzept erarbeitet, dem Kreis zur Genehmigung geschickt und umgesetzt“, berichtet Klaus. Am Tag der Eröffnung sei er sehr angespannt gewesen – wie würden die Badegäste auf die Vorschriften reagieren? Doch die Sorgen waren unbegründet. „Die Leute waren einfach nur froh, dass überhaupt geöffnet war und dass sie endlich wieder schwimmen können.“

Die Abstandsregeln gelten sowohl an Land als auch im Wasser, die Schwimmer ziehen keine Bahnen, sondern Kreise und in geschlossenen Räumen tragen sie Mundschutz. 300 Personen dürfen maximal zeitgleich im Bad sein. Kontrolliert wird das über Chips, die an der Kasse ausgegeben werden. „Wir hatten an einem der Pfingsttage mal 450 Besucher am Tag, das bedeutet etwa 150 Gäste zeitgleich“, erklärt Klaus, dass da durchaus noch Luft nach oben ist. Aber klar – die Attraktionen wie Rutsche, Strömungskanal oder Sprungturm sind geschlossen, „das, was eigentlich die Jugendlichen anzieht, und die fehlen“, sagt der Schwimmmeister, der trotzdem sehr zufrieden ist mit dem Badebetrieb unter Corona-Bedingungen. „Wir liegen selbst an Schlecht-Wetter-Tagen jenseits der 100 Besucher.“

Familien mit kleinen Kindern besuchen das Bad besonders gerne – und die vielen Stammgäste sowieso. Die kommen nicht nur aus Beverungen, sondern auch aus Höxter, Holzminden oder Paderborn. „Die Wassertemperatur ist einfach unschlagbar“, sagt eine Dame aus Stahle, die die Anfahrt deshalb gerne in Kauf nimmt. Die Batze wird von der Biogasanlage beheizt und hat eine Wassertemperatur von 27 Grad.

Reinhard Biedermeier ist Beverunger. Der 76-Jährige hat das Schwimmen noch in der Weser gelernt. „Aber seit es die Batze gibt, komme ich regelmäßig“, sagt er. Eine Stunde am Morgen sowieso und manchmal am Nachmittag noch einmal mit seiner Frau. Das Wetter ist ihm egal. Deshalb ist er so froh, dass er wieder regelmäßig abtauchen kann. „Das Hygienekonzept hier im Bad ist gut, ich fühle mich sicher.“

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