Muttertag 2020: Floristen gehen online neue Wege
Rosa verdrängt Rot

Beverungen (WB). Online-Bestellungen beim Floristen – Kathrin Frischemeyer geht davon aus, dass diese Möglichkeit, Blumen zu kaufen beziehungsweise zu verschenken, auch nach der Corona-Krise verstärkt genutzt wird. „Wir haben damit an Ostern gute Erfahrungen gemacht und setzen daher auch am Muttertag auf dieses Konzept“, sagt sie.

Freitag, 01.05.2020, 04:43 Uhr aktualisiert: 01.05.2020, 05:00 Uhr
Der Bestell- und Lieferdienst hat sich an Ostern bewährt. Deshalb wird Kathrin Frischemeyer auch am Muttertag unterwegs sein. Foto: Alexandra Rüther

Aufträge werden abgearbeitet

Auch die Beverunger Unternehmerin musste ihre Ladenlokale in Beverungen und Höxter aufgrund der Corona-Bestimmungen zunächst schließen. Als „Schockstarre“ bezeichnet sie diesen ersten Moment, gefolgt von jeder Menge Organisationsarbeit. Zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen habe sie sich bemüht, flexible Lösungen für jede einzelne zu finden: Urlaub, Überstundenabbau, Kurzarbeit. Ihr Geschäft in der Nicolaistraße in Höxter bleibt zunächst geschlossen. In der Stadt sei noch zu wenig los.

„Wir konzentrieren uns jetzt zunächst auf Beverungen, arbeiten hier die Aufträge ab – von Fleurop, privat und auch außerhalb der Kernöffnungszeiten von 8 bis 12 Uhr.“ Nach Absprache sei aber auch nachmittags immer jemand da. Mehr als zwei Kunden sollen sich nicht im Laden aufhalten. Sträuße würden möglichst nicht spontan gebunden, es stehe aber immer eine Auswahl bereit.

Frühzeitig bestellen

Für den Muttertag am 10. Mai erhofft sich Kathrin Frischemeyer von ihren Kunden die gleiche Reaktion wie zu Ostern – nämlich, dass sie vorbestellen. Sie ist telefonisch (05273/6799), per E-Mail (info@frischemeyer.de) oder WhatsApp (0151/54459301) jederzeit erreichbar. „Schön wäre es auch, wenn die Leute frühzeitig bestellen“, sagt Frischemeyer, um den Wareneinkauf dann besser darauf abstimmen zu können. Die bestellten Sträuße werden ausgeliefert, bezahlt wird per Direktüberweisung oder PayPal. Sie habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht. Die Bestellungen seien meist sehr unkompliziert. Beispiel: „Ich hätte gerne einen Strauß für meine Mutter.“ „Etwas Bestimmtes?“ „Nein, mach einfach was Frühlingshaftes.“

„Die Leute reagieren wunderbar“, sagt Kathrin Frischemeyer. Und bei der Auslieferung merke sie dann, dass vielen die sozialen Kontakte, der kurze „Small Talk“ fehlen. „Ich selber bin ja auch froh, dass ich jeden Morgen meinen Laden aufschließen kann und nicht zuhause sitzen muss.“ Sie ist sicher, dass es auch gesunde Betriebe treffen wird, sollten die Einschränkungen noch lange andauern. Jetzt gelte aber: weitermachen und positiv sein.

Muttertag-Trends

Der Muttertag folgt nicht unbedingt Trends. Er ist traditionell, Blumen wirken immer. Was die Farben angeht, wird das klassische Rot allerdings mittlerweile von Rosa abgelöst, es wirkt leichter und frischer. Übrigens haben sich Vorbestellungen für besondere Anlässe laut Kathrin Frischemeyer auch schon vor Corona immer mehr durchgesetzt. Für manche kommt der Muttertag allerdings immer noch und jedes Jahr wieder – ganz plötzlich.

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