Offene Betriebstür gewährt in Beverungen 275 Schülern Blicke in die Arbeitswelt
Hier haben Helden Chancen

Beverungen(WB). Vor Corina Warnecke sitzt ein gutes Dutzend Achtklässler. „Ich bin richtig froh, dass ihr hier seid“, sagt die Chefin eines ambulanten Pflegedienstes in Beverungen. Ihre Aufgabe: die jungen Leute von einer Ausbildung in einem Pflegeberuf zu überzeugen. Denn in kaum einer anderen Branche macht sich der Fachkräftemangel so eklatant bemerkbar. „Ich habe 48 Mitarbeiter und könnte sofort zehn weitere einstellen“, sagt Warnecke. Ein Schicksal, dass sie mit fast allen Pflegeeinrichtungen teilt.

Montag, 02.03.2020, 04:50 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 05:00 Uhr

Kampagne für Superhelden in Ausbildung

Um das zu ändern macht Warnecke mit anderen Unternehmen aus dem Gesundheitszentrum in Beverungen beim Tag der offenen Betriebstür mit. Insgesamt beteiligen sich daran 31 Unternehmen im Großraum Höxter/Holzminden. Das Konzept: Firmen stellen sich 275 Achtklässlern und deren Eltern vor. Zum einen, um den Schülern einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten zu geben, zum anderen auch, um die Fachkräfte von Morgen an die Region zu binden.

Junge Leute an die Region binden

Der Tag der offenen Betriebstür, den die Bildungsregion Kreis Höxter, das Innovationsnetzwerk Holzminden-Höxter und der Landkreis Holzminden gemeinsam organisieren, fand bereits zum dritten Mal statt. Bevor es am Samstagvormittag mit Bussen in die Betriebe ging, wurden die Teilnehmer in der Stadthalle Beverungen willkommen geheißen. Für den lockeren Einstieg in das Thema Berufsorientierung sorgte ein Theater-Sketch zum Thema Bewerbungsgespräch, den Jens Auberg (Arbeitsamt Holzminden) und Silke Markus (Jobcenter) vortrugen. Vorgestellt wurde anschließend die Superhelden-Kampagne , bei der Azubis selbst ihre Berufe auf einer Internetseite oder in der dazugehörigen Instagram-Story vorstellen. Die Kampagne entstand auf Initiative von örtlichen Unternehmen, um den Stellenwert der vielfältigen Karrierechancen mit einer Berufsausbildung in der Region sichtbar zu machen. Nach Einschätzung von Monika Grundke (Industrie- und Handelskammer) eine wirksame Möglichkeit, Auszubildende an die Region und an die Unternehmen zu binden. Einen wichtigen Tipp gab Beverungens Bürgermeister Hubertus Grimm den Schülern: „Macht wann immer ihr könnt, Praktika, gerne auch freiwillig in den Ferien, um Einblicke in möglichst viele Berufsfelder zu bekommen.” Manchmal helfe das auch, um Wünsche zu korrigieren.

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