Obstpresse in Amelunxen hat jetzt Hochkonjunktur
Ein echter »Saftladen«

Beverungen-Amelunxen (WB). Egal ob Apfel, Birne oder Traube – Wilhelm Güth macht alles zu Saft. Seit 1993 betreibt er mit seinem Team die Obstpresse in Amelunxen, einen echten Saftladen eben, der jetzt im Herbst Hochsaison hat.

Donnerstag, 03.10.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 03.10.2019, 18:00 Uhr
Hier muss jeder mit anfassen: Elias und Josef Nachbarschulte (von links) zu Besuch in der Obstpresse Amelunxen, die Wilhelm Güth schon seit 1993 betreibt. Foto: Devin Middeke

In der Streuobstmosterei in Amelunxen können die Kunden noch bis Mitte November ihre Äpfel, Birnen und andere Früchte zu Saft verarbeiten lassen. »Wichtig ist uns dabei, dass die Leute selbst mit anfassen, bei der Herstellung mithelfen und so sehen, wie ihre Nahrungsmittel hergestellt werden. Dabei ist uns die Qualität deutlich wichtiger als die Menge«, erzählt Wilhelm Güth.

Mit den Kunden habe das Team eine Beziehung auf Augenhöhe – Vertrauen und gegenseitiges Helfen gehöre dazu. So sind die Kunden neben dem Sortieren der Früchte auch dafür verantwortlich, die Flaschen zu zählen. Die Anzahl bestimmt anschließend den Preis. Das Angebot werde hauptsächlich von Familien genutzt und über die Jahre hinweg immer besser angenommen, wie Güth berichtet: »Auch Geburtstagsfeiern werden schon mal in die Obstpresse verlagert. Für viele ist das dann auch ein kleines Jahreshighlight.«

Dreiviertel Stunde Saftpressen

In der Regel kommen die Kunden mit etwa 100 Kilogramm Obst – für das Saftpressen selbst wird dann etwa eine dreiviertel Stunde benötigt. Natürlich sei die Auslastung der Mosterei immer stark von der Ernte abhängig. »So haben wir dieses Jahr aufgrund der Trockenheit einen eher geringen Ertrag an Fallobst in der Region, die übrigens die höchste Streuobstdichte in ganz Westfalen hat«, so Güth.

Die Regionalität ist dem Betreiber dabei äußerst wichtig, da hierdurch keine übermäßigen Transportwege entstehen und die Obstwiesen in der Umgebung erhalten werden können: »Das ist dann auch klimafreundlicher und gut für die Natur.«

Das Angebot des Saftpressens in Amelunxen nutzt auch das Weinhaus aus Corvey. »Seit ungefähr acht Jahren kommen wir einmal im Jahr persönlich vorbei, um den Traubensaft für unseren Wein zu pressen. Dieses Jahr ist die Qualität der Trauben besonders gut«, erzählt Michael Rindermann, Inhaber des Corveyer Weinhauses, der sich sehr glücklich schätzt über die regionale Zusammenarbeit mit der Obstmosterei in Amelunxen.

Neben dem Service-Angebot verkauft die Streuobstmosterei auch eigene Säfte ab Hof (Im Timpen 12 in Ottbergen) – und das auch außerhalb der Saison.

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