»Taste Hero«: Gründer machen Deal bei »Höhle der Löwen« In 15 Minuten ausverkauft

Beverungen (WB). Am Tag nach der Ausstrahlung der »Höhle der Löwen« steht bei Familie Schade in Beverungen das Telefon nicht still. »Alle gratulieren«, sagt Jana Schade. Am Dienstagabend haben sie, ihr Vater Jürgen und dessen Freund Thorsten Schäfer aus Lauenförde in der Vox-Gründershow bei Investor Ralf Dümmel 50.000 Euro für den »Taste Hero« abgesahnt.

Von Marius Thöne
Thorsten Schäfer (Mitte) aus Lauenförde präsentiert zusammen mit Jana und Jürgen Schade aus Beverungen »Taste Hero«, einen Flaschenaufsatz für PET und Glasflaschen, durch den Flaschenbier einen ebenso milden und frischen Geschmack erhält wie ein frisch vom Fass gezapftes Pils. Ob Investor und Löwen Nils Glagau (links) einen Unterschied schmeckt?
Thorsten Schäfer (Mitte) aus Lauenförde präsentiert zusammen mit Jana und Jürgen Schade aus Beverungen »Taste Hero«, einen Flaschenaufsatz für PET und Glasflaschen, durch den Flaschenbier einen ebenso milden und frischen Geschmack erhält wie ein frisch vom Fass gezapftes Pils. Ob Investor und Löwen Nils Glagau (links) einen Unterschied schmeckt? Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Schon Frühjahr aufgezeichnet

Aufgezeichnet worden ist die Sendung bereits im Frühjahr. »Mehr als ein halbes Jahr durften wir nicht darüber reden«, erzählt Jana Schade. Parallel zur Ausstrahlung am Dienstagabend ist dann auch die Vermarktungsmaschine angelaufen. Das Erfinder-Trio aus dem Weserberglang hatte beispielsweise noch am Dienstag einen Auftritt beim Verkaufssender QVC in Köln. Dort waren die 4000 mitgebrachten »Taste-Heros«

So funktoniert’s

»Der ›Taste Hero‹ ist eine mega Innovation – die kleinste Mini-Bierzapfanlage der Welt. Von nun an kann jeder aus seinem Flaschenbier ein selbst gezapftes Bier zaubern«, so blumig beschreibt Investor Ralf Dümmel das Produkt, in das er 50.000 Euro investiert hat. Die Erfinder aus dem Weserbergland haben viele Stunden Arbeit und rund 8000 Euro in 50 Prototypen gesteckt. Die Entwicklung funktioniert rein mechanisch, ohne CO2-Kapseln, ohne Strom und ohne Nachfüllen. Beim Einschenken fließt das Flaschenbier durch eine spezielle Siebstruktur, die das Bier verwirbelt, die Kohlensäure reduziert und den Sauerstoffkontakt maximiert. Dadurch soll das Bier milder schmecken, eben wie ein frischgezapftes. Der Kohlesäuregehalt wird reduziert.

binnen einer Viertelstunde ausverkauft. Auch im Online-Shop war der kleine Flaschenaufsatz, mit dem Flaschenbier so aufbereitet werden soll, dass es wie frischgezapftes schmeckt, gestern Vormittag schon nicht mehr zu haben. »Ihr seid der Wahnsinn! Wir sind ab dem 24. September wieder lieferbar«, stand dort zu lesen. Und dabei war das Produkt im Internet erst nach dem Pitch zwischen den drei Gründern und Dümmel verfügbar. Im Einzelhandel gibt es den »Taste Hero« unter anderem bei Rewe und Netto zu kaufen.

Telefonkonferenz mit Ralf Dümmel

Wie viele Flaschenaufsätze in den ersten 48 Stunden verkauft wurden, konnte Jana Schade gestern Nachmittag noch nicht sagen. »Wir haben erst am Abend eine Telefonkonferenz mit dem Team von Ralf Dümmel, wo wir zu den Verkaufszahlen auf den neuesten Stand gebracht werden«, berichtet die Tourismuskauffrau.

Gründer behalten ihre Jobs

Ändern soll sich nach erfolgreichen Auftritt in der Gründershow für Jürgen und Jana Schade sowie Thorsten Schäfer erst einmal nichts. Die Männer, die die Idee zum »Taste Hero« einst beim gemeinsamen Bierchen geboren haben, wollen zunächst weiter in ihren Berufen als Installateur und Industriemechaniker arbeiten. Jana Schade wird in der kommenden Woche für ein Jahr beruflich ins Ausland gehen, von dort aus aber weiter die Social-Media-Aktivitäten für das junge Unternehmen der Gründer betreiben. »Wir wählen die Sicherheitsvariante, weil wir von Ralf Dümmels Team super unterstützt werden«, berichtet Jana Schade.

Flaschenaufsatz wird in Asien produziert

Produziert wird der »Taste Hero« übrigens in Asien, »da der Preis für unser Endprodukt ansonsten viel höher liegen würde«, berichtet Thorsten Schäfer.

Gemeinsam mit ihrem Investor wollen die Tüftler in den kommenden Wochen überlegen, wie sie ihr Start-Up weiterentwickeln können und ob sie künftig noch mehr Produkte anbieten.

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