Pädagoge und Kommunalpolitiker Gerd Lippert im Alter von 70 Jahren gestorben
Ein »Macher« ist für immer gegangen

Beverungen (WB). Nach kurzer schwerer Krankheit ist Gerhard Lippert gestorben. Der engagierte Kommunalpolitiker und Gymnasiallehrer wurde nur 70 Jahre alt.

Dienstag, 03.09.2019, 21:08 Uhr aktualisiert: 03.09.2019, 21:30 Uhr
Gerhard Lippert (links) bei der Feierstunde zu 35 Jahren Jugend forscht am Gymnasium im April 2018 mit seiner Ehefrau Beate und seinem langjährigen Weggefährten Hans Barth. Foto: A. Rüther

Lippert war lange Vorsitzender der FDP in Beverungen, von 1994 bis 2009 bekleidete er das Amt des Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Beverungen. Er vertrat die FDP in vielen Ausschüssen, so unter anderem im Hauptausschuss, im Schulausschuss und im Werksausschuss. »Bis zum Schluss war er den FDP-Mitgliedern ein enger Freund und wichtiger Ratgeber«, sagt FDP-Vorsitzender Hans-Jürgen Oppermann.

Untrennbar verbunden ist Gerd Lippert auch mit dem Beverunger Gymnasium. Bevor er sein politisches Engagement in Beverungen begann, war der Biologielehrer hier Begründer einer langen Jugend-forscht-Karriere. Im April 2018 war er bei der Feierstunde zu 35 Jahren Jugend forscht einer der Ehrengäste.

Als Gerd Lippert 1977 nach Beverungen kam, wollte er seinen Schülern den Spaß am Forschen und Experimentieren ermöglichen – freiwillig, ohne Notenzwang und Verpflichtung. Es entstand eine Bio-AG. Die Schüler erlernten die Filmentwicklung, besuchten Biotope, Unis und Unternehmen. Am Gymnasium entstand ein kleines Labor.

Am Werdegang der Schüler interessiert

Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums erinnerte sich Gerd Lippert im Gespräch mit dieser Zeitung: »Pfarrer Weige hat mir alles mögliche an Gerätschaften aus dem geschlossenen Beverunger Krankenhaus angeboten.» Auch die heutige Firma Symrise und der Rotary-Club Höxter gehörten zu den ersten Sponsoren. 1984 führte Gerd Lippert seine ersten Schüler in den Wettbewerb, 44 Arbeiten hat er insgesamt betreut.

Gerhard Lippert ging mit offenen Augen und Ohren durchs Leben. Er war stets interessiert – sowohl an dem, was in seiner Stadt vor sich ging, als auch an dem Werdegang seiner Forscher-Schüler. Hans Barth, der 1988 zu Lippert und Jugend forscht stieß, sagt über seinen Weggefährten: »Gerd Lippert war durch und durch Naturwissenschaftler. Natürlich war er Biologe, aber auch die anderen Mint-Fächer haben ihm sehr am Herzen gelegen.«

Die Trauerfeier für Gerd Lippert beginnt am kommenden Samstag, 7. September, um 11 Uhr in der Kapelle auf dem Waldfriedhof in Beverungen, anschließend erfolgt die Urnenbeisetzung.

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