OBS geht nach nassem Beginn sonnig weiter
Gewitter über dem Glitterhouse-Garten

Beverungen (WB). Das gab es noch nie in der Geschichte des bereits seit 1997 existierenden Festivals: Ein heftiges Unwetter hat am Freitagabend in Beverungen für die Unterbrechung des Musikfestivals gesorgt. Konzertgelände und Campingareal mussten kurzzeitig evakuiert werden.

Mittwoch, 12.06.2019, 07:37 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 17:43 Uhr
Regen macht echten OBS-Fans nur wenig aus. Zunächst haben sie an der Bühne noch gefeiert, aber während eines Unwetters mit Starkregenguss am Freitagabend wurde das Gelände evakuiert – zum ersten Mal in der Geschichte des Festivals. Foto: Timo Gemmeke

Das »Orange Blossom Special« (OBS) startete am Freitag zunächst planmäßig um 16.30 Uhr. Doch als die Band Sinkane um 20.50 Uhr die Bühne betrat, hatte sich der Himmel bereits mit tiefdunklen Wolken zugezogen. Das angekündigte Gewitter erreichte Beverungen eine halbe Stunde später. Und zeigte sich mit Starkregen und heftigen Windböen als so gefährlich, dass das Konzert abgebrochen und Gelände und Campingplatz evakuiert werden mussten.

Der Pfingstsonntag auf dem OBS

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  • Der Pfingstsonntag auf dem OBS
Foto: Timo Gemmeke
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Die Besucher wurden aufgefordert, sich in zwei für den Notfall bereitstehende Lagerhallen direkt am Festivalgelände zu begeben. Beteiligt am Krisenteam, das die Evakuierung vornahm, waren neben dem OBS-Organisationsteam auch die Feuerwehr, Security-Kräfte, das Deutsche Rote Kreuz und das Ordnungsamt. Mittels einer Postenkette wurden die Musikfans zu den Eingängen der Hallen geleitet.

»Alles reibungslos geklappt«

Festival-Chef Rembert Stiewe: »Bis jetzt existierte der Notfallplan nur auf dem Papier, sodass man nicht ganz sicher sein konnte, ob er sich in der Realität auch so umsetzen lässt. Doch es hat alles reibungslos geklappt, worüber wir natürlich mehr als froh sind.« Großes Lob gab es von ihm für die Besucher: »Die Leute waren durchweg kooperativ und verständnisvoll. Einige haben sich danach sogar bei uns bedankt, weil sie sich trotz der Krisensituation sicher gefühlt haben.« Das konnte auch Stadtbrandmeister Stefan Nostiz nur bestätigen: »Die Evakuierung lief wirklich eins a. Große Anerkennung dafür ans OBS-Team.« Und so kamen keine Personen zu Schaden. Lediglich ein paar Sachschäden – umgeknickte Zeltpavillons und Sonnenschirme – wurden vermeldet.

Als das Gewitter vorüber war, strömten die Gäste zurück auf das Gelände an der Glitterhouse-Villa. Dort ging es dann um 22.35 Uhr tatsächlich planmäßig mit dem Auftritt der Punkrock-Band Adam Angst weiter – der Abschluss eines denkwürdigen OBS-Abends.

Überstandene Feuerprobe

Das Wetter meinte es an den beiden verbleibenden Festival-Tagen weitaus besser – und es stellte sich am Samstag und Sonntag die sonnige, entspannte, friedliche und familiäre Atmosphäre ein, für die das Festival so bekannt ist und die von seinen Anhängern fast durchweg als »einzigartig« beschrieben wird. So zog Rembert Stiewe dann auch ein gänzlich positives Resümee: »Nach der überstandenen Feuerprobe am Freitagabend habe ich die Atmosphäre anschließend als noch gelöster empfunden, als in den vergangenen Jahren.« Er fuhr fort: »Bedenken hatte ich, dass vor allem den alteingesessenen Besuchern das in diesem Jahr um ein Drittel vergrößerte Gelände nicht mehr ›kuschelig‹ genug sein könnte – aber ich habe zur Umgestaltung des Areals nur Gutes gehört«. Zudem bestätigten ihm die Reaktionen des Publikums und auch zahlreiche persönliche Gespräche, dass er mit der Bandauswahl ins Schwarze getroffen habe, und dass, obwohl neben einigen bekannteren Acts (wie Adam Angst oder Die Nerven) es beim OBS 23 fast nur Newcomer auf die Bühne geschafft hatten.

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