Beverunger Weserbrücke wird ab 11. Juni für ein Jahr voll gesperrt
Nach Pfingsten ist die Weserbrücke zu

Beverungen (WB). Die Weserbrücke zwischen Beverungen und Lauenförde wird ab dem 11. Juni voll gesperrt. Autofahrer müssen dann eine knapp zehn Kilometer lange Umleitung in Kauf nehmen, Fußgänger und Radfahrer können die Weser auf der neuen Brücke überqueren.

Donnerstag, 09.05.2019, 15:27 Uhr aktualisiert: 09.05.2019, 15:30 Uhr
Vor den zwei Bögen im Hintergrund stehen diese Herren dort, wo ab Juni der Fußweg eingerichtet sein wird (von links): Günther Funke (Echterhoff), Klaus Ostermann (Straßen NRW), Bürgermeister Hubertus Grimm und Mathias Frie (Echterhoff). Foto: Alexandra Rüther

Etwa ein Jahr wird die Sperrung dauern, der Fahrzeugverkehr wird über die Weserbrücke in Würgassen in beiden Richtungen umgeleitet. Diese Strecke habe sich bei der letzten Instandsetzung der Brücke 2003 bewährt, sagten die Verantwortlichen gestern bei einem Pressetermin an der Baustelle.

Arbeiten im Zeitplan

Ende 2017 hatten sich die Firmen Echterhoff Osnabrück und Stahlbau Nordhausen, die vom Landesbetrieb Straßen NRW als Bauherr mit dem Brückenneubau beauftragt worden waren, im ehemaligen Stadtwerkegebäude ihr Baubüro eingerichtet – mit Blick auf die Brücke. Seitdem liegen die Arbeiten im Zeitplan. Kürzere Verzögerungen aufgrund des Hochwassers im ersten Winter konnten wieder aufgeholt werden. Laut Klaus Ostermann, projektverantwortlicher Ingenieur beim Landesbetrieb, der sich sogar schon seit 2014 mit den Planungen beschäftigt, laufen die Arbeiten sogar so gut, dass man sich zum Ziel gesetzt habe, die Zeit der Vollsperrung zu verkürzen. »Dafür werden wir mit mehr Geräten und mehr Personal in der Kernarbeitszeit vor Ort sein«, kündigte Günther Funke an, Projektleiter der Firma Echterhoff. Nachtschichten seien aber nicht geplant, dazu sei das Risiko beim Arbeiten mit den Bohrgeräten zu hoch. Ein Risiko, dass nicht beeinflussbar ist, bleibt: Es ist das Hochwasser, was die Arbeiten verzögern könnte.

Überschneidung sollte (eigentlich) nicht sein

Nicht aufhalten lassen will man sich von dem Brückenneubau in Bad Karlshafen. Dort ist der Verschub geplant und der Landesbetrieb Hessen Mobil hat angekündigt, die Brücke dafür in der Zeit vom 19. Mai bis 20. Juni voll zu sperren. »Somit haben wir also eine Überschneidung, die wir eigentlich vermeiden wollten. Aber in Absprache haben wir entschieden, die Arbeiten bei uns weiter laufen zu lassen«, so Klaus Ostermann. Sowohl die Baufirmen begrüßen diese Entscheidung, weil so die Sommermonate voll genutzt werden können, als auch Bürgermeister Hubertus Grimm: »Jeder Monat, der eingespart wird, ist nicht nur gut für unsere Stadt, sondern auch volkswirtschaftlich gesehen.« Grimm lobte die durchgehend gute und enge Zusammenarbeit mit den Ingenieuren.

Großer Abbruch beginnt Ende Juli

Die Stadt Beverungen wird die Vollsperrung der Brücke für die Instandsetzung der Entwässerungsleitungen sowie der Straßen- und Gehwege im Bereich der Schützenstraße und An der Burg bis zur Langen Straße nutzen. Nach dem Schützenfest am zweiten Juli-Wochenende werden die Bauarbeiten beginnen. Die alte Weserbrücke wird bis dahin schon um einiges zurückgebaut sein. Der große Abbruch (Bögen, Fahrbahn) beginnt dann Ende Juli/Anfang August. Mit zwei großen Kränen wird die Brücke von beiden Seiten zerlegt. Für diese Zeit wird die Weser gesperrt, die DLRG wird Patrouille fahren. Nach dem Querverschub in einem Jahr soll die neue Brücke im Sommer 2020 eingeweiht werden.

Fußläufig über die neue Weserbrücke

Bis zum Beginn der Vollsperrung der Weserbrücke am 11. Juni wir die Fahrbahnplatte auf der neuen Brücke fertig sein. Behelfsbrücken werden von Beverungen und Lauenförde aus auf das Bauwerk führen, auf dem dann ein 2,50 Meter breiter Fußweg eingerichtet wird. Den dürfen auch Fahrrad-, Mofa- oder Rollerfahrer benutzen, aber: Sie müssen ihre Zweiräder zwingend schieben. Wer von Beverungen aus zu Fuß über die neue Brücke möchte, muss schon vor der Burg rechts in die Schützenstraße abbiegen und wird unterhalb des ZOBs auf die neue Brücke geleitet. Grund hierfür ist das Stützwerk, das bis an die Burg heran erneuert werden muss. Die Rampen werden behindertengerecht ausgebaut, so dass auch Rollstuhlfahrer die Weserquerung nutzen können. Der Autoverkehr kann deshalb nicht über die neue Brücke, weil die Platzverhältnisse in Lauenförde einen Schwenk der Autos auf die Behelfsbrücke einfach nicht zulassen.

 

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