»LNB GbR« saniert Altes Fährhaus und sucht »Pächter mit Herzblut«
Am 1. Mai wird eröffnet

Beverungen (WB). Das Fährhaus in Beverungen soll in neuem Glanz erstrahlen, ohne sein altes Ambiente und Flair zu verlieren. Das haben sich die neuen Besitzer Jürgen Neumann, Gerhard Lück und Bernd Berger vorgenommen. Seit Herbst läuft die Sanierung der Traditionsgastronomie direkt an der Weser.

Freitag, 18.01.2019, 15:23 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 15:26 Uhr
Gerhard Lück und Jürgen Neumann verkleiden den Kamin mit Naturstein. Er ist das einzige Utensil, das von der Küche übrig geblieben ist. Die ist nämlich ins Erdgeschoss gewandert, ein Aufzug wird die Speisen künftig nach oben transportieren. Foto: Alexandra Rüther

Bereut hat das Trio, das das Fährhaus im vergangenen Sommer übernommen hat, seine Entscheidung keinen Tag. »Schon an den Wochenenden, an denen wir den Biergarten noch geöffnet hatten, haben wir sehr viel Zuspruch erfahren«, sagt Jürgen Neumann. Mit Saisonende hat sich die »LNB GbR« dann an die Arbeit gemacht. »Wir mussten das Haus quasi komplett entkernen«, sagt Gerhard Lück. Die Küche wurde ausgebaut, der Boden neu aufgebaut, die Decke eingezogen. Die Heizung wurde instand gesetzt, neue Leitungen verlegt. Im Erdgeschoss wurde zunächst einmal ein Wasserablauf direkt vor der Tür geschaffen, damit es nicht mehr so schnell zu Überschwemmungen kommt. Im ersten Raum wird wieder eine Theke entstehen, um die Gäste im Biergarten schnell bedienen zu können. Geht man weiter – an den Toiletten vorbei – gelangt man in die neue Küche. Hier ist aus drei Räumen einer geworden.

Speisen kommen via Aufzug

Ein Aufzug wird die Speisen künftig nach oben ins Restaurant befördern. Durch die Küchenverlegung ist oben mehr Platz entstanden. Bei etwa 45 Sitzplätzen auf der 100 Quadratmeter großen Fläche werde es aber bleiben. Die alte Einrichtung wird gerade aufgearbeitet, neu gepolstert und wird dann wieder einziehen. »Wir wollen ja ganz bewusst das Flair des Alten Fährhauses erhalten«, so Lück und Neumann. Abgesehen von Heizung und Elektroarbeiten hat das Trio alles selbst gemacht. Auch die Dachsanierung stellt keine Schwierigkeit dar, ist Bernd Berger aus Bad Karlshafen doch Dachdecker. »Die meisten Sandsteinplatten müssen erneuert werden«, sagt Lück. Außerdem seien die Sparren bisher zu weit auseinander gewesen, so dass das Dach schief war. Die Außenfassade aus Wesersandstein wird noch ausgebessert und gereinigt, Fensterbänke aus Sandstein sind bereits eingelassen worden. Auch die Treppe benötigt noch einige Reparaturen, die Kabel für Videoüberwachung und Alarmanlage sind bereits verlegt.

Fährhaus ist eine Herzensangelegenheit

Was jetzt noch fehlt, ist ein Pächter, der das Alte Fährhaus im Sinne der drei Besitzer betreibt. »Für uns ist das Fährhaus eine Herzensangelegenheit, und deshalb wünschen wir uns einen guten Pächter, der ebenfalls Herzblut hier rein steckt.« Die Lage sei ideal, Touristen radeln hier direkt vorbei. Darauf sollte sich ein künftiger Partner einstellen und entsprechende Angebote von Mittagstisch über Kaffee/Kuchen/Eis und Abendessen in gemütlichem Urlaubsflair anbieten. »Die Speisen- und Getränkeauswahl muss nicht umfangreich, dafür aber ansprechend und qualitativ hochwertig sein – entsprechend der Service.« Interessenten finden alle nötigen Kontaktdaten im Internet unter www.altesfaehrhaus.com. Am 1. Mai soll dann Eröffnung gefeiert werden.

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