Kunst, Kultur und Gesundheit bestimmen neues Innenleben des Hersteller Denkmals Burg findet zu ihrem Ursprung zurück

Beverungen/Herstelle (WB/ako). Einst Treffpunkt von Künstlern und Literaten will die Burg Herstelle genau an diese Blütezeit des Denkmals anknüpfen. Nach den Sanierungsarbeiten der vergangenen Jahre füllt die Eigentümerfamilie Hörning die Burg jetzt auch inhaltlich mit Leben.

Die Burg Herstelle wurde erstmals 1292 als Burg der Bischöfe von Paderborn erwähnt.
Die Burg Herstelle wurde erstmals 1292 als Burg der Bischöfe von Paderborn erwähnt. Foto: Harald Iding

Ein Flyer sowie ein komplett neu aufgestellter Internetauftritt machen auf das Angebot aus den Bereichen Kunst und Gesundheit aufmerksam. Auch ein Förderverein mit dem Ziel, künstlerische Projekte aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Fotografie, Musik und Literatur im Umfeld der Burg Herstelle zu fördern und durchzuführen, hat sich inzwischen gegründet.

Seit 2006 haben Professor Dr. med. Dr. phil. Martin Hörning und Petra Sporbeck-Hörning die Gebäude der Burg nach und nach in Stand gesetzt und die Anlage so gerettet. Denn nach zuvor 25-jährigem Leerstand drohte die Burg zu verfallen. Die neue Eigentümerfamilie richtete zunächst die Zehntscheune, die bis in die 1980er Jahre als Gästehaus diente, als Wohnung ein und sicherte das mit Sandsteinplatten gedeckte Dach des Burggebäudes. »Bei der Sanierung waren die Eigentümer vorbildlich. Sie ließen sich für die auf mehrere Jahre konzipierte Sanierung die nötige Zeit und entwickelten nach und nach ein Nutzungskonzept«, lobte LWL-Denkmalpfleger Dr. Christoph Heuter bei der Auszeichnung zum Denkmal des Monats im August 2016.

Vorträge und Seminare finden in den lichtdurchfluteten Räumen regen Zuspruch. Foto: Veranstalter

Seit 2015 wird das Haupthaus für Tagungen und Fortbildungen im Gesundheitssektor genutzt. Auch standesamtliche Trauungen sind in Herstelle möglich. Für 2017 gibt es seitens der »Akademie Burg Herstelle« auch im künstlerischen Bereich ein Workshop-Angebot. »Der Schwerpunkt des Programms soll vor allem im Vermitteln der bildnerischen Darstellungstechniken liegen«, sagt Akademie-Leiterin Petra Sporbeck-Hörning. Abgedeckt werden die Themenbereiche Malerei mit dem Schwerpunkt Acryl und Aquarell, Daily Painting, Zeichnen/Urban Sketching, Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Digitale Kunst, Musik/Stimmbildung, Kreatives und Therapeutisches Schreiben sowie Kalligraphie.

Magische Momente: Das historische Gebäude prägt seit Jahrhunderten die Region. Foto: Harald Iding

Über ihren Anspruch sagen die Hörnings: »Nachdem jetzt die denkmalgerechte Restaurierung und Renovierung weiter Teile der Burg erfolgreich abgeschlossen sind, wollen wir hier im Dreiländereck des Weserberglandes an die alte Tradition anknüpfen und ein Zentrum für Kunst, Kultur und Gesundheitswissenschaften entstehen lassen.«

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