Angebote für Kinder und Jugendliche von zehn bis 14 Jahren auch während der Corona-Pandemie
Im Kulturrucksack steckt ein Podcast

Warburg -

Angesichts der Corona-Pandemie hat sich der Kreis Höxter dazu entschieden, auch beim NRW-Landesprogramm „Kulturrucksack“ neue Wege zu gehen. „Leider lassen sich die beliebten Kurse mit heimischen Künstlerinnen und Künstlern oft nicht wie gewohnt umsetzen“, wird Kreisdirektor Klaus Schumacher in einer Pressemitteilung zitiert.

Dienstag, 20.04.2021, 19:26 Uhr aktualisiert: 20.04.2021, 19:30 Uhr
In den Kursen von Laura Schlütz mit ihrem „zero waste fashion design“ geht es darum, die komplette Länge und Breite des Materials mit in das Kleidungsstück einfließen zu lassen. Diese textile Nachhaltigkeit kommt bei den Teilnehmenden gut an. Foto: Laura Schlütz

Deshalb suchten alle Akteure des Kulturrucksacks seit dem vergangenen Jahr erfolgreich nach kreativen Lösungen. So würden viele Kurse im Freien ausgerichtet oder zum Teil in ein digitales Format umgewandelt.

Schon seit dem Jahr 2013 nimmt der Kreis Höxter regelmäßig am Landesprogramm Kulturrucksack teil. „Bisher begründete unser Konzeptansatz den Erfolg, dass möglichst lückenlos in allen Städten des Kreises attraktive Kulturrucksackangebote stattfinden. Jährlich sind es über 30 verschiedene Projekte gewesen“, erklärt Klaus Schumacher.

Die Hauptidee sei immer gewesen, einen Künstler direkt an seiner Wirkungsstätte – dem Atelier – aufzusuchen. „Dabei geben die Künstlerinnen und Künstler nicht nur ihr Wissen und Können, sondern vor allem ihre Leidenschaft zur jeweiligen Kunstsparte an die Jungen und Mädchen weiter“, sagt Schumacher. „Nun müssen wir neue Wege finden.“

„Die Dynamik der Pandemie hat uns bereits im letzten Jahr gelehrt, dass die geplanten Projekte zum Teil verschoben oder in ein anderes Format umgewandelt werden mussten“, sagt Kulturmanagerin Stephanie Koch. Sie dankt allen Akteuren dafür, wie flexibel diese auf die aktuellen Gegebenheiten reagiert haben.

Um beweglich zu bleiben, werde, wie schon im vergangenen Jahr, darauf verzichtet, den üblichen Flyer zu drucken. Wichtige Anlaufstelle für den Kulturrucksack sei die kreiseigene Kultur-Internetseite www.netzschafftkultur.de.

Auf Initiative des Kulturbüros des Kreises Höxter wird im August erstmalig ein Kombinationsprojekt Kostümdesign und Theater angeboten. In dieser Projektkooperation arbeiten die Mode-Textil-Designerin Laura Schlütz und die Theaterpädagogin Melanie Peter Hand in Hand, so dass am Ende ein bühnenreifes Theaterstück inklusive eigener Kostümierung entsteht.

„Wir sind sehr stolz darauf, dieses hochkarätige Format im ländlichen Raum anbieten zu können“ sagt Stephanie Koch. Sie freut sich darüber, mit Hilfe der Theaterpädagogin Melanie Peter eine weitere Kultursparte im Kulturrucksack bedienen zu können.

Und es gibt sogar noch eine Premiere: Zum ersten Mal besteht die Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen, im Kursus der Journalistin Victoria Antoni Anfang Juni in Nieheim einen eigenen Podcast zu erstellen. „Das sind nur einige Beispiele“, sagt Stephanie Koch mit einem Augenzwinkern. „Am besten schaut jeder einfach nach, ob für ihn etwas Passendes dabei ist.“

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