Bündnis 90/Die Grünen haben per Briefwahl ihren Direktkandidaten gewählt – Reinhard Humburg unterlegen
Nik Riesmeier will in den Bundestag

Höxter/Warburg -

Bündnis 90/Die Grünen haben per Briefwahl ihren Direktkandidaten für die Bundestagswahl im Wahlkreis 136 Höxter – Gütersloh III – Lippe II gewählt. Mit 84 Prozent der Stimmen setzte sich Nik Riesmeier (29) aus Oerlinghausen gegen Reinhard Humburg (64) aus Warburg durch.

Dienstag, 06.04.2021, 20:00 Uhr
Nik Riesmeier ist Direktkandidat der Grünen.

Damit wurde das Votum der digitalen Wahlversammlung (das WB berichtete) klar bestätigt.

„Ich freue mich riesig über dieses tolle Ergebnis und das Vertrauen der Mitglieder. Ganz besonders möchte ich mich auch bei Reinhard Humburg für den fairen Umgang miteinander bedanken,“ erklärte Riesmeier.

„Nik Riesmeier hat unsere Mitglieder in vielen Gesprächen im Vorfeld überzeugt und wir freuen uns nun auf den Wahlkampf mit ihm für einen Politikwechsel in Berlin“, so Anne Rehrmann, Sprecherin des Kreisverbandes Höxter.

Zunächst gilt es aber für Nik Riesmeier, sich am kommenden Wochenende bei der Landesdelegiertenkonferenz der Grünen zur Wahl zu stellen. Riesmeier strebt einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste an. Er verfügt über ein Votum des Bezirksverbandes OWL und sieht dem Landesparteitag daher hoffnungsvoll entgegen. Auf Grund der pandemischen Lage findet auch dieser Parteitag als digitale Versammlung mit anschließender Briefwahl statt.

Die Zielsetzungen des am 19. März vorgelegten vorläufigen Wahlprogramms der Grünen werden von Nik Riesmeier voll und ganz unterstützt. „Dieses Programm enthält Lösungen für eine wirklich konsequente Politik zum Aufhalten der Klimakrise und legt eine Vitaminspritze für diese Zeit und in allen Bereichen vor“, betont Riesmeier.

Riesmeier möchte sich ganz besonders auch für seinen „wunderschönen und vielseitigen“ Wahlkreis einsetzen. Dafür möchte er mit so vielen Menschen wie möglich in den direkten Austausch kommen.

Kommunale Initiativen zur Verbesserung der Lebensqualität gelte es zu fördern. Der Kreis Höxter wolle mit seiner Bewerbung als Ökomodellregion einen Beitrag leisten zum Ausbau des ökologischen Landbaus und für die Förderung regionaler Vermarktungsstrukturen.

„Modellregion allein ist jedoch zu wenig, es braucht einen grundlegenden Richtungswechsel in Berlin, um größere Fortschritte zu erzielen“, so Riesmeier.

Gleiches gelte für das Car-Sharing-Projekt, für das der Kreis bereits den Zuschlag erhalten hat. Auch die Smart-Cities-Initiative für regionale Betriebe sei ein guter Ansatz für die Verbindung moderner Technik und das Bewahren dörflicher Strukturen.

„Für eine schnelle und flächendeckende Umsetzung solcher Ansätze brauchen wir allerdings endlich passgenaue und verbesserte bundespolitische Rahmenbedingungen bei der Digitalisierung, in der Agrarpolitik und Verkehrspolitik. Nur dann wird es gelingen, die Lebensqualität im ländlichen Raum nachhaltig zu verbessern. Dafür will ich mich einsetzen“, sagt der Bundestagskandidat.

Widerstand gegen Zwischenlager für Atommüll in Würgassen

Nicht zuletzt gehört der Widerstand gegen das geplante Zwischenlager für Atommüll in Würgassen zu seinem Anliegen.

„Erneut wird deutlich, dass es sich um eine politische Entscheidung handelt, bei der erst im Nachgang die Eignung des Standortes untersucht wird. Ich stelle mich entschieden gegen diese Art der Politik und den Vorgang. Die Standortsuche muss bundesweit in voller Transparenz und auf Basis unabhängiger wissenschaftlicher Gutachten geführt werden.“

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