Sparkasse Höxter blickt auf Corona-Jahr 2020 zurück – Kundeneinlagen sind kräftig gewachsen
Bilanzsumme steigt auf fast 1,8 Milliarden Euro

Kreis Höxter -

Mit rund 325 Millionen Euro ist das Darlehensneugeschäft im vergangenen Jahr die Basis für ein ganz besonders starkes Kreditwachstum bei der Sparkasse Höxter gewesen.

Samstag, 06.03.2021, 05:05 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 05:10 Uhr
Jens Härtel (links) und Achim Frohss blicken auf das Corona-Jahr 2020 zurück. Foto: Sparkasse

2020 war ein in vielerlei Hinsicht sehr herausforderndes Jahr. Insbesondere die Corona-Krise hat das gesamte öffentliche Leben, die Menschen und die Unternehmen in ganz Deutschland, Europa und in fast allen Teilen der Welt hart getroffen. Auch im Kreis Höxter standen viele Menschen innerhalb weniger Wochen vor Herausforderungen bisher ungeahnter Größe.

Während die Unsicherheit der Menschen zu Beginn der Pandemie in vielen Bereichen ihres Lebens von Tag zu Tag gewachsen ist, „konnten sie sich jederzeit auf die Sparkasse Höxter verlassen“, betont Vorstandsvorsitzender Jens Härtel in der Rückschau auf 2020. Als Teil der sogenannten kritischen Infrastruktur sei es für das Geldinstitut selbstverständlich, auch während eines Lockdowns erreichbar und präsent zu sein – flächendeckend und persönlich in den Filialen, am Telefon und online per Mail oder auch per Videocall.

500 Kunden die Kredite gestundet

Das Vertrauen der Kunden in die Sparkasse Höxter sei während der Krise noch größer geworden. Dies lasse sich an den starken Zuwächsen bei Krediten und Einlagen ablesen. Die Bilanzsumme der Bank sei zum 31. Dezember 2020 um fast zwölf Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro gestiegen.

„Vielen Kunden haben wir durch eine sparkasseneigene Soforthilfe und ohne Inanspruchnahme staatlicher Programme geholfen, ihre Liquiditätsengpässe zu überbrücken, meist durch Tilgungsaussetzungen für mehrere Monate“, sagt Jens Härtel. „Durch Stundungen konnten wir mehr als 500 Kunden mit einem zusammengenommenen Kreditvolumen von rund 70 Millionen Euro helfen. In mehr als 50 weiteren Fällen wurden über die Sparkasse KFW-Fördermittel in Höhe von rund 11,8 Millionen Euro bereitgestellt.“

Ungeachtet der Corona-Krise wachse das Kreditgeschäft der Sparkasse Höxter seit Jahren kontinuierlich an. Das leistungsstarke Angebot, die detaillierte Kenntnis des regionalen Marktes und die Nähe zu den Privat- und Firmenkunden hätten dafür gesorgt, dass das Kreditvolumen in 2020 um mehr als sieben Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro gesteigert wurde – ein neuer Höchstwert für die Sparkasse.

Viele Kredite vergeben

Mit rund 325 Millionen Euro sei das Darlehensneugeschäft im vergangenen Jahr die Basis für ein ganz besonders starkes Kreditwachstum gewesen. Allein für den Wohnungsbau oder Immobilienerwerb habe die Sparkasse im vergangenen Jahr etwa 192,2 Millionen Euro an neuen Darlehensmitteln bereitgestellt (Vorjahr 164,0 Millionen Euro). „Mit diesem Ergebnis konnte die Sparkasse die im Vorjahr erreichte Bestmarke nochmals toppen“, resümiert Jens Härtel.

Auch die Kundeneinlagen der Sparkasse seien 2020 kräftig um etwa 120 Millionen Euro (plus 9,3 Prozent) gewachsen. Der Bestand an bilanziellen Kundeneinlagen liege bei über 1,4 Milliarden Euro, davon sind mehr als eine Milliarde Euro täglich fällig. „Aus Kundensicht sind Geldanlagen auf Spar-, Giro- oder Tagesgeldkonten momentan nicht zu empfehlen, denn sie führen aufgrund des fehlenden Inflationsausgleichs durch Zinszahlungen zu realen Vermögensverlusten“, so Jens Härtel. „Und dies, obwohl wir unsere Kunden bislang weitestgehend vor den Auswirkungen der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank schützen konnten. Doch auf Dauer können wir nicht gegen die Marktbedingungen handeln und führen daher für hohe Kontoguthaben sukzessive Verwahrentgelte ein“, führt Jens Härtel aus.

Doch nicht nur bilanzielle Anlagen seien in 2020 gefragt gewesen. Das vergangene Jahr habe wieder einmal gezeigt, dass eine sinnvolle Vermögensanlage mit Erträgen oberhalb der Inflationsrate derzeit nur mithilfe einer sinnvollen und den jeweiligen Kundenwünschen angepassten Beimischung von Aktien, Fonds und anderen passenden Wertpapieren möglich ist.

Fondssparen wichtig

„Wertpapiere sind und bleiben ein unerlässlicher Baustein in der Vermögensbildung. Wer darauf verzichtet, verzichtet langfristig gesehen auf Ertrag“, bringt es Jens Härtel auf den Punkt.

„Viele Kunden der Sparkasse Höxter mit einem Dekabank-Depot nutzen das Wertpapier- und Fondssparen und erwerben regelmäßig Anteile in Fonds“, berichtet Jens Härtel. „Dies ist schon ab 25 Euro im Monat – quasi per Dauerauftrag – möglich.“ Allein im Jahr 2020 seien mehr als 3000 neue Wertpapiersparverträge eröffnet worden.

Das Thema Digitalisierung stehe in allen Unternehmen weit vorn auf der Agenda, eine weitere große Herausforderung, der sich die Sparkasse Höxter mit großem Erfolg stelle.

„Die Zahl der Kunden, die über das Internet per PC, Tablet oder Smartphone auf ihr Konto zugreifen oder sich beraten lassen, ist deutlich gewachsen“, berichtet Achim Frohss, Vorstandsmitglied der Sparkasse Höxter. Mittlerweile seien mehr als 60 Prozent der Privatgirokonten und fast 80 Prozent der Geschäftskonten für das Online-Banking freigeschaltet.

„Besonders gefragt in Zeiten von Corona sind kontaktlose Bezahlmöglichkei-ten. So hat sich die Zahl der kontaktlosen Transaktionen per Sparkassen-Card, Smartphone oder Smartwatch von rund 1,1 auf mehr als 2,5 Millionen Transaktionen mehr als verdoppelt. Viele Kundinnen und Kunden bevorzugen die Kontaktlos-Transaktionen, weil sie schneller und hygienischer sind“, stellt Achim Frohss heraus.

Zu den Bezahlmöglichkeiten zähle Apple Pay. Die Sparkasse biete ihren Kunden diese innovative Bezahlmöglichkeit bereits seit Dezember 2019 – als erstes Kreditinstitut im Kreis.

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