Corona stürzt Herbergen in Existenznöte: Nihat Gümüsch befürchtet das Aus für Höxter
Nicht eine Buchung für 2021

Höxter -

In der Jugendherberge in Bad Driburg und in der Herberge in Höxter am Ziegenberg herrscht Alarmstufe Rot. Ein Jahr Corona-Pandemie bedroht die Existenz der Häuser.

Freitag, 05.03.2021, 17:56 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 19:54 Uhr
2020 hat für Herbergsbetreiber Nihat Gümüsch alles auf den Kopf gestellt: Er blieb trotz Corona und Stornierungen beim Konzept „Gruppenherberge“ und wollte 2021 durchzustarten.

Und das in einer Branche, der es schon seit Jahren schlecht geht. Viele Jugend-Häuser im Weserbergland sind geschlossen worden. Heike Windheuser betreibt die Driburger Herberge: 2019 gab es dort noch 11.200 Übernachtungen, 2020 nur 1374 (minus 87 Prozent).

Jugendherberge Höxter: Haus mit Geschichte(n)

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  • Jugendherberge Höxter: Haus voller Gechichten

    Jugendherberge Höxter: Haus voller Gechichten

    Foto: Archiv Westfalen-Blatt Höxter
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Nihat Gümüsch, der 2018 die Jugendherberge Höxter nach Jahren als Flüchtlingsheim erworben hat, kann gar keine belastbaren Zahlen nennen, weil er seit der Übernahme renoviert hat und nur wenige einzelne Gruppen ins Haus ließ. 2020 sei schon durch Corona eine Katastrophe gewesen, für 2021 habe er gar keine feste Buchungen. „Und nach dem Berliner Gipfel vor ein paar Tagen, wo es für uns keine wirkliche Öffnungsperspektive gab, haben auch die letzten beiden Gruppen abgesagt, die sich für Frühjahr oder Sommer 2021 angemeldet hatten“, berichtet der Höxteraner Herbergsvater.

Er schaue sich den Lockdown-Verlauf jetzt noch einige Wochen an und werde dann in diesem ersten Halbjahr entscheiden, ob er in Höxters Jugendherberge weitermache oder nicht. „Wir wollen investieren, haben aber keine Einkünfte. Heizung, Strom, Betriebskosten – das alles muss ich jetzt aus meinem privaten Geldvermögen bezahlen“, schilderte Gümüsch die Notlage. Die staatlichen Hilfsgelder würden ihm wenig weiterhelfen. Wie er seien doch alle Herbergen gefährdet. „Und selbst wenn wir wieder Gäste aufnehmen könnten, dann werden sich viele aus Angst sehr stark überlegen, ob sie in ein Haus mit Gruppen und vielen Gästen gehen“, so seine konkrete Befürchtung. Und mit Angst könne man keine Beherbergungsgeschäfte machen.

Mit Schrecken lese er Prognosen, dass das Virus noch über Jahre die Branche belasten könne. „Ich habe viele Ideen für Höxter, für den Standort hier am Wald und mit Blick auf die Landesgartenschau 2023. 140 Betten stehen zur Verfügung. Wir modernisieren. Aber mir fehlt zurzeit der Glaube, dass Gruppenreisen so schnell wieder ein Trend werden“, sagte Nihat Gümüsch. Es werde eine Entscheidung für oder gegen den Standort Höxter geben müssen.

450 Herbergen zu

Im August 2020 feierte die Jugendherbergsidee ihren 111. Geburtstag: Ob dieser heute weltumspannende Gedanke von Völkerverständigung, Toleranz und Bildung auch in den nächsten Jahren mit Leben gefüllt werden kann, darüber vermag das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) mit Blick auf die massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie derzeit keine Prognose abzugeben. 450 Jugendherbergen der 14 DJH-Landesverbände sind geschlossen, und es ist nicht absehbar, wann sie wieder öffnen können.

Der Einbruch der Reservierungen, vor allem mit Blick auf die ausfallenden Klassenfahrten sowie die anstehende Ferien- und Urlaubszeit, bedeutet für das DJH eine existenzbedrohende Krise, wie sie der Verband in seiner bewegten Geschichte noch nie erlebt hat“, erklärt DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz. Praktisch alle Zielgruppen seien auf absehbare Zeit nicht zu erreichen. Das führe zu einem hohen Maß an Verunsicherung – sowohl bei Mitarbeitern als auch bei den Gästen“, fasst der DJH-Chef zusammen.

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