Distanzunterricht im Kreis Höxter wird um ein bis zwei Tage ausgeweitet
Lehrer werden vormittags gegen Corona geimpft

Kreis Höxter -

Im Impfzentrum Brakel werden in der kommenden Woche Lehrer an Grund- und Förderschulen sowie Erzieher und Polizisten geimpft. Das hat der Kreis Höxter am Freitag mitgeteilt.

Freitag, 05.03.2021, 17:33 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 17:35 Uhr
Im Impfzentrum Brakel werden Mitarbeiter von Grundschulen kommende Woche geimpft. Foto: Thomas F. Starke

Für die Lehrer und andere Beschäftigte an den Schulen stehen gut 1000 zusätzliche Dosen Astrazeneca-Impfstoff in Brakel zur Verfügung. In die Förderschulen Petrus Damian und St. Laurentius in Warburg kommen wegen ihrer Größe nach Informationen dieser Zeitung mobile Impfteams. Rund 700 Beschäftigte der Grundschulen lassen sich impfen. Das entspricht nach Angaben von Schulrat Hubert Gockeln einer Quote von 95 Prozent. Darunter sind Lehrer, OGS-Kräfte, Hausmeister, Bufdis und Sekretärinnen. Sie werden im Impfzentrum ausschließlich vormittags geimpft. Das führt dazu, dass sie zeitweise für den Unterricht nicht zur Verfügung stehen.

„Nachmittags sind bereits die Termine für die Menschen aus der Priorisierungsgruppe eins der Über-80-Jährigen vergeben“, erläutert Gockeln und hofft auf das Verständnis von Schülern und Eltern. Er geht davon aus, dass die Lehrer die zweite Impfdosis in zwölf Wochen dann nachmittags erhalten können.

Vorgesehen ist, dass nicht alle Mitarbeiter einer Schule auf einmal geimpft, sondern gedrittelt werden. So würden mögliche Impfreaktionen nicht gleich den Schulbetrieb lahmlegen. Falls die Lehrer wegen Reaktionen auf die Impfung nicht in der Schule sein können, übernehmen sie Distanzunterricht von zu Hause aus. Bei krankheitsbedingten Ausfällen übernehme der Lehrer der Parallelklasse den Unterricht, berichtet Gockeln von den Vorbereitungen. „Ich bin froh, dass wir für die Kinder und die Kollegen ein höheres Maß an Sicherheit erreichen.“ Dass vorübergehend der Distanzunterricht um ein bis zwei Tage pro Klasse ausgeweitet werden müsse, sei hinnehmbar.

Neben den Lehrern sollen ab dem kommenden Montag auch Erzieher und Tagesmütter ein Impfangebot erhalten, ebenso Polizisten mit direktem Kontakt zu Bürgern und Personal, Bewohner und Beschäftigte der Werkstätten für behinderte Menschen.

„Die Terminkoordination läuft bereits und findet gemeinsam mit den jeweiligen Einrichtungsleitungen oder Arbeitgebern statt“, erläutert Matthias Potthoff, Leiter des Impfzentrums des Kreises Höxter. „Die Impfungen erfolgen je nach Personenkreis entweder im Impfzentrum oder vor Ort in den Einrichtungen. Auch das klären wir individuell mit den Leitungen.“ Im Bereich der Werkstätten rechnet der Kreis mit 1250 Impfungen.

Menschen mit chronischen oder schweren Erkrankungen (beispielsweise Organtransplantierten) wird nach Angaben der Kreisverwaltung Ende März ein Impfangebot gemacht.

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