Corona-Impfungen: Im Kreis Höxter sind knapp 8000 Menschen geimpft worden, fast 4000 auch mit der zweiten Dosis
Berufsgruppen werden ausgeweitet

Kreis Höxter -

7757 Menschen im Kreis Höxter sind bis einschließlich Dienstag gegen das Corona-Virus geimpft worden, 3838 Personen haben bereits ihre zweite Impfung bekommen.

Mittwoch, 03.03.2021, 21:10 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 16:14 Uhr
„Wir arbeiten die Priorisierungsvorgaben strikt ab“, betont Grothues, ärztlicher Leiter des Impfzentrums in Brakel. In dieser Woche kamen per Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums einige Berufsgruppen dazu, in der kommenden Woche weitere. Foto: Michael Robrecht

Das geht aus einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe hervor. Der Großteil der Zweitimpfungen betrifft dabei die mobilen Impfteams. Im Impfzentrum in Brakel sind 3432 Menschen mit der ersten Impfung versorgt worden, 184 auch mit der zweiten Dosis.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat in dieser Woche den Impfplan für die zweite Priorisierungsgruppe vorgestellt, die unter anderem auch verschiedene Berufsgruppen umfasst. „Wir arbeiten die Priorisierungsvorgaben strikt ab. Zu den Berufsgruppen, die nun auch im Impfzentrum geimpft werden können, zählen unter anderem Physiotherapeuten und Friseure, die häufig in Pflegeeinrichtungen arbeiten, ebenso wie wie Mitarbeiter im Palliativ- und Hospizdienst sowie Seelsorger“, erklärt Jens Grothues, ärztlicher Leiter des Impfzentrums in Brakel. „Die Angehörigen dieser Berufsgruppen werden vom Kreis Höxter eingeladen“, betont Grothues.

Außerdem gehören ab der kommenden Woche auch Lehrer, Erzieher und Polizisten zu den Berufsgruppen, die in Brakel mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff geimpft werden können.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe mitteilte, sei in dieser Woche in den Zentren mit der Zweitimpfung der Ü80-Patienten begonnen worden. Die Impfung in den Pflegeheimen sei nahezu abgeschlossen.

Aktuell ist es allerdings weiter nur Personen über 80 Jahren vorbehalten, sich in den Impfzentren einen Termin über die Buchungsplattform unter www.116117.de bzw. telefonisch unter 0800 116 117 02 zu reservieren. Und das verlangt von Angehörigen, die sich um die Termine für ihre Eltern/Großeltern kümmern, offenbar nach wie vor reichlich Geduld.

„Es werden täglich immer noch zwischen 4.000 und 5.000 weitere Impf-Termine für ganz Westfalen-Lippe freigeschaltet“, erklärt dazu Mona Vosseler, Stellvertretende Geschäftsbereichsleitung Kommunikation der Kassenärztlichen Vereinigung, auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. „Wenn ein Bürger die Aussage erhält, dass aktuell keine Termine mehr buchbar sind, kann dies damit zusammenhängen, dass die abrufbaren Termine für den jeweiligen Tag für ein bestimmtes Zentrum vergeben sind. Leider gibt es für Bürger, die noch keinen Termin haben, nur die Möglichkeit, es weiterhin telefonisch oder online zu versuchen“, so Vosseler. Es sei empfehlenswert, Randzeiten zu nutzen. Die telefonische Terminvergabe ist von 8 bis 22 Uhr erreichbar, online natürlich rund um die Uhr.

Wann genau eine Impfung für die 70-Jährigen und chronisch kranke Menschen möglich sein wird, wie das Anmeldeverfahren aussieht und wann die Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte starten, ist im Moment noch nicht entschieden, heißt es in einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung.

Jens Grothues, Leiter des Impfzentrums in Brakel, erklärte im Gespräch mit dieser Zeitung außerdem den Austausch von Impfstoffen mit Nachbarkreisen. Wir haben keine Impfdosen verschenkt, sondern uns lediglich in einer Notsituation ausgeholfen. „Es hat Termine gegeben, die fälschlicherweise mehrfach gebucht waren. Um die Leute nicht reihenweise nach Hause schicken zu müssen, sind Impfdosen abgegeben worden und anschließend in gleicher Anzahl wieder geliefert worden. Wir haben also nichts verloren oder verschenkt“, stellt Grothues klar.

„Die Impfung ist unser Weg raus aus der Pandemie. Die Impfzentren in der Region sind seit fast einem Monat in Betrieb. Im Großen und Ganzen läuft es sehr gut, obwohl wir vereinzelt immer noch mit den Konsequenzen fehlerhafter Terminbuchungen zu kämpfen haben“, erklärt Dr. Dirk Spelmeyer, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe.

Von einer dieser fehlerhaften Buchungen war Anfang der Woche auch ein Ehepaar aus dem Kreis Höxter betroffen. Das nicht mobile Paar bekam zunächst Termine im Impfzentrum in Salzkotten zugeteilt.

Die Ehefrau sollte sich dort sogar schon zwei Tage später einfinden. Letztlich klappte es für beide Senioren aber doch noch mit einem Termin vor Ort in Brakel.

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