Suche nach vermisstem Landwirt Ulrich R. (39) aus Löwendorf geht weiter – Hinweise direkt an die Polizei
Viele Spuren verlieren sich im Schnee

Löwendorf -

Die Suche nach dem vermissten Landwirt Ulrich R. aus Löwendorf geht auch an diesem Montag weiter. Bislang seien laut Polizei zahlreiche Hinweise eingegangen – doch bislang verlieren sich die Spuren im Neuschnee. Es wird weiterhin dringend um Hilfe gebeten: Wer den 39-Jährigen gesehen hat, sollte sich umgehend bei der Polizei melden.

Montag, 08.02.2021, 14:53 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 19:20 Uhr
Die Eltern des vermissten Ulrich R. haben Ende der Woche mit der Familie und Helfern 2000 Plakate verteilt. Foto: Dennis Pape

Der Landwirt Ulrich R. aus Löwendorf wird seit Mittwochvormittag vermisst. Am Donnerstag hatten bereits Feuerwehr, Polizisten und Hundestaffeln nach dem Vermissten gesucht. Am Freitag war ein weiteres Mal ein Helikopter der Polizei im Einsatz. Die Familie ist auch angesichts des Wintereinbruchs beunruhigt.

Ulrich R. wird vermisst.

Ulrich R. wird vermisst. Foto: privat

Ulrich R. ist etwa 1,85 Meter groß, 95 bis 100 Kilo schwer, hat dunkle lockige Haare und einen Bart. Er trägt schwarze Arbeitskleidung und eine schwarze Mütze. Anscheinend ist er fußläufig im Umland unterwegs und hat kein Handy dabei. Hinweise sollten weiterhin an die Polizei unter 05271/9620 oder 110 weitergegeben werden. „Und das bitte so zeitnah wie möglich“, betonte Polizeisprecher Jörg Niggemann im Gespräch mit dem WB: „Denn der Vermisste ist sonst schon wieder weitergezogen. Gerade der massive Wintereinbruch stellt für ihn eine große Gefahr dar.“ Die Polizei habe auch am Wochenende zahlreiche Hinweise aus dem Gebiet von Ovenhausen über Marienmünster bis Brakel erhalten. „Denen sind wir nachgegangen. Wir haben an Scheunen auch Spuren gefunden, die sich jedoch angesichts von Verwehungen wieder verlaufen haben“, so Niggemann.

Dieses Bild hat die Überwachungskamera eines Hofes in Löwendorf kurz vor dem Verschwinden von Ulrich R. gemacht.

Dieses Bild hat die Überwachungskamera eines Hofes in Löwendorf kurz vor dem Verschwinden von Ulrich R. gemacht. Foto: privat

Dass der extreme Wintereinbruch nicht nur große Sorgen bereite, sondern auch die Suche erschwere, erzählte Christian R., Bruder des Vermissten, dieser Zeitung: „Wir unterstützen die Polizei weiter mit eigenen Suchaktionen, sind unter anderem mit Treckern und schwerem Gerät in der Feldmark unterwegs. Wichtig ist uns jedoch auch, dass wir nicht weitere Menschenleben in Gefahr bringen. Einige Jeeps mussten bereits von Treckern geborgen werden – das funktioniert jedoch ganz gut, weil uns so viele tolle Menschen bei dieser Suche helfen.“ Die Ungewissheit für die Familie sei ebenso groß wie die Sorge um Ulrich R. Viele Menschen seien angesichts eine großflächigen Plakataktion und der Berichte in der Lokalzeitung sensibilisiert. „Schön wäre, wenn Wanderer aktuell bunte Warnwesten anziehen, damit sie nicht für falsche Hinweise sorgen“, so Christian R.

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