Wenig Unfälle im Kreis Höxter nach Wintereinbruch – 30 Zentimeter Schnee in den Höhenlagen
Es fahren keine Züge mehr

Kreis Höxter -

Trotz des Wintereinbruchs ist die Lage auf den Straßen im Kreis Höxter am Sonntag verhältnismäßig ruhig. Nach Angaben der Polizei hat es kleinere Unfälle mit Blechschäden bei Eissen, Brenkhausen, Bühne und auf der Landesstraße 828 zwischen Neuenheerse und Willebadessen gegeben.

Sonntag, 07.02.2021, 18:37 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 19:18 Uhr
Auf der Kreuzung Brenkhäuser Straße in Höxter ist der Räumdienst unterwegs. Foto: Jürgen Drüke

Verletzt habe sich aber niemand und es seien auch kaum nennenswerte Schäden entstanden, hieß es am Mittag aus der Leitstelle der Polizei.

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Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee sind an vielen Orten des Kreises gefallen. Wegen umgestürzter Bäume mussten die Straßen zwischen Willebadessen und Kleinenberg und Willebadessen und Lichtenau gesperrt werden. Die Sperrung wird auch mindestens noch bis in die Abendstunden andauern.

Weiterhin ist der Bahnverkehr stark beeinträchtigt. Die Eurobahn von Paderborn über Willebadessen und Warburg fährt derzeit nicht, ebenso die S-Bahn-Linie 5 von Hannover über Steinheim und Sandebeck nach Paderborn.

Auch die Züge der Eggebahn (Paderborn, Bad Driburg, Brakel, Ottbergen, Godelheim, Höxter) stellte am späten Vormittag den Betrieb vorübergehend ein. Laut Fahrplanauskunft sollen ab 15 Uhr die Züge wieder rollen. Ob das tatsächlich so kommt, ist derzeit aber offen.

Im Dauereinsatz sind seit Samstag die Straßenmeistereien und Bauhöfe. Nach Angaben von Maximilian Kleibrink (Kreisbauhof Rolfzen) ist die Kreisstraße zwischen Eilversen und Bremerberg schon am Samstag vorsorglich gesperrt worden. „Die Strecke ist sehr abschüssig“, erläuterte der Bauhofchef. Seine Mannschaft sei mit allen Kräften und sechs Räumfahrzeugen unterwegs.

Markus Hagemann, Leiter des Betriebsdienstes der Straßenmeisterei Brakel, bezeichnete die Wetterlage und den starken Schneefall als außergewöhnlich. Vor allem Schneeverwehungen machen den Räumfahrzeugen Probleme. „Zurzeit kommen wir mit den Schneepflügen noch überall durch. Wenn es aber so weiter schneit, müssen wir später vielleicht auch Schneeschleudern einsetzen“, berichtete der Niesener am Sonntagmittag. Zuletzt habe es einen solch starken Schneefall vor zehn Jahren gegeben. Die vier eigenen Räumfahrzeuge der Brakeler Straßenmeisterei und sechs von externen Unternehmen halten Bundes- und Landesstraßen frei.

„Wenn das so weiter schneit, werden die Leute am Montag nicht zur Arbeit kommen“, sagte Franz-Josef Wegener, Ortsvorsteher von Borgholz. Der Borgentreicher Ortsteil war am Sonntag besonders betroffen. „Richtung Rothe und Natingen geht gar nichts mehr“, berichtete Wegener. Er selbst habe mit seinem Auto auf Schneeketten schon liegengebliebene Fahrzeuge aus dem Graben gezogen. Die Feuerwehr war wie in Bad Driburg vielerorts mit einer Einsatzbereitschaft in den Gerätehäusern vertreten, um im Bedarfsfall schnell helfen zu können.

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Während im Landkreis Holzminden einige Schulen am Montag geschlossen bleiben, ist das im Kreis Höxter nicht geplant. „Wir befinden uns ohnehin in der Notbetreuung und die Schulen jetzt zu schließen, würde die Eltern vor teils große Probleme stellen“, sagte der für die Grundschulen zuständige Schulrat Hubert Gockeln am Sonntag. Nach seinen Angaben besuchen derzeit etwa zwölf Prozent der 4800 Grundschüler die Notbetreuung. Die Eltern könnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder schicken.

Die Polizei appelliert an die Menschen im Kreis Höxter möglichst zu Hause zu bleiben. Daran haben sich bisher offensichtlich auch sehr viele gehalten. „Es ist wenig Verkehr auf den Straßen“, berichtet Hagemann. Das mache es den Räumdiensten leichter. Allerdings soll es die Nach weiter durchschneien, Einschränkungen im Berufsverkehr am Montagmorgen sind zu erwarten.

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