Starkschneefall und Eisregen für Kreis Höxter am Wochenende angesagt – Wo verläuft die Luftmassengrenze?
Wiederholt sich der Jahrhundert-Winter 1979?

Höxter (WB/rob -

Die Wetterdienste und alle Wetter-Online-Portale haben schon am Freitag eine Vorwarnung für starken Schneefall, Schneeverwehungen und gefrierenden Regen auch für den gesamten Kreis Höxter heraus gegeben.

Freitag, 05.02.2021, 18:37 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 18:49 Uhr
Jahrhundert-Winter 1979 in Höxter: Bagger laden Schnee an der Wilhelmshöhe auf Lkw. Die Fotos der WB-Leser-Fotoaktion „Jahrhundertwinter 1979 im Kreis Höxter“ stellten 2019 die Familien Niggemann, Wulf, Rieks, Ohm, Rode, Wasmuth, Robrecht und Engemann zur Verfügung. Repro: M.Robrecht

Von Samstagnachmittag bis Sonntag 23 Uhr könnten zehn bis 30 Zentimeter Neuschnee binnen 24 Stunden fallen. Auch am Montag soll es weiter schneien zwischen Egge und Weser. Ab Samstagmittag wird ein starker Temperaturrückgang unter null Grad prognostiziert. Es gibt jedoch unterschiedliche Wettermodelle, wo sich der Schwerpunkt für Starkschnee, Eisregen und den Ostwind befindet.

Erinnerung an den Jahrhundert-Winter 1979 im Kreis Höxter

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  • Jahrhundert-Winter 1979: Rekordkälte im Kreis Höxter

    Jahrhundert-Winter 1979: Rekordkälte im Kreis Höxter

    Foto: WB-Leserfotoaktion "Winter 1979"
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    Foto: WB-Leserfotoaktion "Winter 1979"
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    Foto: WB-Leserfotoaktion "Winter 1979"
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  • Jahrhundert-Winter 1979: Rekordkälte im Kreis Höxter

    Foto: WB-Leserfotoaktion "Winter 1979"
  • Jahrhundert-Winter 1979: Rekordkälte im Kreis Höxter

    Foto: WB-Leserfotoaktion "Winter 1979"

Auch im Kreis Höxter werden Erinnerungen an die Schneekatastrophe von vor 42 Jahren laut. Silvester 1978 ging es los. Selbst in Höxter lag im Januar 1979 ein Meter Schnee. Bagger mussten die Straßen von den Schneebergen räumen und die weiße Pracht zur Weser fahren. Die Schulen fielen tagelang aus.

Wie 1978 erreicht auch jetzt wieder milde, feuchte Luft aus Süddeutschland den Norden, gleichzeitig kommt durch einen instabilen Polarwirbel arktische Kaltluft in Norddeutschland an. Die Folge dieses toxischen Zusammentreffens: extreme Schneefälle an der Luftmassengrenze, weil kalte und warme Luftmassen frontal kollidieren. Bei so viel Neuschnee wären Straßenglätte und Schneeverwehungen die Folge. Frostiger Nebeneffekt: Die Temperaturen sollen sibirische Werte erreichen. Aufgrund dieser eisigen Minusgrade könnte der Schnee tagelang liegenbleiben. Es empfiehlt sich daher für die Menschen in Norddeutschland und in der Mitte wie dem Kreis Höxter, die aktuelle Wetterlage am Wochenende aufmerksam zu verfolgen. Aber vielleicht kommt es ja nicht ganz so schlimm...

 

Rekordkälte: Was geschah Anfang Januar 1979?

Zeitzeugen wissen, dass nach den Weihnachtsferien 1979 in der ersten Schulwoche tagelang jeden Morgen im Radio bekannt gegeben wurde, dass die Schulen im Kreis Höxter ausfallen würden. Busse kamen an vielen Orten nicht durch, und es war ungewöhnlich kalt. Schneeberge türmten sich überall in den Orten. Wer damals als Sternsinger rund um den 6. Januar 1979 unterwegs war, der erinnert sich an die brutale Kälte mit unter minus 20 Grad und an eingefrorene Hände und Füße. Die Erlebnisse während des Jahrhundertwinters 1978/1979 haben sich bei vielen Menschen auch im Kreis Höxter tief im Gedächtnis verewigt.

Ab Silvester 1978 ging es los: Tagelang hat es ohne Unterbrechung damals geschneit. Menschen erfroren in Norddeutschland in ihren Autos, Eingeschlossene wurden mit Bergepanzern oder Militär-Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht. Auch im Kreis Höxter ging ab Neujahr nichts mehr. Viele erinnern sich daran, dass in den Höhenlagen ein Meter Schnee nichts Außergewöhnliches war. Selbst im Wesertal in Höxter stapelten sich in der Innenstadt die Schneemassen, so dass sich die Verwaltung gezwungen sah, die weißen Berge mit Baggern auf Laster verladen zu lassen, um sie in der Weser oder am Floßplatz zu entsorgen. Dieser Jahrhundertwinter gilt als außergewöhnliches Ereignis mit einem ungewöhnlichen Ausmaß an Schnee.

Der Winter gehört zu den zehn schwersten Wintern der Nachkriegszeit in Norddeutschland. Mit 64 Tagen geschlossener Schneedecke (31. Dezember 1978 bis 4. März 1979) stellte die Saison einen Rekord seit dem Hungerwinter 1946/47 auf.

Die Fotos der WB-Leser-Fotoaktion „Jahrhundertwinter 1979 im Kreis Höxter“ stellten 2019 die Familien Niggemann, Wulf, Rieks, Ohm, Rode, Wasmuth, Robrecht und Engemann zur Verfügung.

 

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