Rechtsanwalt widerspricht Darstellung
„Der Graf zahlt in keinem Fall“

Bad Driburg -

Deutlich widerspricht Hasso Werk, Rechtsanwalt der Unternehmensgruppe Oeynhausen-Sierstorpff (UGOS), der Darstellung des Bilster Berg Drive-Resort, Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff müsse mehr als zwei Millionen Euro zu unrecht bezahlter Projektierungskosten an das Resort zurückzahlen. Letzten Endes werde dieser in keinem Fall zahlen müssen.

Samstag, 23.01.2021, 04:38 Uhr aktualisiert: 23.01.2021, 04:40 Uhr
Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff ist Ideengeber des Bildter Berg Drive-Resort. Foto: Schmitz

Richtig sei, dass die Entscheidung des Bundesgerichtshofes eine Entscheidung des Oberlandesgerichtes (OLG) Hamm habe rechtskräftig werden lassen, die vom Bilster Berg Drive-Resort initiiert worden sei gegen die gräfliche Unternehmensgruppe. Das OLG habe in der Entscheidung grundsätzlich erklärt, dass es einen Anspruch auf Rückzahlung geben könnte. Über die Höhe sei noch gar nichts entschieden. Damals gezahlt worden seien 1,35 Millionen Euro. Wie man nun auf mehr als zwei Millionen Euro an Forderungen komme, ist dem Anwalt ein Rätsel.

Und selbst wenn der Anspruch bestätigt würde, müsse nicht Graf Marcus in die Tasche greifen, sondern ein Jurist aus Höxter. Dieser habe bei einer Umstrukturierung in der Gesellschaftsstruktur des Bilster Berg einen Formfehler begangen. Dieser sei Ursache für die Entscheidung des OLG gewesen, den Vertrag für nichtig zu erklären.

Hinzu kommt nach Darstellung des Juristen unter anderem eine Behauptung von Hans-Jürgen von Glasenapp, er habe den Vertrag mit Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff erst im Frühjahr 2010 eher zufällig gesehen. Dem habe das Gericht Glauben geschenkt und entsprechend entschieden.

Anschließend habe sich herausgestellt, dass von Glasenapp schon 2009 Kenntnis davon gehabt habe.

Die UGOS habe eine Strafanzeige wegen versuchten Prozessbetruges gestellt. Das Verfahren sei zwar eingestellt worden, gleichwohl habe es sich um eine Straftat gehandelt. Hasso Werk: „Und wenn ein Urteil auf der Basis einer Straftat zustande gekommen ist, kann das Urteil aufgehoben werden.“ Dieses so genannte Restitutionsverfahren strebe die UGOS an.

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