Ambulante Vorsorge zählt künftig zu Pflichtleistungen – Freude in Bad Driburg
Neues Gesetz stärkt Kurorte

Bad Driburg -

Ambulante Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten und stationäre Vorsorgeleistungen sollen jetzt zu Pflichtleistungen der Krankenkassen umgewandelt werden. Vorher war dies eine Ermessensleistung. Das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung ermöglicht dies.

Mittwoch, 20.01.2021, 04:46 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 04:50 Uhr
Ambulante und stationäre Vorsorgeleistungen sollen jetzt zu Pflichtleistungen der Krankenkassen umgewandelt werden Foto: Christin Klose/dpa

Darüber freuen sich der heimische Bundestagsabgeordnete Christian Haase sowie die Stadt Bad Driburg und die gräfliche Unternehmensgruppe.

„Ich freue mich sehr, dass für diese Regelung nun der Weg frei gemacht wurde. Gerade für unsere Region der Kurorte und Bäder sind das gute Neuigkeiten“, kommentiert Christian Haase die Neuerung. Das gelte natürlich gleichermaßen für die Patientinnen und Patienten. Die Anerkennung von Kuren und stationären Vorsorgeleistungen als Kassenleistung sei ein langjähriges Anliegen der Unionsfraktion im Bundestag. Haase: „Mit der Pflichtleistung haben die Bürgerinnen und Bürger noch mehr Möglichkeiten, aktiv etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Gleichzeitig stärken wir die die Kurorte in diesen schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie.“

Die Anzahl der bewilligten Kuren habe sich in den vergangenen Jahren dramatisch verringert. Wurden in den 1990er Jahren bundesweit noch rund 900.000 ambulante Kuren bewilligt, so sind es heute nur noch rund 46.000 pro Jahr. „Es hat sich gezeigt, dass Prävention und Vorsorge die besten Mittel sind, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen und die Abwehrkräfte zu stärken“, sagt Christian Haase.

Auch Dr. Heinz-Jörg Wiegand, Sprecher der Stadt Bad Driburg sieht die Entwicklung positiv: „Die Stadt Bad Driburg begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich und dankt den Akteuren für ihre Bemühungen.“

Sieben Reha-Kliniken und zahlreiche private Gästehäuser wie Hotels, Pension und Anbieter von Ferienwohnungen stellen seinen Ausführungen nach eine maßgeblich wirtschaftliche Säule des Ortes dar. Auch die Stadt habe immer darauf hingewiesen, dass auch Prävention und Vorsorge wichtige Elemente zur Vermeidung schwererer Krankheitsverläufe sind.

„Gemeinsam mit unseren zahlreichen weiteren Bemühungen ist dieses Gesetz dazu geeignet, die Kur- und Badeorte im Wettbewerb zu stärken und voranzubringen“, erklärt Dr. Heinz-Jörg Wiegand.

„Wir schließen uns den Ausführungen an. Wenn das neue Gesetz umgesetzt wird, sodass ambulante und stationäre Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten von Ermessens-in Pflichtleistungen umgewandelt werden, wäre das sehr zu begrüßen. Und eine positive Entwicklung für den Gesundheitsstandort Bad Driburg“, wertet Marko Schwartz, Geschäftsführer Gräfliche Kliniken in Bad Driburg die Pläne.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7774574?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2851031%2F
Bewusst eine Eskalation vermeiden
Besetzer im Wald am Steinhausener Weg sitzen in den Baumkronen auf Paletten. Einige Bäume sollten bis zum 28. Februar (danach gilt ein allgemeines Fällverbot) für die Laibach-Verlegung entfernt werden. Die Firma Storck verzichtet jetzt bewusst auf eine zeitnahe Räumung, um eine Eskalation zu vermeiden.
Nachrichten-Ticker