Bad Driburger und Brakeler Geschäftsleute beteiligen sich an Kampagne
Händler wollen Aufmerksamkeit

Bad Driburg/Brakel -

Unter dem Motto „Wir machen auf...merksam“ starten Einzelhändler an diesem Montag eine Kampagne, um den Fokus auf ihre Lage im Lockdown zu lenken.

Montag, 11.01.2021, 04:23 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 04:30 Uhr
Mit dieser Kampagne wollen Einzelhändler wie Silke Greitemeier aus Bad Driburg auf ihre Situation aufmerksam machen. Foto: privat

„Es geht darum, dass die Einzelhändler Hilfe fordern, und das nicht nur, um Fixkosten zu stemmen, sondern auch, dass sie die bestellte Ware bezahlen können, die ja nun auch schon lange vorher bestellt wurde. Wir fordern angemessenen Ausgleich“, erläutert Silke Greitemeier, Inhaberin des Textilgeschäftes „SIG – feine Wäsche für Sie und Ihn“ in Bad Driburg. Sie möchte ihre Kolleginnen und Kollegen ermuntern, sich ebenfalls an der Kampagne zu beteiligen, für die der Startschuss an diesem Montag im 11 Uhr fällt. Dabei legt sie jedoch großen Wert darauf, dass die Kampagne in keiner Weise mit Querdenkern zu tun hat und auch in keinem Zusammenhang steht mit der umstrittenen Aktion „Wir machen auf“, bei der andere Einzelhändler an diesem Montag trotz Lockdowns ihre Ladenlokale öffnen wollen.

Initiatoren der Kampagne sind Uwe Bernecker vom Mode-Label Funky Staff und Günter Nowodworski von der Werbeagentur Now Communication

„Die Geschäfte der Teilnehmer von ‚Wir machen auf...merksam‘ bleiben selbstverständlich zu“, versichert Silke Greitemeier. Geöffnet werden die Türen nur für ein Foto der Inhaber mit dem Plakat der Kampagne. Das hat Silke Greitemeier aber schon längst „im Kasten“. Die Fotos sollen auf den Social-Media-Accounts der Geschäfte erscheinen. „Ich möchte das ganze unterstützen und bekannt machen“, erläutert die Einzelhändlerin.

„Wir möchten mit unserer Aktion niemanden gesundheitlich gefährden. Deshalb rufen wir auch nicht zur Teilnahme an Demos auf, und wir rufen auch nicht dazu auf, alle Läden einfach zu öffnen. Wir halten uns an Regeln und Vorschriften“, heißt es auf der Internetseite der Kampagne. 65 Prozent des stationären Einzelhandel seien durch die Pandemie-Maßnahmen unmittelbar betroffen. „Es droht nicht nur das Aus dieser Betriebe, sondern es gleicht einem staatlich angeordneten Berufsverbot“, meinen die Initiatoren.

Auch Bernhard und Diana Fischer, Inhaber des Herrenhauses Fischer sowie Klara Fischer Stil und Mode in Brakel, beteiligen sich an der Aktion. „Wir ordern Ware sechs bis acht Monate bevor sie bei uns im Laden ist. Das ist auch keine Ware, die man mal eben schnell onlinefähig machen kann“, bestätigt Bernhard Fischer, dass ihm die anteilige Erstattung von Fixkosten nicht weiterhilft. Wenn man online erfolgreich sein wolle, benötige man andere Ware und andere Stückzahlen. „Zudem ist es nicht mein Wunsch, Pakete zu packen, sondern mein Wunsch ist es, mit echten Menschen in Kontakt zu kommen. Unsere Stärke ist schließlich die persönliche Beratung“, sagt Bernhard Fischer. Gleichwohl spielten soziale Netzwerke auch bei ihm eine Rolle. „Es gibt Leute, die uns auf verschiedenen Kanälen erreichen – sei es WhatsApp, Instagram, Facebook, und manche rufen auch an“, führt der Geschäftsmann aus. Vor dem Ladenlokal stehe eine Theke mit Klingel. So könnten Kunden coronakonform Auswahlen des Sortimentes entgegennehmen. Außerdem gebe es einen Lieferdienst.

„Die beste Lösung für uns alle wäre eine baldige Wiedereröffnung der Geschäfte. Wir können die Hygieneauflagen mindestens genauso gut wie ein Lebensmittelhandel erfüllen. Darüber kann man aber offensichtlich nicht mit unseren Politikern diskutieren, wohl aber über die Folgen und Entschädigungen“, bieten die Initiatoren der Kampagne eine Lösung an.

 

Auch Bernhard (Foto) und Diana Fischer, Inhaber des Herrenhauses Fischer sowie Klara Fischer Stil und Mode in Brakel, beteiligen sich an der Aktion.

Auch Bernhard (Foto) und Diana Fischer, Inhaber des Herrenhauses Fischer sowie Klara Fischer Stil und Mode in Brakel, beteiligen sich an der Aktion. Foto: Frank Spiegel

 

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