VHS tagt erstmals nach Kommunalwahl – Trotz Lockdown positives Ergebnis bei den Pflichtunterrichtsstunden
Michael Scholle steht Verband vor

Bad Driburg -

Der Bad Driburger Beigeordnete Michael Scholle ist einstimmig zum neuen Verbandsvorsteher des VHS-Zweckverbandes Bad Driburg, Brakel, Nieheim und Steinheim gewählt worden.

Freitag, 08.01.2021, 03:03 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 03:10 Uhr
Der Vorsitzende der Verbandsversammlung Johannes Schlütz (links), VHS-Leiterin Janine Brigant-Loke und Verbandsvorsteher Michael Scholle freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit. Foto: VHS

Das ist ein Ergebnis der ersten konstituierenden Sitzung des Verbandes nach Kommunalwahl. Sein Vertreter ist Bürgermeister Burkhard Deppe.

Der neue Vorsitzende der Verbandsversammlung ist der einstimmig gewählte Nieheimer Bürgermeister Johannes Schlütz. Das stellvertretende Amt übernimmt Ursula Grewe (stellvertretende Bürgermeisterin Brakel). Peter Frischemeier (allgemeiner Vertreter des Brakeler Bürgermeisters), Gisela Lause sowie Dr. Volker Wiedemeier bilden den Rechnungsprüfungsausschuss. Ihre Stellvertreter sind Julia Czerwinska, Ursula Grewe sowie Beate Beck. Alle Wahlkandidaten wurden jeweils einstimmig gewählt.

Im weiteren Sitzungsverlauf berichtete das VHS-Leistungsteam Janine Brigant-Loke und Dimitra Vovoli dem Gremium über die Entwicklungen der VHS-Arbeit im Jahr 2020. Dimitra Vovoli stellte die Kostenentwicklungen im Integrationssprachkursbereich dar und setzt diese mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Bezug.

„Die Ertragsausfälle können zwar teilweise durch die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugeteilte Pandemiezulage kompensiert werden, dennoch leistet diese Zulage durch zusätzliche Corona bedingte Sonderausgaben – Reinigung, Mieten für größere Räume aufgrund der Abstandsregelungen und mehr – nur einen kleinen Hilfsbeitrag“, führte Dimitra Vovoli als Fachbereichsleiterin für den Bereich Integrationsarbeit aus. Das seit dem 1. Januar geltende neue Rechnungsmodell des Bundesamtes schaffe diesbezüglich keinen Mehrwert, führte sie fort.

Janine Brigant-Loke erläutert anstehende Änderungen in den Bildungsberatungsprogrammen Bildungsscheck NRW, Prämiengutschein sowie Beratung zur beruflichen Entwicklung (BBE), welche zum Teil mit neuen Ausschreibungsverfahren und angekündigten Senkungen der Beratungspauschalen in der nächsten ESF-Förderphase einhergehen werden.

Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das reguläre Weiterbildungsangebot stellte Dimitra Vovoli dar, dass trotz der Lockdown-Phasen ein positives Ergebnis in der Durchführung der Pflichtunterrichtsstunden in 2020 erreicht wurde. Janine Brigant-Loke führt an, dass diese hohe Durchführungsquote im Wesentlichen nur durch den Zugriff auf eigene VHS-Räume gelingen konnte, da in Schulen, Kitas, Kliniken und anderen Einrichtungen langfristige und nach wie vor andauernde Betretungsverbote galten und gelten.

Durch die Corona-Pandemie wurden erstmals auch Online-Veranstaltungen gesetzlich anerkannt. Dies wird durch das Land NRW in diesem Jahr fortgesetzt. Somit wurde ein umfassendes Online-Angebot unter einer neuen Rubrik „VHS-ZV goes online“ eingerichtet. „Der Ausbau der Plattform erfolgt stetig“, berichtet Dimitra Vovoli.

Janine Brigant-Loke resümiert, dass die Landesregierung für die Jahre 2020 und 2021 die Kriterien für den Erhalt der Landesmittel ausschließlich auf die Besetzung der pädagogischen Mitarbeiterstellen reduziert hat. Die Pflichtunterrichtsstunden sowie die durchschnittliche Teilnehmerzahl sind für diese Jahre coronabedingt weiterhin ausgesetzt.

In der Sitzung wurde zudem das neue Veranstaltungsprogramm für dieses verabschiedet. Es verspricht 720 Kurse und Veranstaltungen mit rund 7200 Unterrichtsstunden der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung sowie rund 3100 Unterrichtsstunden in der Integrationsarbeit und Grundbildung. Janine Brigant-Loke: „Selbstverständlich ist das Angebot gespickt mit zahlreichen Online-Veranstaltungen im Bereich EDV und IT, Eltern und Familie, Gesellschaft und Gesundheit, um auch in Lockdown-Phasen Weiterbildung ‚online‘ anzubieten. Bildungsinteressierte können über die Rubrik ‚VHS-ZV goes online‘ stetig ergänzende und neue Angebote finden.“

Brigant-Loke gab bereits – unter Vorbehalt noch möglicher Anpassungen – einen Einblick in die Verbandsumlage 2021 in Verbindung mit den Auswirkungen des neuen Isolierungs-Gesetzes. „Die Umlagehöhe reduziert sich aufgrund des anzurechnenden Coronaschadens damit um rund 45 Prozent und stellt für den VHS-Zweckverband eine erhebliche Finanzlücke dar“, erläuterte die VHS-Leiterin. Der Haushaltsplan inklusive Anlagen wird im Frühjahr eingebracht.

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