Land NRW unterstützt Stärkung der Innenstädte – Bad Driburg bewirbt sich mit Erfolg
Fördermaßnahme soll Wende einleiten

Bad Driburg -

Die Stadt Bad Driburg hat sich erfolgreich um eine finanzielle Förderung des Landes NRW beworben, welche auf die Stärkung der Innenstädte zielt. Im Focus steht das Hellwegzentrum.

Mittwoch, 25.11.2020, 05:00 Uhr
Freuen sich über die erfolgreiche Teilnahme am Sofortprogramm (von links): Foto: Heinz-Jörg Wiegand

„Das Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre entstandenen Hellwegzentrum war zumindest noch bis vor einigen Jahren eine rund 80-prozentige Belegung der Ladenflächen zu verzeichnen. Dieses Verhältnis hat sich binnen vier Jahren verändert“, berichtet Dr. Heinz-Jörg Wiegand, Sprecher der Stadt Bad Driburg, der die Bewerbung mit auf den Weg gebracht hat.

Nicht immer sei dies auf rückläufige Kundenfrequentierung beziehungsweise das Internet zurückzuführen. In einigen Fällen hätten sich trotz zufriedenstellender Umsatzzahlen schlichtweg keine Nachfolger gefunden.

„Dennoch haben der Online-Handel, das seit der letzten Gesundheitsreform niedrigere Gästeaufkommen wie auch die Corona-Pandemie deutliche Auswirkungen im Einzelhandel auch in Bad Driburg hinterlassen“, erläutert Dr. Heinz-Jörg Wiegand.

Objektiver und externer Blick auf das Quartier

Nach Auffassung der Verwaltung und des Rates könne die Fördermaßnahme „Anstoß eines Zentrenmanagements und Innenstadt-Verfügungsfond für das Quartier Hellwegzentrum samt der Nebenlagen“ den Grundstein für eine Wende in der zukünftigen Ausrichtung des Standortes gewährleisten und neue Wege beschreiten helfen.

Mittels echten Citymanagements biete das Programm einen objektiven und externen Blick auf das Quartier und auf die Nebenlagen. Wiegand: „Es ermöglicht eine Analyse der Bestandssituation und erzielt Vorschläge für eine konzeptionelle Neuausrichtung des Quartiers.“

Durch die nunmehr rund zehnjährige Mitgliedschaft im Netzwerk Innenstadt befinde sich die Stadt Bad Driburg im regelmäßigen Austausch mit vielen weiteren Kommunen in NRW zu Strategien der Innenstadtentwicklung und zum Quartiersmanagement.

Eigentümer und Mieter haben jetzt einen Ansprechpartner

Zudem verfüge die Verwaltung über das Integrierte Handlungskonzept, das Einzelhandelskonzept und den Verfügungsfonds, die vor rund zehn Jahren aufgelegt und erfolgreich durchgeführt worden seien, über umfangreiche Erfahrungen. Diese Maßnahmen erfahren aktuell eine Neuauflage in der Südoststadt.

Das Management erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Darüber hinaus haben Eigentümer und Mieter nun einen notwendigen Ansprechpartner für ihre Belange.

„In Verbindung mit einer Aktualisierung des nunmehr fast genau zehn Jahre alten Einzelhandelskonzepts ergeben sich zudem deutliche Synergieeffekte“, sind Stephanie Rohde und Nicole Sude von Planungsamt der Stadt Bad Driburg überzeugt. Die bisherigen Grenzen eines eher statischen Einzelhandelskonzeptes könnten durch ein neues Zentrenmanagement dynamisiert und geöffnet werden.

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