Markus Barkhausen sucht ohne Eile einen neuen Besitzer für das Landhotel
Schwallenhof steht zum Verkauf

Bad Driburg (WB). „Attraktive Hotelanlage am Fuße des Eggegebirges“ – so ist eine Immobilienanzeige im Internet überschrieben. Gemeint ist der Schwallenhof in Bad Driburg. Für 1.980.000 Euro steht das Landhotel zum Verkauf.

Samstag, 26.09.2020, 04:01 Uhr aktualisiert: 26.09.2020, 04:30 Uhr
Die ehemalige Hofstelle hat sich von 1924 an zu dem heutigen Hotel entwickelt. Der Schwallenhof am Stadtrand von Bad Driburg steht für 1.980.000 Euro zum Verkauf. Foto: Frank Spiegel

„Ich bin jetzt 55, und wir haben keine Kinder“, nennt Inhaber Markus Barkhausen den Grund für den Verkauf und ergänzt: „Wir waren finanziell erfolgreich. Warum soll ich das noch weitermachen.“

„Es läuft super“

Mit dem Verkauf habe er es aber nicht eilig. „Bis ich 60 bin, hätte ich das gerne abgewickelt“, gibt er einen Einblick in seine Pläne.

Es sei schon ein wenig unglücklich, dass der Verkauf in die gegenwärtige Corona-Zeit falle. Damit habe der Entschluss, das Landhotel zu verkaufen aber überhaupt nichts zu tun. „Wir sind eher Profiteure von der Pandemie, bei uns läuft es super“, berichtet er. Wenn man das Restaurant außen vor lasse, bei dem man wegen der Abstandsregeln kaum noch Gäste von außen bewirten könne, sei das Haus seit Juli voll. „Dieser August war der zweitbeste Monat seit 2002. Seit dem zeichne ich die Auslastung auf“, führt er aus.

Mitarbeiter übernehmen

Markus Barkhausen hat das Hotel 2002 von seinen Eltern übernommen. Die hatten die Pension der Großeltern zu einem Hotel umgebaut. Die ehemalige Hofstelle hat sich von 1924 an über verschiedene Um- und Anbauten bis 1986 zur heutigen Hotelanlage entwickelt.

Für Markus Barkhausen ist es wichtig, dass bei einem Verkauf alle Mitarbeiter übernommen werden und dass alles so weitergeht, wie es derzeit läuft. „Dass jetzt ein reiner Investor kommt und alle Mitarbeiter können gehen – das möchte ich nicht“, stellt der Hotelier klar.

Mahnendes Beispiel ist für ihn der Betrieb im Solling, bei dem er gelernt hat. „Der hat den Zeitpunkt verpasst und ist letztendlich mit 80 Jahren in die Privatinsolvenz gegangen“, erläutert er.

Außerdem hätten er und seine Frau in der zweimonatigen Zwangspause des Hotelbetriebs – geöffnet war nur für Geschäftsreisende – festgestellt, dass ihnen das Leben außerhalb des täglichen Hamsterrades gut bekomme.

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