Technischer Defekt möglicherweise Ursache – Hausbesitzerin und Bewohner dankbar
Wohnung vollständig ausgebrannt

Bad Driburg (WB). Den Schaden, der bei dem Feuer in einem Mehrfamilienhaus im Bad Driburger Tegelweg entstanden ist, schätzt die Polizei auf 150.000 Euro. Bei dem Brand waren am Montagnachmittag neun Personen verletzt worden, zwei davon schwer. Sprecher Jörg Niggemann: „Sie hatten Rauchgas eingeatmet und wurden von Rettungskräften vor Ort versorgt. Fünf von ihnen wurden schließlich zur stationären Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht.“

Dienstag, 11.08.2020, 16:41 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 16:44 Uhr
Um die Dachhaut vollständig ablöschen zu können, hat die Feuerwehr einige Ziegel entfernen müssen. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen Flammen aus den Fenstern der Dachgeschosswohnung und aus dem Dachstuhl. Foto: Polizei

Ziegel entfernt

Das Feuer war gegen 16.20 Uhr in einer Wohnung im Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Diese wurde von einer Frau mit zwei Kindern bewohnt, die alle noch rechtzeitig die brennende Wohnung verlassen konnten. Auch die Bewohner der weiteren vier Wohnungen verließen rechtzeitig das Gebäude. Beim Eintreffen der Feuerwehr schlugen Flammen aus den Fenstern der Dachgeschosswohnung und aus dem Dachstuhl. Daher wurde ein Teil der Ziegel entfernt, um die Dachhaut vollständig ablöschen zu können. Während der Löschmaßnahmen wurde eine sich noch in der Wohnung befindliche Katze gerettet und anschließend einem Tierarzt übergeben.

Wohnhausbrand mit Verletzten

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  • Wohnhausbrand mit  Verletzten
Foto: Reinhold Budde
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Schnell unter Kontrolle

Aufgrund des Ausmaßes waren neben dem Löschzug Bad Driburg die Löschgruppen aus Alhausen, Reelsen, Pömbsen, Dringenberg und Herste, die Polizei, die Kripo, der Rettungsdienst des Kreises Höxter, der Rettungsdienst des Kreises Paderborn, der organisatorische Leiter Rettungsdienst, der leitende Notarzt, das DRK Bad Driburg, der Löschzug Brakel mit Drehleiter und Tanklöschfahrzeug, der Abrollbehälter-Atemschutz des Kreises Höxter, der Gerätewagen-Logistik des Kreises Höxter, der Einsatzleitwagen (ELW 2) des Kreises Höxter sowie das Ordnungsamt vor Ort.

Die Feuerwehr brachte das Feuer in kurzer Zeit unter Kontrolle und richtete gemeinsam mit dem Rettungsdienst und Helfern des DRK eine Sammelstelle für die Verletzten ein. Durch das große Aufgebot an Einsatzfahrzeugen wurde die Brandstelle durch die Polizei mit Unterstützung des örtlichen Ordnungsamtes weiträumig abgesperrt.

Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf mindestens 150.000 Euro. Jörg Niggemann: „Die betroffene Dachwohnung wurde durch das Feuer völlig zerstört. Es wird noch geprüft, welche Wohnungen in dem Haus weiter bewohnbar sind oder durch Rauch und Löschwasser Schaden genommen haben.“

Wie der Polizeisprecher weiter berichtet, haben die Ermittler der Kriminalpolizei Höxter die Untersuchungen nach der Brandursache aufgenommen. „Nach erster Einschätzung könnte das Feuer vermutlich im Bereich der Küche, eventuell durch einen technischen Defekt, ausgebrochen sein. Die weiteren Ermittlungen dazu dauern noch an“, sagte Jörg Niggemann.

Am Dienstagmorgen gegen 4 Uhr erfolgte eine weitere Alarmierung, da ein Teil der Glutnester wieder aufgeflammt war. Der betroffene Teil wurde erneut abgelöscht und anschließend mit der Wärmebildkamera kontrolliert.

Weitere Alarmierung

Die Hausbesitzerin und die Bewohner des Fünf-Parteien-Hauses sind den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr und den Hilfsorganisationen dankbar für ihren selbstlosen und ehrenamtlichen Einsatz.

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