Milo kommt im Kreise der Familie in Bad Hermannsborn zur Welt
Sanfte Geburt im Forsthaus

Bad Driburg (WB). Der kleine Milo kam am Sonntagabend, 3. Mai, zur Welt. Das Besondere: Er wurde im alten Forsthaus in Bad Hermannsborn geboren, im Kreis der Familie.

Montag, 25.05.2020, 06:00 Uhr
Zur Welt gekommen ist Milo im alten Forsthaus in Bad Hermannsborn. Foto: Privat

„Mein Gefühl sagte mir schon immer, dass eine Geburt zuhause am entspanntesten verlaufen würde. Meine erste Tochter kam im Krankenhaus zur Welt. Ihre Geburt verlief gut, jedoch wurden in der Klinik meine Wünsche ignoriert und nicht meiner Intuition vertraut. Bei unserer Hausgeburt war das ganz anders, ich konnte die Geburt selbstbestimmt erleben“, erzählt die glückliche Mutter Lea van Esdonk.

Frau kann sich entspannen

Für einen guten Geburtsverlauf und ein positives Geburtserlebnis sei es vor allem wichtig, dass die Frau sich entspannen könne, meint Lea van Esdonk. Dies sei in einer gewohnten Umgebung im Beisein von vertrauten Menschen am leichtesten. Die Betreuung vor, während und nach der Hausgeburt durch die erfahrene Bad Driburger Hebamme Simone Ostertag beschreibt das Paar als sehr liebevoll und kompetent. „Wir konnten von Anfang an über alles reden und wurden dabei unterstützt, uns auf das besondere Ereignis vorzubereiten.“

Im Vorfeld hatte die junge Mutter (33) sich mit den Themen „sanfte Geburt“ und “Hypnobirthing“ beschäftigt. Hierzu gibt es auch in dieser Region Kursusangebote – unter anderem bei der Gynäkologin Kerstin Todt (St.-Ansgar-Krankenhaus Höxter) oder in Bad Driburg bei Melanie Messler sowie in Steinheim bei Doula Marina Hein.

Es wird eine positive Grundeinstellung für eine natürliche Geburt vermittelt und das werdende Elternpaar kann sich gemeinsam auf die Geburt einstimmen. Dabei können individuelle Ängste abgebaut und die Paarbeziehung für das Abenteuer Elternschaft gestärkt werden. Weiterhin gibt es konkrete Anleitungen für Körperübungen zur Entspannung und Atemtechniken während der Geburt. Ihre Geburten seien beide sehr schnell und sanft geschehen, weil sie mit ihrer Atmung aktiv mitgearbeitet habe und sich voll und ganz dem natürlichen Geschen hingeben konnte, erzählt Reittherapeutin Lea van Esdonk.

Keine Hilfe von außen nötig

Der stolze Vater Sebastian Becker (41) berichtet: „Simone Ostertag hat uns eine Liste gegeben mit Sachen, die wir für die Geburt bereithalten sollten, der Klinikkoffer stand ebenfalls für den eventuellen Notfall bereit. Es wurde sogar der Rettungsdienst über den Geburtsbeginn informiert und sichergestellt, dass dieser den schnellsten Weg zum Forsthaus finden würde.“

Außer dem Beistand der Hebamme war keine Hilfe von außen nötig und das Paar hielt nach nur zwei Stunden ihren neugeborenen Sohn in den Armen. Die beiden großen Patchwork-Schwestern Coco June Becker (12) und Ayla van Esdonk (4) konnten ihren kleinen Bruder schon wenige Minuten nach seiner Ankunft begrüßen.

Stunden vor dem Kamin

So erlebte die glückliche Familie die ersten Stunden gemeinsam vor dem heimischen Kaminfeuer.

Lea van Esdonk möchte anderen Frauen Mut machen, ihrem eigenem Körper und der Natur zu vertrauen und sich auf ein positives Geburtserlebnis einzustimmen. Jede Frau sollte den Ort für dieses besondere Ereignis selbst bestimmen, ob Klinik, Geburtshaus oder eben das kuschelige Nest zuhause, sagt sie.

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