Regionalforstamt: Die aktuell geltenden Corona-Regelungen gelten auch in den heimischen Wäldern Osterspaziergänge: Was Waldbesucher jetzt wissen müssen

Bad Driburg (WB). „Osterspaziergänge im Wald - Was Waldbesuchende jetzt wissen müssen“. Dazu hat das Regionalforstamt einige Hinweise gegeben.

Abseits der „Hotspots“ gibt es zahlreiche Waldbereiche in denen wenig los ist. Sonst gilt im Wald: Abstand halten!
Abseits der „Hotspots“ gibt es zahlreiche Waldbereiche in denen wenig los ist. Sonst gilt im Wald: Abstand halten! Foto: WB

Über die Osterfeiertage erwarten die Försterinnen und Förster des Regionalforstamtes Hochstift viele Waldbesuchende in den Wäldern des Hochstifts. „Und das ist gut so!“, sagt Forstamtsleiter Roland Schockemöhle. “Stress wird abgebaut, Depressionen wird entgegengewirkt, das Immunsystem gefestigt und die reine Luft stärkt unser Atemwegssystem. Was also kann besser sein, als in Zeiten des Kontaktverbotes den Wald aufzusuchen?“, so Schockemöhle.

Wichtig: Die aktuell geltenden Corona-Regelungen gelten auch im Wald. Das betrifft besonders die Gruppengrößen sowie das Abstand halten. „Das Hochstift wird durch ausgedehnte Wälder geprägt. Damit ist genug Platz um verantwortungsvoll Abstand zu halten und trotzdem den Wald zu genießen.“, betont Schockemöhle. “Alle die aufeinander Acht geben, sind im Wald herzlich willkommen“.

Anders sieht es mit Motocross-, Quad- und Autofahrenden im Wald aus. Motorisierte Fahrzeuge, bis auf Pedelecs und Krankenfahrstühle, müssen auf den Waldparkplätzen bleiben. „Hier beobachten wir in den letzten Wochen leider eine steigende Zahl von Verstößen.“, so Patrick Busse aus dem für Rechtsfragen zuständigen Fachgebiet im Regionalforstamt. „Das sind keine Kavaliersdelikte mehr, da andere Waldbesuchende gefährdet, Tiere gestört und Waldbereiche zerstört werden können.“

Ansonsten gibt es im Frühlingswald unendlich viel zu entdecken. Bunte Waldblumen, die Frühblüher, lassen sich nur jetzt bestaunen. Hinzu kommt eine rege Tierwelt. „Wir sind jetzt mitten in der Brut- und Setzzeit, die Waldtier-Kindergärten laufen auf Hochtouren. Nehmen Sie darauf Rücksicht und die Chancen für tolle Tierbeobachtungen steigen enorm!“, rät Schockemöhle. Dazu gehört, dass Hunde freiwillig auch außerhalb von Naturschutzgebieten angeleint werden und Müll wieder mit aus dem Wald mitgenommen wird. Wer den Wald schützen will hat im Hinterkopf, dass hier gerade im Frühling oft eine hohe Brandgefahr herrscht. Trockene Äste und Gräser am Waldboden und fehlende grüne Pflanzenteile begünstigen rasche Bodenfeuer. Das bedeutet für verantwortungsvolle Waldbesuchende: auf Grillen und Zigaretten im Wald verzichten und Waldzufahrten für die Feuerwehr freihalten.

Für müde Wandernde die dringend eine Pause brauchen, aber keine freie Bank finden, hat Schockemöhle noch einen Tipp: “Wurzelstubben oder einzelne liegende Baumstämme sind super Alternativ-Bänke.“, verrät Schockemöhle. Verlockend sind auch die Holzstapel im Wald, die sind aber leider tabu. Einzelne Stämme können losrollen und aufgrund des Gewichts zu schwersten Verletzungen führen.

Wer Fragen zum Wald, zu Waldbeobachtungen oder zur Waldbewirtschaftung hat, kann sich gerne an die Försterinnen und Förster wenden. Einfach eine Mail an mailto:hochstift@wald-und-holz.nrw.de oder telefonisch unter der 05259-9865 0. Tagesaktuelle, spannende Fakten und Tipps was man gerade im Wald der Region entdecken kann, finden Sie auch auf den digitalen Plattformen unseres Waldinfozentrums „Hammerhof“.

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