288 Betten und 180 Mitarbeiter in Bad Driburg - statt Kurzarbeit nun Aufräumarbeiten - Platz für 70 Coronapatienten
Rehazentrum Klinik Berlin geschlossen

Bad Driburg(WB/rob). Das Rehazentrum Bad Driburg Klinik Berlin mit 288 Patientenbetten und 180 Mitarbeitern hat seinen Betrieb wegen der Corona-Krise jetzt eingestellt. Das berichtete die Klinikleitung am Montag.

Montag, 06.04.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 17:46 Uhr

Im Rehazentrum Bad Driburg werden Rehabilitanden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates und des Herz-Kreislaufsystems behandelt. Mit einer Kapazität von 288 Betten gehört die Klinik Berlin zu den größeren Häusern in Trägerschaft der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, erläutert Tanja Mahel von der Rentenversicherung in Berlin.

„Seit dem 19. März wurden die Rehabilitanden sukzessive aus der stationären Rehabilitation des Hauses in Driburg entlassen. Die Klinik folgt einer Anordnung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Derzeit gibt es keine Rehabilitanden in unserem Haus. Wann der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist momentan nicht abzusehen, da die Rehaklinik als Entlastungshaus für die Akutkrankenhäuser vorgesehen ist“, erklärt Tanja Mahel. Gleichzeitig bietet die Klinik Patientinnen und Patienten weiter Anschlussheilbehandlungen (AHB) an; gegenwärtig befänden sich hierzu auch keine Rehapatienten im Haus.

Das Haus sei in die Pandemie-Planungen des Kreises Höxter eingebunden, um gegebenenfalls die dortigen Akutkrankenhäuser zu entlasten. Je nach Anforderungsprofil und bestehendem Personalumfang könnten dafür bis zu 70 Betten während der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt werden, informiert Tanja Mahel.

Die Einstellung des Reha-Betriebes betreffe die gesamte Belegschaft mit rund 180 Mitarbeitern, berichtet Mahel. Derzeit würden Rest- und Aufräumarbeiten vorgenommen, Konzepte und Vorträge überarbeitet, Schönheitsreparaturen und Instandhaltungsarbeiten in der Klinik durchgeführt. „Regelungen zur Kurzarbeit werden für die Beschäftigten der DRV Bund nicht angewandt. Solange die Mitarbeitenden der Rehazentren der DRV Bund ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, erhalten sie trotz Freistellung von der Arbeit weiterhin ihr Gehalt.“

Angesichts des Coronavirus greift das Rehazentrum auch zu weiteren Schutzmaßnahmen für die 180 Mitarbeiter: „Sie werden regelmäßig über die Corona-Lage vor Ort in Bad Driburg informiert und auf die Regeln von ‚Hustenetikette‘, Händehygiene, Abstand und Vermeidung unnötiger Kontakte erneut hingewiesen“, heißt es in der Pressemitteilung.

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