Bad Driburgs Narren müssen jeckes Spektakel absagen – Freunde überraschen Prinzenpaar
„Wir holen den Umzug nach“

Bad Driburg (WB). Zum ersten Mal in der Geschichte der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiße Garde Bad Driburg ist ein Umzug wegen des Wetters ausgefallen. Präsident Jochen Blum und die Mitstreiter des Vorstandes sagten das Spektakel am späten Sonntagvormittag schweren Herzens und in Abstimmung mit den beteiligten Behörden wegen des Sturms „Yulia“ ab. „Die Sicherheit geht vor“, betonte er. Das Bedauern kann sich aber nun in verlängerte Vorfreude verwandeln: Der jecke Umzug wird nachgeholt – vielleicht am ersten Tag des Wonnemonats Mai.

Sonntag, 23.02.2020, 21:49 Uhr aktualisiert: 23.02.2020, 22:00 Uhr
Welch eine wunderbare Überraschung: Sportler aus der Mannschaft des Prinzen, die Weggefährten der „12 Tornados“ und Freunde des Prinzenpaares ziehen mit ihrem rollenden „Prinzenbräu“-Kasten vor das Hotel-Restaurant „Egge Wirt“. Prinz Jürgen II. und Prinzessin Stephie II. sind gerührt. Foto: Sabine Robrecht

Bad Driburgs Narren auch ohne Umzug fröhlich

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Das Narrenvolk reagierte an dem trostlosen Sonntag überwiegend mit Verständnis auf die Absage und verlegte den Straßenkarneval in die Kneipen und das Zelt in der Innenstadt. Volle Rückendeckung signalisierte Prinz Jürgen II. dem Präsidenten: „Es gibt keine Alternative. Die Entscheidung war nicht mutig, sondern richtig.“ Trotz allen Bedauerns, das die Verantwortlichen der Rot-Weißen Garde mit den enttäuschten Akteuren und Besuchern teilen, blieb letztendlich keine andere Wahl, wie Präsident Jochen Blum kurz vor dem eigentlichen Start des Lindwurms gegenüber dieser Zeitung erläuterte: „Wir haben im Krisenstab mit Polizei, Feuerwehr, Ordnungsamt, Rotem Kreuz und Notarzt zusammen gesessen und alle Möglichkeiten durchexerziert. Da wir aber genau in dem Bereich liegen, durch den der Sturm zur Zeit des Umzugs ziehen soll, ist das Risiko zu groß.“ Trotz wirtschaftlicher Verluste gehe die Sicherheit vor.

Das hob auch Prinz Jürgen II. am frühen Nachmittag im Hotel-Restaurant „Egge Wirt“ in einer kurzen Ansprache an die versammelte Narrenschar der Rot-Weißen Garde hervor. „Mir tut es auch leid – für alle Fußgruppen, Wagen, Musikkapellen und Verpflegungsstände. Sie alle haben Zeit und Geld investiert. Leider gab es keine Alternative.“ Den Blick nach vorn gerichtet, forderte er die Jecken in Anlehnung an das Motto seiner Regentschaft mit Stephie der II. zum unbeschwerten Kneipenkarneval auf: „Jetzt gehen wir aufs ‚Janze‘.“

Überraschung für das Prinzenpaar

Sprach’s und wurde mit seiner Prinzessin vor die Tür gebeten. „Draußen gibt’s eine Überraschung für Euch.“ Sofort schnappten sich Prinz, Prinzessin und Gefolge die Regenschirme und liefen vor die Tür. Und dann standen sie dort: Die „12 Tornados“, Fußballer der Mannschaft des SV Alhausen/Pömbsen/Reelsen, die Prinz Jürgen trainiert, und Freunde der Tollitäten hatten ihren großen „Prinzenbräu“-Kasten vor das Hotel „Egge Wirt“ geholt und zogen mit lauten Helau-Rufen in einem spontanen kleinen Umzug durch die Straße. Stephie II. und Jürgen II. waren gerührt – und konnten nun doch, wenn auch nur kurz, den Narren zujubeln.

Wir hatten schon alles dabei: Regen, Sonne und Schnee.

Karnevalspräsident Jochen Blum

Dass der große Umzug nach der Fastenzeit nachgeholt wird, liegt Prinzessin Stephie am Herzen. Für einen Termin hatte sie am Sonntag schon eine Idee: „30. April 18.11 Uhr. Dann feiern wir anschließend in den Mai.“ Damit liegt sie von einer der beiden vom Vorstand sondierten Varianten, dem 1. Mai, nicht weit entfernt. Ob dieser Feiertag machbar ist, werde sich zeigen, so der Präsident, der über die Wetterunbilden des stürmischen Sonntags mit vielen Narren ins Gespräch kam. „Wir hatten schon alles dabei: Regen, Sonne und Schnee. Wir mussten in der Innenstadt Schnee fegen. So etwas wie heute haben wir aber noch nicht erlebt.“

Knapp 50 Gruppen wären dabei gewesen

Die Damen des Frauen-Elferrats hatten eigentlich vor, zum ersten Mal auf dem Wagen des Herren-Elferrats mitzufahren und diese Männerdomäne zu erstürmen. Auf diese Premiere können sie sich jetzt auch länger freuen.

Beim großen Umzug wären an die 50 Gruppen mit insgesamt rund 800 Akteuren dabei gewesen.

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