Stadt Bad Driburg besiegelt Kooperationsvertrag
Kraftwerk soll Wärme liefern

Bad Driburg (WB). Die Stadt Bad Driburg, die Stadtwerke, die Stadtentwicklungsgesellschaft und die Energieservice Westfalen Weser GmbH haben einen Kooperationsvertrag besiegelt.

Dienstag, 04.02.2020, 00:28 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 05:04 Uhr
Baudezernent Martin Kölczer (von links), Dr. Andreas Brors (ESW), Peter Grote (ESW), Bürgermeister Burkhard Deppe, Klimaschutzmanagerin Carola Mikus und Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Suhr bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Foto: Stadt Bad Driburg

Der Vertrag sieht die Wärmeversorgung für das Gelände der ehemaligen Eggelandklinik sowie weitere bereits bestehende Gebäude mit umweltfreundlicher Wärme vor. Als Wärmeproduzent wird ein Holzhackschnitzelheizwerk auf einem noch städtebaulich zu entwickelnden Grundstück favorisiert.

Umweltfreundlich

Für eine sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten ist die Stadtentwicklungsgesellschaft Bad Driburg GmbH gegründet worden. Die SEG als hundertprozentige Tochter der Stadt Bad Driburg soll auch das Areal Eggelandklinik in die städtebauliche Entwicklung miteinbeziehen.

Klimaschutzziele

„Um den Klimaschutzzielen der Stadt Bad Driburg gerecht zu werden, ist der Bau eines Holzhackschnitzel- oder Blockheizkraftwerks geplant“, erläuterten Rainer Suhr von den Stadtwerken und die Klimaschutzmanagerin Carola Mikus.

Zudem besteht auf dem heimischen Holzmarkt ein längerfristiger Angebotsüberhang. Der Anlagentyp richte sich nach dem Umfang der zukünftigen dortigen Abnehmer. Betrieben wird es laut Kooperationsvertrag von der ebenfalls rein kommunalen Energieservice Westfalen Weser GmbH.

„Das erfahrene Unternehmen verantwortet den Bau von Anlagen, deren Betrieb und Wartung“, erklärte ESW-Geschäftsführer Dr. Andreas Brors. Eine Herausforderung sei stets, die Belange von Umweltschutz, Kundenorientierung und Betriebswirtschaft in Einklang zu bringen.

Die in dem Kraftwerk erzeugte Wärme würde dann von den Stadtwerken Bad Driburg abgenommen und vermarktet werden. „Die Versorgung mit Wärme aus dem Holzhackschnitzelheizwerk muss nicht auf das neue Wohngebiet beschränkt bleiben, sondern kann nach Bedarf auf weitere Gebiete ausgedehnt werden“, berichtete der Geschäftsführer.

Wichtiger Schritt

Bad Driburgs Bürgermeister Burkhard Deppe und Baudezernent Martin Kölczer betonten abschließend die Bedeutung der Entwicklung des Areals für die weitere Stadtentwicklung. „Die heutige Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist ein wichtiger Schritt auf dem weiteren Weg“, sagte Burkhard Deppe.

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