Fünf Künstler stellen ihre Arbeiten im Heinz-Koch-Haus aus
Glaskunst der Gegenwart

Bad Driburg (WB). Fünf Künstler zeigen zurzeit ihre Werke im Glasmuseum im Heinz-Koch-Haus.

Donnerstag, 05.09.2019, 01:12 Uhr aktualisiert: 05.09.2019, 02:00 Uhr
Auch Arbeiten der Bellerserin Ingrid Heuchel sind im Glasmuseum zu sehen. Foto: Glasmuseum Bad Driburg

Zahlreiche Gäste konnte Josef Reckers als Vorsitzender des Fördervereins zur Vernissage begrüßen. Er betonte, dass es Ziel des Vorstands sei, neben dem »Bewahren der Geschichte der Driburger Glasmacher und Glashändler« auch die Türen für die Glaskunst der Gegenwart zu öffnen. Diese Ausstellung gibt fünf Glaskünstlern aus der Region die Möglichkeit, ihre Inspirationen zum Werkstoff Glas als Kunstobjekte zu präsentieren. Die Exponate zeigen dem Besucher die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Glas als Werkstoff für Künstler. Der Umgang mit diesem Material setze ein hohes Maß an Kreativität und handwerklichem Können voraus. Diese Ansprüche erfüllten die Aussteller.

Werkstoff für Künstler

Elisabeth Brosterhus und Burkhard Meyer aus Steinheim experimentieren gemeinsam mit heißem Glas und leicht entflammbaren Papier. So entstehen durch das flüssige Glas auf dem Papier unvergängliche Spuren. Beide Künstler arbeiten seit 1988 als Team, und Burkhard Meyer betont, für ihn sei »Arbeiten mit flüssigem Glas eine Art Sucht, man will immer mehr ausprobieren.«

Dr. Wolfgang Daum aus Lichtenau hat sich als Erziehungswissenschaftler mit Kunst in der Schule beschäftigt und kommt künstlerisch von der Bildhauerei. Angeregt auch mit Glas zu arbeiten, wurde er durch seine Zusammenarbeit mit der ebenfalls ausstellenden Ingrid Heuchel.

Nicole Drude lebt in Bad Driburg und Hamburg. Sie befasst sich mit Aquarellmalerei, Fotografie und anderen Darstellungsmöglichkeiten wie Collagen, Video und Text. Sie hat Ausstellungen in New York, Tokio, Rom, Miami und Österreich beschickt und stellt nun erstmalig in ihrer Heimatstadt Bad Driburg aus.

Ingrid Heuchel aus Bellersen empfindet als Wurzel ihrer Glaskunst Entwurf und Ausführung von klassischer Bleiverglasung. Viele ihrer Werke befinden sich in Kirchen oder auch öffentlichen Gebäuden.

Musikalische Begleitung

Johannna Schirdewahn aus Altenbeken stellt als gelernte Glasveredlerin unter anderem ihr Gesellenstück aus, mit dem sie 2016 Bundessiegerin wurde. Ihre Objekte, vor allem Glasmalereien, machen, so ihre fast wörtliche Aussage, »Sonnenlicht schöner«.

Zur gelungenen Ausstellungseröffnung trug auch die musikalischen Begleitung durch ein Trio mit Tuba (Prof. Dr. Thalmann) Akkordeon (Hans-Hermann Jansen) und Klarinette (Piotr Techmanski) bei. Rechtzeitig zur Ausstellungseröffnung wurde auch die neue LED-Beleuchtung installiert.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 29. September. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr im Glasmuseum Driburg, Schulstraße 7.

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