Ilona Kálnoky stellt im gräflichen Park aus
Künstlerin gilt als Geheimtipp

Bad Driburg (WB) Skulpturen, Wand- und Papierarbeiten der Künstlerin Ilona Kálnoky sind im gräflichen Park in Bad Driburg zu sehen. Ebenfalls gibt es dort eine Kunstinstallation.

Samstag, 01.06.2019, 17:04 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 17:06 Uhr
Die Künstlerin Ilona Kálnoky und Gastgeberin Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff mit einer Skulptur vor den Brunnenarkaden. Diese lehnt sich an Sportgeräte an. Die Arbeiten sind seit Donnerstag im Park zu sehen. Foto: Ralf Meier

Die Österreicherin nennt sich selbst eine Gärtnerin/Künstlerin und entwickelt seit längerem Arbeiten, die sie mit dem Begriff  »Mischskulptur« beschreibt. Mit diesem Begriff erarbeitet sie eine skulpturale Enzyklopädie und fügt der für sie wichtigen Thematik der Raumwahrnehmung eine weitere Komponente bei, die der emotionalen Ebene.

Experimente

Sie experimentiert mit verschiedensten Werkstoffen, die für Skulpturen manchmal ungewöhnlich sind. Dabei thematisiert sie die umgebende Welt durch Materialien und deren »Leibgefühl«. Sie formt Kugeln aus Gips, wirft sie gegen die Wand, schnürt sie zusammen oder lässt Gummibänder dehnen. In ihren Arbeiten setzt sie häufig Prozesse in Gang, die dann nicht mehr steuerbar sind. Man könnte hier fast von Versuchsanordnungen sprechen. Jede Aktion oder Vermischung unterschiedlicher Materialien soll im Betrachter andere Empfindungen provozieren.

Für die Ausstellung im Gräflichen Park hat Kálnoky mit dem Bad Driburger Moor experimentiert und sich mit dem menschlichen Körper und seinen Befindlichkeiten auseinander gesetzt. Die Skulptur lehnt sich an Sportgeräte an, während die Acrylarbeiten wie Landkarten der Empfindungen wirken. Die Skulptur steht vor den Brunnenarkaden. In der Orangerie des Hotels werden die Papier- und Wandarbeiten gezeigt.

Mehr als 100 Kunstbegeisterte waren zur Vernissage in die Orangerie des »Gräflicher Park Health & Balance Resort« gekommen, um die Kunstinstallationen der noch ein wenig als Geheimtipp geltenden Künstlerin zu sehen. Etwa 60 der Gäste inklusive ihrer Kinder waren darüber hinaus später zu einem privaten Abendessen in das Gräfliche Haus eingeladen.

Die Besucher waren sehr angetan von der Idee, mit Moor aus dem Gräflichen Park Bilder zu erstellen.

Gefreut hat sich Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff, Vorsitzende der veranstaltenden Diotima-Gesellschaft, dass neben zahlreichen Stammbesuchern auch viele neue Gäste gekommen waren, so auch einige Damen, die beim Ladies‘ Lunch gespendet und damit die Veranstaltung auch ermöglicht hatten

Viele neue Gäste

Ilona Kálnoky ist eine verheiratete Prinzessin Hohenzollern, die unter ihrem Mädchennamen arbeitet. Sie wurde 1968 in der Steiermark geboren; sie lebt und arbeitet in Berlin und in der Uckermark/Brandenburg. Ihre künstlerische Karriere begann sie mit einer Ausbildung zur Keramikerin und studierte später in Berlin an der Kunsthochschule Weißensee Bildhauerei. Sie ist Mitbegründerin des in der Uckermark stattfindenden UM-Festivals für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur, das seinen Schwerpunkt in Kunst in nachhaltiger Ökologie und Ökonomie hat.

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