Proben für die Komödie »Der Revisor« laufen seit Monaten
Theater beim Rotary-Club

Bad Driburg (WB). Wenn der Sparkassenchef mit dem Forstamtsdirektor Theater macht, ist der Rotary-Präsident Dr. Matthias Sablotny daran schuld. In seiner Amtsperiode hat er sich als Projekt ein Benefiztheater zum Ziel gesetzt und ist bei seinen Mitstreitern auf die Bereitschaft gestoßen, dabeizusein.

Dienstag, 07.05.2019, 10:12 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 10:14 Uhr
Sie proben für den großen Auftritt (vorne von links): Peter Paul Rodemeyer, Dr. Matthias Sablotny und Kirsten Sagel- Will in den Hauptrollen. Außerdem auf der Theaterbühne dabei sind (auf der Treppe von links) Roland Schockemöhle, Jürgen Buddenberg, Jens Härtel, Katja Urhahne, Sascha Nolte, Florine Wendenburg, Dr. Elisabeth Schulze-Cleven, Ulrike Niewöhner, Petra Nolte, Javier Uscocovich-Vidal, Werner Lödige, Tomas Pfänder. Es fehlen Alina Streitbürger sowie Pia und Arne Steinmann. Foto: Dominique Zapfe-Nolte

Gespielt wird für das St. Petersburger Hilfsprojekt »Perspektiven« sowie für den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Paderborn-Höxter.

So erklärt es sich, dass Jens Härtel (Sparkasse) und Roland Schockemöhle (Forstamt) in die Rollen der »Dorfdeppen« Dobtschinski und Bobtschinski schlüpfen und gemeinsam mit weiteren Rotariern und den Damen vom »Inner Wheel Club« die Komödie »Der Revisor« von Nikolai Gogol auf die Bühne des Gymnasiums St. Xaver bringen werden. Drei Vorstellungen sind für den Freitag, 21. Juni, Samstag, 22. Juni, und Sonntag, 23. Juni, geplant. Die Termine am Freitag und Samstag beginnen um 19.30 Uhr, am Sonntag hebt sich um 17 Uhr der Vorhang für das gesellschaftskritische Werk, das im Jahr 1836 in St. Petersburg uraufgeführt wurde.

Vorverkauf soll im Juni beginnen

Das Gesellschaftsportrait Russlands im 19. Jahrhundert zeigt das ganze Ausmaß von Vetternwirtschaft, Korruption und Misswirtschaft und »lässt sich leicht in die heutige Zeit und das Hier und Jetzt übertragen«, ist sich Sablotny sicher. Der Vorverkauf für das Stück soll im Juni beginnen.

18 Schauspieler konnte er rekrutieren. Die meisten davon werden erstmals vor Publikum spielen. Lediglich drei Mitwirkende, darunter der Präsident persönlich, haben Bühnenerfahrung. Für den Arzt ist das Theaterstück nicht neu. Er spielte die Rolle des Stadtoberhauptes bereits mit dem Burgtheater in Dringenberg.

Mit Alina Streitbürger und Peter Paul Rodemeyer (als vermeintlicher Revisor) hat er sich zwei erfahrene Schauspieler hinzugeholt. Der Austauschschüler Javier Uscocovich-Vidal aus Ecuador wird in die Rolle eines Kaufmanns schlüpfen.

Text lernen mit den Kindern

Drei Monate lang bereiten sich die Schauspieler auf das Abenteuer »Benefiztheater« vor. Zweimal die Woche treffen sich die Akteure in der Residenz am Kurpark, um sich vorzubereiten.

Petra Nolte in der Rolle der Poststellenleiterin dachte bei der ersten Sichtung des Drehbuches nur: »Oh Gott, worauf habe ich mich da nur eingelassen?« Mittlerweile teilt sie aber mit Jens Härtel die Vorfreude auf dieses besondere Projekt. Er verrät seine Strategie, den Text zu lernen: »Regelmäßig die Proben besuchen«.

Sein Kollege Roland Schockemöhle gesteht, dass seine Kinder, die ihm beim Lernen des Textes behilflich sind, schon das halbe Textbuch auswendig können, ganz im Gegensatz zu ihm selbst. Landwirt Werner Lödige darf in der Rolle des Polizeichefs ernste Miene zeigen und lacht: »Ich habe das letzte Wort«. Als Motivation an diesem Projekt mitzuwirken gibt er an: »Ich wollte mal etwas Neues ausprobieren.«

Präsident Dr. Matthias Sablotny freut sich, dass die Rotary Clubs aus Warburg und Höxter das Rahmenprogramm dieser Benefizveranstaltungen übernehmen werden. Er weiß, dass die letzten Tage vor den Aufführungen besonders hart werden. »Da wird zur Not auch täglich geprobt«. Er blickt auf 38-jährige Schauspielerfahrung zurück, übernimmt dieses Mal aber auch die Regie. Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind ganz ergeben: »Er ist halt der Präsident.«

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