Prinzenpaar droht mit »Sturm der Schweine« und löst Puzzel-Aufgabe mit Bravour – mit Video
Auch das letzte Teilchen passt

Bad Driburg (WB). Der Anhänger wird hin und her geschaukelt. Verdächtige Töne, die sehr dem Grunzen vieler Schweine ähneln, dringen an die Ohren von Bürgermeister Burkhard Deppe. Prinz Michael I. und Prinzessin Christina I. haben sich eine List ausgedacht, das Stadtoberhaupt davon zu überzeugen, dass Widerstand zwecklos ist.

Montag, 04.03.2019, 15:39 Uhr aktualisiert: 04.03.2019, 17:13 Uhr
Prinz Michael löst die Puzzle-Aufgabe zusammen mit seiner Prinzessin Christina mit Bravour. Als Landwirt fällt es ihm leicht, die einzelnen Holzteile zusammenzufügen und so ein Schwein entstehen zu lassen. Foto: Jürgen Köster

»Jeckxit« in Bad Driburg

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Foto: Jürgen Köster/Lara Oesselke
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Auch wenn sich die vermeintlichen Schweine wenige Sekunden später als charmante Verstärkung der Regenten entpuppen, ist der Rot-Weißen Garde der Sturm auf das Rathaus gelungen. Nicht zuletzt haben die Jecken dies aber auch der Findigkeit ihres Prinzenpaares zu verdanken. Sie haben nicht nur mit einem Schweine­sturm gedroht, sondern lösen wenig später auch das knifflige Puzzle, was das Bürgermeister-Team zur Bedingung für die Schlüsselübergabe gemacht hat.

Der »Jeckxit« kommt

Dann gibt es kein Halten mehr. Die Rot-Weißen stürmen die Treppe zum Ratssaal hinauf, auf der die Tanz- und Prinzengarde Spalier steht. Die Damenriege der Karnevalsgesellschaft empfängt die Gäste mit kühlen Getränken direkt an der Eingangstür zum farbenprächtig geschmückten Schauplatz der närrischen Ratssitzung.

Heute haben die Jecken das Sagen im Saal, in dem sich sonst die Politiker ihre Wortgefechte liefern. Präsident Jochen Blum übernimmt sogleich das Kommando, begrüßt »seine« Rot-Weißen, die Mandatsträger und weitere Gäste. »Mit der Machtübernahme übernehmen wir Jecken das Zepter. Und wenn wir ankündigen zu übernehmen, dann machen wir das richtig«, ruft er der Narrschar zu. Die Briten könnten sich um ihr »Brexit«-Versprechen noch Wochen oder Monate streiten. »Der ›Jeckxit‹ kommt garantiert, wir übernehmen«, erklärt Blum, dass die Karnevalsgesellschaft die Regierung sinnbildlich für einen Tag aus dem Rathaus wirft. Blum dankt abschließend aber auch allen Akteuren, die für eine tolle Session gesorgt hätten – allen voran die Prinzenpaare.

100 Jahre Bad

Diese heißt auch Bürgermeister Deppe auf das Herzlichste willkommen, ebenso wie »die Geistlichkeit«, »die bat zur närrischen Messe in Peter und Paul«. Der erste karnevalistische Gottesdienst in Bad Driburg war für Deppe wie auch für Blum einer der Höhepunkte der Session. Der Bürgermeister wendet sich in Versform an die Zuhörerschaft und rückt die 100-jährige Badgeschichte ins Blickfeld. »Vieles hat sich inzwischen gewandelt, längst wird nicht mehr nur angebandelt, Kulturinteressierte und andere Exoten bekommen jetzt auch was Tolles geboten«, stellt Deppe fest.

Dass er den Gräflichen Park thematisiert, durfte man erwarten. »Einen Park mit Jägerstuhl, den finden halt Förster und Jäger cool, ja – und auf dem Irrweg im Labyrinth – Politiker in gewohnter Umgebung sind«, reimt der Bürgermeister. Und er hat als Stadtoberhaupt auch noch einen Ratschlag für die Jecken für den Veilchendienstag parat: »Bei so einem Bad im Moor kommt man sich recht schlammig vor, hilft wohl gegen Rheuma, Arthrose oder Gicht, nur gegen den morgigen Kater leider nicht.«

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