Dr. Detlef Michael Ringbeck ist Chefarzt in Bad Driburg – neues Herzkatheterlabor »Geht nicht, gibt’s nicht«

Bad Driburg (WB). »Geht nicht, gibt’s nicht« – das ist die Maxime von Dr. Detlef Michael Ringbeck. Er ist jetzt als Chefarzt der Medizinischen Klinik I am St. Josef-Hospital in Bad Driburg offiziell vorgestellt worden. Der Ausbau der Kardiologie ist eine seiner Hauptaufgaben.

Von Jürgen Köster
Im neuen Herzkatheterlabor des St. Josef-Hospitals in Bad Driburg (von links): KHWE-Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers, Dr. Eckhard Sorges, Dr. Michael Ringbeck und KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß.
Im neuen Herzkatheterlabor des St. Josef-Hospitals in Bad Driburg (von links): KHWE-Verwaltungsratsvorsitzender Marcel Giefers, Dr. Eckhard Sorges, Dr. Michael Ringbeck und KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß. Foto: Jürgen Köster

Wesentlich dazu beitragen soll das neue Herzkatheterlabor, für das die Katholische Hospital-Vereinigung Weser-Egge (KHWE) eine Million Euro investiert hat. Am Bad Driburger Krankenhaus gibt es nun eine eigenständige Klinik für Kardiologie, Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin. Diese leitet der 51-jährige Chefarzt Dr. Ringbeck.

Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute

Dr. Marcus Rübsam ist Chefarzt der Medizinischen Klinik II (Gastroenterologie, Diabetologie). Beide Kliniken arbeiten eng vernetzt miteinander.

»Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute. Man muss die Symptome möglichst schnell erkennen und konsequent die Telefonnummer 112 wählen, um den Rettungsdienst zu alarmieren«, sagt KHWE-Geschäftsführer Reinhard Spieß. Durch das neue Herzkatheterlabor verkürze sich die Fahrzeit für Patienten aus dem westlichen Kreisgebiet nun ganz erheblich. Bisher hätten Höxter oder Paderborn angefahren werden müssen.

Gutes Händchen für die Patienten

»Mit dem neuen Setting sind wir aber auch ein verlässlicher Partner bei der Betreuung der Patienten für die niedergelassenen Ärzte«, betonte Marcel Giefers, Vorsitzender des Verwaltungsrates, bei der Begrüßung zu der Feierstunde, an der zahlreiche Mitarbeiter des Hauses, Vertreter des öffentlichen Lebens sowie weiterer Kliniken teilnahmen.

Pfarrer Hubertus Rath und Krankenhausseelsorger Edgar Zoor sprachen zusammen mit der evangelischen Pfarrerin Iris Battenfeld das Segensgebet. »Gott berührt das Herz der Menschen«, meinte Pfarrer Rath. Mit 876 Mal komme das Wort »Herz« in der Heiligen Schrift so häufig vor wie kein anderes, stellte Pfarrer Zoor fest.

Wie sich die medizinischen Möglichkeiten bei der Behandlung von Herzerkrankungen entwickelt haben, verdeutlichte Dr. Eckhard Sorges, Chefarzt der Medizinischen Klinik I/Kardiologie am St. Ansgar-Krankenhaus in Höxter. Dennoch sei es immer noch entscheidend, »die 112« so schnell wie möglich zu wählen. Diese Auffassung teilt Professor Dr. Ludger Bahlmann, Chefarzt am Institut für Anästhesie und Ärztlicher Direktor des Klinikums Weser-Egge. Er stellte dem Auditorium den neuen Chefarzt Dr. Ringbeck von einer sehr persönlichen Seite her vor und charakterisierte ihn als nahen Freund »mit einem guten Händchen für seine Patienten«. Was er tue, komme stets »von Herzen«.

Neues Labor bietet schonende Behandlungsmöglichkeiten

Seine Einstellung zu seinem Beruf und seinen Werdegang zeigte anschließend Dr. Ringbeck selbst auf. Sein Motto »Geht nicht, gibt’s nicht«, habe er von Dr. Sorges übernommen, von dem er überhaupt sehr viel gelernt habe.

Das neue Herzkatheterlabor biete für einen Kardiologen eine elegante und schonende Art, um Krankheiten am Herzen zu behandeln, ist Dr. Ringbeck überzeugt.

In dem neuen Labor in Bad Driburg können herzkranke Patienten untersucht und behandelt werden. Der Katheter wird heutzutage durch eine schlüssellochgroße Öffnung in der Leiste und zunehmend am Unterarm in Richtung der Herzkranzgefäße geschoben. Verengte oder verschlossene Gefäße können aufgedehnt oder auch mit einer Gefäßstütze versehen werden.

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