Stilmagazin »GQ« kürt Gentleman 2017 in Bad Driburg – Johannes Laschet ist dabei Vom Finalisten zum Juror

Bad Driburg (WB). Wann ist ein Mann ein Gentleman? Dieser Frage geht eine Promi-Jury am 29. und 30. Juni im Gräflichen Park nach.  Das Grand Resort samt Grünoase ist zum wiederholten Mal die perfekte, weil stilvolle Kulisse für die Kür des »GQ Gentleman des Jahres«. Aus zehn Finalisten wird in der Kurstadt der Sieger 2017 hervorgehen.

Von Sabine Robrecht
Bad Driburg ist ihm vertraut: 2015 kam Johannes Laschet als Kandidat. Jetzt kehrt er als Juror ins Grand Resort zurück.
Bad Driburg ist ihm vertraut: 2015 kam Johannes Laschet als Kandidat. Jetzt kehrt er als Juror ins Grand Resort zurück. Foto: Heiko Laschitzki für GQ

Der »Kavalier der alten Schule« und der moderne Mann des 21. Jahrhunderts schließen einander nicht aus. Stil und Charme kommen nicht aus der Mode. Der Gentleman hält der Dame immer noch die Tür auf. »Trotzdem ist die Lebenseinstellung heute eine andere«, sagt Johannes Laschet (28), Jurastudent und Sohn des designierten NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU). »Der Gentleman von heute kocht und bügelt.«

Die Finalisten 2015 am Pool des »Gräflicher Park Grand Resort«. Johannes Laschet (5. von links) war dabei. Foto: Sabine Robrecht

Letzteres hat der Politiker-Spross vor zwei Jahren in Bad Driburg vor den kritischen Augen der damaligen GQ-Jury getan. Laschet junior gehörte nämlich zu den zehn Finalisten. Und die mussten bei einer der Prüfungen bügeln. Jetzt kommt er als Juror an den »Tatort« zurück.

Dieser Perspektivwechsel wird den Kandidaten sicher zugutekommen. Laschet rät ihnen, authentisch zu bleiben. »Jeder muss seinen eigenen Stil finden«, postuliert der Ex-Finalist im Interview mit dem Männer-Stil-Magazin GQ. »Mich hat der Wettbewerb selbstbewusster gemacht«, blickt er auf 2015 zurück.

Startschuss als Blogger

Das Wochenende in Bad Driburg sei außerdem ein Startschuss dafür gewesen, als Blogger professioneller in die Offensive zu gehen. Bei »Instagram« postet der modebewusste angehende Jurist als »Joe Laschet« gerne seinen Lifestyle. »Trends kommen und gehen, Stil bleibt«: Diese im GQ-Interview auf den Punkt gebrachte Überzeugung zieht sich wie ein roter Faden durch alle Posts und Auftritte des smarten Rheinländers.

Leidenschaft für Mode früh geweckt

Dem WESTFALEN-BLATT hat Laschet junior 2015 in Bad Driburg erzählt, was seine Leidenschaft für Mode geweckt hat: Die vielen Juristen und Anwälte in seiner Familie seien adrett gekleidet gewesen. Und sein Onkel habe ihm oft schicke Hemden geschenkt.

Dem prominenten Vater bescheinigte der Sohn vor zwei Jahren und auch heute Stilsicherheit. Empfohlen habe er ihm, Manschettenknöpfe zu tragen. Und für legere Veranstaltungen rate er dem Vater zum Einstecktuch – einem Accessoire, das auch beim Junior zu vielen Outfits dazu gehört.

Sami Slimani und Henning Baum

In der Jury steht ihm Ende Juni neben dem Blogger-»Kollegen« und Youtube-Star Sami Slimani ein echtes Mannsbild – Schauspieler Henning Baum – zur Seite. Bekannt aus seiner Erfolgs-Rolle als altmodischer Macho-Polizist in der Serie »Der letzte Bulle«, hat Baum klare Vorstellungen davon, was einen modernen Gentleman ausmacht.

Egozentrik und Angeberei seien falsche Eigenschaften. Ein Gentleman prahle nicht mit seinen besonderen Fähigkeiten. Und: Er sollte immer die Mitmenschen vor sich selbst stellen.

Gentleman jettet zu Events

Nutznießerinnen eines Gentleman-Charmes sind nicht zuletzt die Damen. Daher gehören sie auch in die Jury. Beim Finale 2016 begutachtete Alena Gerber, Model und Moderatorin, gemeinsam mit Gastgeberin Annabelle Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff die Finalisten, aus denen Cliff Goncallo (Dresden) schließlich als Sieger hervor ging. Von seiner »Krönung« in Bad Driburg aus startete er in ein spannendes Jahr und jettete als Markenbotschafter von GQ von einem exklusiven Event zum nächsten.

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»Charisma kann man nicht trainieren.«

Susanne Klehn

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Das steht dem »Gentleman 2017« nun ebenfalls bevor. Zu den Damen in der Jury gehört Susanne Klehn, Society-Expertin und VIP-Chefin bei RTL »Guten Morgen Deutschland«. Sie wird, wie sie sagt, bei den Finalisten nicht unbedingt auf perfekte Muskelpakete achten, »denn Charisma kann man nicht trainieren«. Achten werde sie auf Selbstbewusstsein, gute Manieren, Empathie, Teamgeist und eine gewisse Lockerheit. Johannes Laschet steuert aus seiner Erfahrung als Finalist die Erkenntnis bei, dass eine gute und freundliche Gruppendynamik besonders wichtig ist.

Teamgeist bei Prüfungen gefragt

Auf Teamgeist kommt es bei einigen der acht Prüfungen in Bad Driburg an. Die Kandidaten müssen Stilsicherheit, Selbstbewusstsein, Charme, Intellekt und Sportlichkeit auf sich vereinen. Sie reisen aus München, Darmstadt, Regensburg, Hanau, Hamburg, Leipzig, Wuppertal und Berlin an und sind zwischen 24 und 37 Jahre alt. Weitere Informationen über die Kandidaten, die Jury und das Finale gibt es unter gq.de/gentleman2017

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