»glaskoch« Bad Driburg will Schmuck-Segment international etablieren »Wir denken Glas immer wieder neu«

Bad Driburg (WB). Zehn Jahre, aber nicht von gestern: Der Glass Cube in Bad Driburg-Herste besticht drinnen wie draußen mit einer Formensprache, deren Modernität zeitlos scheint – die sich in ihrem futuristischen Charme auch in 20 und 50 Jahren nicht neu erfinden muss. Diesen Eindruck hatten gestern 300 Gäste, die das zehnjährige Bestehen des Leonardo-Markengebäudes der Firma »glaskoch« stilvoll feierten.

Von Sabine Robrecht
Zehn Jahre »Jewels by Leonardo«: Bianca und Oliver Kleine präsentieren ein Lieblingsstück aus der neuen Kollektion. Der Stein an der Halskette erstrahlt dank einer speziellen Fertigungstechnik je nach Perspektive in verschiedenen Farben.
Zehn Jahre »Jewels by Leonardo«: Bianca und Oliver Kleine präsentieren ein Lieblingsstück aus der neuen Kollektion. Der Stein an der Halskette erstrahlt dank einer speziellen Fertigungstechnik je nach Perspektive in verschiedenen Farben.

Das architektonische Juwel beherbergte zum Festtag Preziosen, die den gleichen Geburtstag feierten: »Jewels by Leonardo« – die Schmucklinie der Marke – gingen ebenfalls 2007 an den Start. Mehr als 1000 Händler haben den aparten Glasschmuck deutschlandweit im Programm. »Damit gehören wir zu den Top 5 der Schmuckmarken«, sagt Oliver Kleine, Inhaber und Geschäftsführer von »glaskoch«. »Wir werden uns jetzt international auf den Weg machen, um den Schmuckbereich weiterzuentwickeln«, kündigt er an. Kleine führt das Familienunternehmen seit 2005 zusammen mit seiner Ehefrau Bianca und hat mit dem Glass Cube seiner Vision vom »modernen Leben mit Glas« ein Gesicht und eine Bühne gegeben.

»glaskoch« in Zahlen

Oliver und Bianca Kleine führen das 1859 von Benedict Koch gegründete Familienunternehmen in fünfter Generation. Bei »glaskoch« sind 280 Mitarbeiter beschäftigt. Mehr als 800 Neuheiten pro Jahr, 78 Prozent Markenbekanntheit in Deutschland, 1200 Artikel im permanenten Sortiment, Vertrieb in 88 Länder, 1100 Shop-in-Shop-Filialen weltweit, 2800 Verkaufsstellen in Deutschland und acht eigene Leonardo-Stores und -Outlets prägen das Unternehmen.

Auf dieser reizvollen Plattform glänzte zum Zehnjährigen auch ein weiterer Geschäftszweig – »Leonardo Living«. Für die hochwertige Möbellinie arbeitet das Unternehmen mit renommierten Herstellern zusammen. »Wir werden die Welt der Möbel weiter ausbauen«, blickt Oliver Kleine nach vorne. Ebenso wie bei den Jewels hält der Unternehmer auch hier dem Werkstoff Glas die Treue. Denn ihm gehört seine ganze Leidenschaft. »Wir denken Glas immer wieder neu.«

Trotz aller innovativer Akzentsetzungen sei es wichtig, über die Marken Leonardo und Montana hinweg nicht zu vergessen, »wo unser Ursprung ist«. Deshalb möchte Oliver Kleine am Stammsitz in Bad Driburgs Lange Straße eine »Erlebniswelt Glas« aus der Taufe heben. Mit dem Schau-Ofen in der 2014 eröffneten Manifattura ist der Anfang schon gemacht. Mit dem Glasblasen sollen die Menschen sich ebenso vertraut machen können wie mit den Mythen rund um die Bad Driburger Glashütten.

Unternehmensstrategisch wollen Oliver und Bianca Kleine die beiden Marken Leonardo und Montana trennscharf positionieren und voneinander unterscheiden. Bei Montana werde es keine Spezialprodukte wie Karaffen oder Schwenker mehr geben, sondern nur noch funktionale und attraktive Alltagsbegleiter.

Leonardo soll als »inspirierende Marke mit höchster Verarbeitungsqualität« Lebensfreude und modernes italienisches Lebensgefühl vermitteln. Emotional kommt sie daher – und bedient nicht ohne Grund die gute alte Italiensehnsucht. Denn die Idee zu dieser Marke hat der damalige Inhaber Franz-Josef Kleine von einer Geschäftsreise nach Italien mitgebracht.

Glasschmuck in Venedig inspiriert zu neuer Geschäftsidee

Sohn und Nachfolger Oliver Kleine und seine Ehefrau haben ebenfalls aus Italien eine neue Geschäftsidee mitgebracht: Glasschmuck in Venedig inspirierte das Unternehmerpaar für die 2007 präsentierte erste Schmuck-Kollektion. Zwei Jahre später brachte die Marke dann erstmals Wohnmöbel an den Markt. 2011 vergrößerten die Bad Driburger ihr Angebot erneut und sind mittlerweile auch ein professioneller Partner für Gastronomie und Hotellerie.

Marke des Jahrhunderts

Beim Fest im Glass Cube machten die stilvollen Wohnideen ebenso eine gute Figur wie viele andere Artikel »made by glaskoch«. Das Unternehmen holte im Laufe der vergangenen Jahre renommierte Designpreise. 2016 wurde »Leonardo« als »Marke des Jahrhunderts« ausgezeichnet. Somit zählt das Familienunternehmen jetzt zu den 250 führenden Marken Deutschlands.

Gentlemen besuchen Glass Cube

Preisgekrönt ist auch der Cube, der im Laufe seines zehnjährigen Bestehens viele Prominente kommen und gehen sah. Für publikumswirksame Serien wie den Recall von »Deutschland sucht den Superstar« bot er die perfekte Kulisse. Poptitan Dieter Bohlen war hingerissen von der Location.

Ende des Monats kommt nun das Trendmagazin GQ: Der Glass Cube ist einer der Austragungsorte des Finales für den »GQ Gentleman des Jahres«. Eine prominent besetzte Jury bewertet zehn Finalisten.

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